Beiträge zum Stichwort ‘ Schwarzbuch ’

APA: “‘Uns gehört die Welt’ - Anti-Globalisierung für Einsteiger”

Ratschläge zur Weltbesserung vom “Schwarzbuch Markenfirmen”-Autor Klaus Werner (Von Michael Anheier/APA)

Wien (APA) - “Dieses Buch wird euch zornig machen”, verspricht der Autor. Das kommt bekannt daher: 2001 hieß es im Vorwort noch “Dieses Buch wird Sie wütend machen”, als Klaus Werner und Hans Weiss ihr “Schwarzbuch Markenfirmen” herausbrachten. Es prangerte die Praktiken multinationaler Konzerne an, die - obschon meist indirekt - Kinder für sich schuften lassen und im Dienst der Profitmaximierung Umweltzerstörungen und Menschenrechtsverletzungen hinnehmen. Nun lässt Werner im Alleingang eine Art Spin-Off folgen: “Uns gehört die Welt” richtet sich - die sprachliche Adaption ließ es ahnen - primär an jugendliche Leser. Aber auch die Botschaft ist eine erweiterte: Die Multis sind nicht allein für alles Böse auf der Welt zuständig - da gibt es noch die Weltbank, den Währungsfonds und die Welthandelsorganisation. Aber wir können das ändern, denn: siehe Buchtitel. (more…)



FM4: “Aufdecker und Clown”

Von Roland Gratzer, FM4:

Vielschichtig zu sein, war dem Autor Klaus Werner-Lobo immer schon ein Anliegen. Nach einer Karriere als Journalist landete er mit dem Schwarzbuch Markenfirmen einen Bestseller. Gemeinsam mit Hans Weiss deckte er darin das globale Sündenregister der Großkonzerne auf. Danach ging er für drei Jahre nach Rio de Janeiro, wo er sich zum Clown ausbilden ließ.

Im FM4 Privatstrand spricht er mit Gerald Votava über sein politisches Interesse in der Kindheit, seine Arbeit als Aufdecker, seine Liebe zu Rio de Janeiro, sein neues Buch und darüber, dass ein Clown mehr ist als ein Alleinunterhalter auf Kinderparties. Weiterlesen…

Klaus Werner-Lobo im O-Ton über:

Familie und Ethik MP3 (2.851MB) | WMA
Umweltschutz und Kinderarbeit MP3 (914KB) | WMA
Das Schwarzbuch Markenfirmen MP3 (2.994MB) | WMA
Undercoverrecherchen im Kongo MP3 (2.198MB) | WMA
Reaktionen der Konzerne MP3 (4.238MB) | WMA
Rio und die Liebe MP3 (6.312MB) | WMA
“Uns gehört die Welt!” MP3 (3.979MB) | WMA



Neue Schwarzbuch-Übersetzungen

Nach Holländisch, Spanisch, Ungarisch, Türkisch, Schwedisch, Japanisch, Bulgarisch, Russisch, Rumänisch und Koreanisch ist das Schwarzbuch Markenfirmen (von Klaus Werner & Hans Weiss) soeben auch auf Polnisch erschienen, und zwar im Verlag Wydawnictwo Hidari. Und das Schwarzbuch Öl (von Thomas Seifert und Klaus Werner) ist - nach Arabisch und Italienisch - nun auch auf Spanisch verfügbar (beim argentinischen Verlag Capital Intelecutal).



Schwarzbuch Markenfirmen auf Russisch, Rumänisch und Koreanisch

Nach Holländisch, Spanisch, Ungarisch, Türkisch, Schwedisch, Bulgarisch und Japanisch ist das Schwarzbuch Markenfirmen offenbar bereits vor einiger Zeit auch auf Russisch , Rumänisch und Koreanisch erschienen.

Erfahren habe ich das nur, weil ich zufällig auf diesen Wikipedia-Eintrag gestoßen bin. Aber man muss ja als Autor nicht alles wissen…noch mehr erstaunt mich das russische Cover in Sowjet-Ästhetik: NS-Soldaten mit Dollarzeichen auf den Helmen? In welchem Kontext steht das zum Buch? Und was sagt Putin dazu???



Ethiker: “CSR und Wirtschaftsethik im Gespräch”

Die Online-Tageszeitung Ethiker hat nicht nur ausführlich über meinen Vortrag in Görlitz berichtet, sondern dort auch ein umfangreiches Interview mit mir geführt, das nun online ist:

Ich möchte mit der Frage beginnen, ob sie die beschriebenen Praktiken genannter Firmen im Buch auch verstehen können als ein temporäres Phänomen bezüglich etablierten Wirtschaftsgebarens hinsichtlich des Übergangs von einzelwirtschaftlichem Handeln hin zu globalem Handeln. Etwas salopp: Glauben sie, dass die Globalisierungsbewegung erst noch erwachsen werden muss?

Nein, sie sprechen hier zwei verschiedene Sachen an. Das, was die Konzerne machen, ist einfach das, was immer schon gemacht wurde im Kapitalismus, nur der hat sich jetzt globalisiert und globalisiert heißt, es gibt keine Grenzen mehr – weder räumliche, noch zeitliche noch logistische - es ist alles schneller – und mit Hilfe des Internets- ist es anonymer geworden. Es gibt keine globalen Regeln. (more…)



Über diese Seite

Willkommen auf der Vernetzungsplattform zum Buch Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis von Klaus Werner-Lobo, das im September 2008 im Carl Hanser Verlag erscheint. Die Welt wird von multinationalen Konzernen und Multimillionären als Ware betrachtet, mit der man Profite machen kann. Menschenrechte, Demokratie, Wohlstand und eine gesunde Umwelt bleiben dabei auf der Strecke. Jetzt geht es darum, dass wir aufstehen und sagen: Das ist unsere Welt, wir lassen uns nicht verkaufen! Und schon gar nicht lassen wir uns für dumm verkaufen! (more…)



CSR-Lüge revisited

Das Feigenblatt beginnt zu rutschen. Wollen wir wirklich wissen, was dahinter steckt? Nicht nur KonsumentInnen, sondern auch Medien fragen sich endlich, was denn dran sei an der “Sozialen Unternehmensverantwortung”. Nach trend (s.u.) und Kölner Stadtanzeiger hat mich nun auch das feurige Jugend-Onlinemagazin chilli.cc gefragt, was wir den CSR-Predigern glauben sollen.

„CSR fördert einen langfristigen Vertrauensaufbau zwischen Unternehmen und Zielgruppen und sichert die Akzeptanz der marktwirtschaftlich-liberalen Wirtschaft“, sagt da einer von ihnen. Damit sagt er zumindest, worum’s geht. Im Winde wiegt sich das Feigenblatt.



Trend: “Das böse Geschäft mit dem guten Gewissen”

Das österreichische Wirtschaftsmagazin trend hat mich interviewt und eine kritische und gut recherchierte Titelgeschichte zum Thema “Corporate Social Responsibility” verfasst (Anm. die Printversion geht weit über die online-Version hinaus).

Das Schöne daran: Anders als die meisten Publikationen der letzten Zeit kommt der Artikel ohne den krampfhaften Versuch aus, an der Selbstbeweihräucherung der Konzerne auf Teufel komm raus (und an der Realität vorbei) was Gutes zu finden. Keine Hybridauto-Hymnen und keine LOHAS-Euphorie. Auch Labels wie das der Rainforest-Alliance, die Chiquita, Kraft Foods & Co. als “fair” zertifiziert (ich nenne das Fairtrash) werden als “billiger Ausweg” erkannt. Bravo!