Beiträge zum Stichwort ‘ Rezension ’

Il Giornale: Lavoro, sfruttamento: la faccia sporca delle multinazionali

Die italienische Tageszeitung Il Giornale vom 10.7.2009 über “Uns gehört die Welt!”:

Alzi la mano chi sa che Bill Gates non è l’uomo più ricco del mondo. Certo non è povero e i suoi averi ammonterebbero a 58 miliardi di dollari, più o meno l’equivalente del guadagno annuale di tutti gli abitanti dei 50 Paesi più indigenti del mondo messi insieme. E allora chi è il Paperone della Terra, ci si può domandare. Perbacco, è Warren Buffet, azionista americano che sul suo personalissimo «conto in banca» vede scritta la ragguardevole cifra di 62 miliardi di dollari e se un solo miliardo è costituito da mille milioni, fate voi quanti zeri ci sono in quel numero sterminato.
C’è un volume pronto per le vetrine delle librerie e che promette di far parlare a lungo di sè. Si intitola «Il libro che le multinazionali non ti farebbero mai leggere» (Newton Compton, pp.288, euro 12,90) ed è opera di un austriaco che ha toccato il nervo scoperto delle aziende più note al mondo. Quelle che troviamo a portata di carrello in ogni supermercato, quelle che ci provocano un brivido di soddisfazione quando ci portiamo a casa un loro prodotto. Spesso però non pensiamo a cosa si nasconde dietro a quel prodotto, quanti bambini hanno lavorato sottopagati, talvolta anche sfruttati perché un certo paio di scarpe o una maglietta possano arrivare nel cassetto del nostro armadio con il nostro orgoglio di acquirente perfetto.
Per loro, come per tutti gli sfruttati in generale, quel lavoro è l’unica fonte di sostentamento, per noi la normalità di una cadenza di vita a cui neppure facciamo più caso. La corsa inarrestabile verso il profitto si lascia alle spalle tutto, tritura ogni cosa purché una qualche cassa di un qualche negozio o supermercato batta quel determinato oggetto dopo averne letto il codice a barre o il numero di serie. L’autore del «Libro che le multinazionali non ti farebbero mai leggere», Klaus Werner Lobo si destreggia così nella giungla dei marchi più noti, indaga tra le pieghe dello sfruttamento minorile, cerca di capire come la dittatura dei grandi marchi ossessiona e condiziona i nostri consumi, le nostre scelte e, più in generale, la nostra vita. Non c’è area di lavoro che non venga passata al setaccio: le colture biologiche, le armi, la chimica farmaceutica, l’alta finanza, il petrolio. Il libro si conclude con una carrellata di schede che riassumono l’identikit dei principali marchi mondiali con relativi fatturati sedi, indirizzi internet e attività.



Terra: Un mondo senza consumismo è possibile

Die italienische Tageszeitung Terra schreibt heute:

In seinem Buch beschränkt sich der österreichische Journalist nicht auf eine lucide Abbildung der realen Konsequenzen einer auf ungezügeltem Konsumismus basierenden Welt. Auch wenn die Übermacht des Geldes und der Erfolgshunger unseren Lebensstil bestimmen, zeigt uns Klaus Werner-Lobo, dass eine Alternative gibt.

terra



Der Standard: “Der Clown und die Globalisierung”

Von Werner Hörtner, Standard Album 3./4.1.09:

Auch die Machtlosen können etwas bewirken: Das neue Buch von Klaus Werner-Lobo

„Uns gehört die Welt!” - Niemand würde sich wundern, wenn manch Konzerngewaltiger dies so unverblümt ausspräche. Wir haben uns daran gewöhnt, dass die Wirtschaft die Politik dominiert, dass Unternehmen Regierungen unter Druck setzen, Preise manipulieren, ihre Gewinne ins Astronomische steigern. So ist das eben, „da kann man nichts machen”, ist die resignierte Reaktion vieler Menschen. Aber nicht aller. Dass die Zahl der Nichtkonformisten zunimmt, die den Schattenseiten der Globalisierung kritisch begegnen, zeigte der Sensationserfolg von Schwarzbuch Markenfirmen von Klaus Werner-Lobo, von dem bisher 150.000 Exemplare verkauft wurden. (weiterlesen…)



Die Presse: “Wem die Welt gehört”

Von Michael Lohmeyer, Die Presse vom 29.11.2008:

Der Autor des „Schwarzbuchs Markenfirmen“ legt nach mehrjähriger Pause nach.

Die Ausgangsthese für dieses Buch ist eine nicht uninteressante Frage: Wem gehört die Welt? Die Antwort, die ihren Weg in den Titel des Buches gefunden hat, ist allerdings mehr eine Forderung als Realität, darauf deutet auch das Rufzeichen hin. „Uns gehört die Welt!“ will eine Anleitung sein, wie sich die Demokratie beleben lässt und Globalisierung nicht ein Schreckgespenst, sondern eine Chance sein kann.

