Beiträge zum Stichwort ‘ Weltbank ’

Agrartreibstoffe sind Hauptgrund für Nahrungsmittelkrise

“Die Kühe der Reichen fressen das Brot der Armen”, hieß es bisher aufgrund der Tatsache, dass große landwirtschaftliche Flächen in ärmeren Ländern für den Futtermittelexport ver(sch)wendet werden. Mittlerweile kann man sagen: “Das Brot der Armen füllt die Tanks der Reichen.”

Agrodiesel, also Treibstoffe aus Pflanzen, wird häufig als Lösung des Klimaproblems angepriesen. Doch für die Agrarflächen wird häufig Regenwald abgeholzt, und auch die Stickstoffdüngung verstärkt den Treibhauseffekt. Die Deutsche Bank ist übrigens unter europäischen Banken der größte Financier von Agrartreibstoff-Konzernen, berichtet die Umweltorganisation Friends of the Earth. Nun stellt die Weltbank fest, dass der sogenannte Biosprit sogar der Hauptgrund für den Anstieg der Lebensmittelpreise und damit die Verstärkung des Hungerproblems ist, wie Telepolis schreibt:

Die Nachfrage nach Biosprit hat die weltweiten Preise für Lebensmittel um bis zu 75 Prozent ansteigen lassen. Das ist das Ergebnis eines bislang unveröffentlichten Berichts der Weltbank, der dem Guardian noch rechtzeitig vor dem G8-Gipfel zugespielt wurde, wo es um Klimapolitik und die hohen Preise für Energie und Nahrungsmittel gehen wird. Weiterlesen…



“Lasst uns in Ruhe!”

Eine Milliarde Menschen hungert, während die fruchtbaren Flächen ihrer Heimatländer für Biosprit und die Produktion von Futtermitteln für die Fleischindustrie verwendet werden. Telepolis bringt heute eine zutreffende Analyse der aktuellen Nahrungsmittelkrise und erklärt auch die geschichtlichen Hintergründe des Hungers in ärmeren Ländern: Zuerst ging es um den Export von “Kolonialwaren”, dann kam die ebenfalls auf Export ausgerichtete Industrialisierung der Landwirtschaft auf Druck der internationalen Handels- und Finanzinstitutionen, die die Bauern in die Abhängigkeit von multinationalen Lebensmittel-, Chemie- und Gentechkonzernen trieb. (weiterlesen…)