Bestsellerautor Klaus Werner-Lobo, der nach Jahren in Berlin und Rio nun wieder in Wien lebt, knüpft mit der Neuerscheinung an sein „Schwarzbuch Markenfirmen“ an, von dem mittlerweile mehr als 150.000 Exemplare verkauft worden sind. Es geht, wie im Schwarzbuch, um „Macht und Machenschaften der Multis“, also um den Einfluss der multinationalen Konzerne. Sieben Jahre nach dem Schwarzbuch ist der Ansatz nun aber ein gänzlich anderer: Damals stand im Vordergrund, Missstände aufzuzeigen, heute geht es dem Autor darum herauszuarbeiten, dass es einen Ausweg gibt und dass ein jeder selbst die Lösung ist – oder zumindest sein kann. Der Autor bekennt sich dabei zu einer „Radikalität“, die er so definiert: „Wennes radikal ist zu glauben, dass ein jeder Mensch auf der Welt das Recht auf ein Leben in Würde hat, ja, dann ist dieses Buch radikal. Und einseitig, vielleicht ist es auch das. Weil es sich auf die Seite der Schwächeren schlägt, derer, die unter der Macht der Konzerne und Eliten zu leiden haben.“

Sein Buch will Anleitung sein und gibt Lösungsansätze für Zustände, die viele als Missstände empfinden, er bleibt aber am Boden und sagt, dass er keine „Bedienungsanleitung für erfolgreiche Weltverbesserung“ geben wolle und könne, denn „ich glaube, dass wir erfolgreicher und glücklicher sind, wenn wir nicht irgendwelchen Ideologien und Gurus nachlaufen. Stattdessen sollten wir uns auf unser eigenes G’spür verlassen und dabei anderen mit Respekt und Menschlichkeit gegenübertreten. Das schließt übrigens diejenigen, deren unsoziale Machenschaften wir kritisieren und bekämpfen, mit ein.“

Nicht alltäglich an dem Buch ist zudem der Ansatz, es auch für ein Zielpublikum zu optimieren, das es, vielen Unkenrufen zum Trotz, immer noch gibt: für Jugendliche. „Unsgehört die Welt“ richtet sich vor allem an diese Altersgruppe, und gewährleistet wird dies etwa auch dadurch, dass die 15-jährige Jana als erste Leserin am Buch mitgearbeitet hat – „radikal“ sozusagen, von der Wurzel her. Teilweise greift Jana auch direkt in die Gestaltung ein, etwa beim Interview mit „Presse“-Redakteur Thomas Seifert, der die besondere Rolle des Erdöls schildert.

Alles in allem ein Buch, das nicht nur darstellt, weshalb die derzeitige Form der „Globalisierung“ für viele eher als Gefahr gesehenwird denn als Chance, sondern auch aufzeigt, was Einzelne gegen eine derartige Entwicklung unternehmen können – wenn auch in einem sehr beschränkten Rahmen.



Aktiv gegen Kinderarbeit: “Sehr kurzweilig und gibt einen guten Überblick”

via Aktiv gegen Kinderarbeit:

Der Autor Klaus Werner-Lobo hat mit „dem Schwarzbuch Markenfirmen“ und „Dem neuen Schwarzbuch Markenfirmen“ schon in den vergangenen Jahren für Aufsehen gesorgt, indem er die Machenschaften der Großkonzerne schonungslos offen legte. Mit dem Buch „Uns gehört die Welt“ knüpft er daran an, geht aber viel mehr auf die Hintergründe und die Mechanismen in der Weltwirtschaft ein, die eben erst dazu führen, das die Ungleichverteilung in der Welt so groß ist und die Multis die Gelegenheit haben die Ärmsten noch weiter auszubeuten. Das Werk soll die breite Masse ansprechen, ist vom Schreibstil her leicht zu lesen und bringt die komplexen Zusammenhänge in der Weltwirtschaft sehr anschaulich rüber. Der Verfasser vermeidet zumeist trockene, theoretische Darstellung und fügt die einzelnen Kapitel zu einem flüssig lesbaren Text zusammen. Er bedient sich zuweilen selbst einer Sprache, die Großkonzerne für ihre Werbung benutzen und formt sie für seine Botschaften um („Geiz ist nicht geil“) und schreckt auch nicht vor Provokationen zurück. Durch diesen Schreibstil gelingt es ihm ein breites Publikum zu erreichen. Er beginnt die einzelnen Kapitel mit einem durchaus treffenden Zitat und bringt auch persönliche Erfahrungen und Meinungen in seine Berichte ein und wirkt so sehr authentisch und glaubwürdig. Seine Ausführungen sind mit Graphiken und Tabellen ergänzt und werden am Ende eines jeden Kapitels noch mal stichpunktartig zusammengefasst. Zudem gibt er nach jedem Kapitel weiterführende Informationen im Internet an und gibt so dem interessierten Leser eine Grundlage für weitere Recherche. Des weiteren gibt er dem Leser konkrete Handlungsvorschläge an die Hand, sei es der Boykott bestimmter Produkte, die Unterzeichnung von Petitionen oder der gewaltlose Widerstand. Für Leser, die einen schnellen Überblick über die Thematik haben wollen, ist das Buch durchweg empfehlenswert. Für bereits fachkundige wird allerdings wenig wirklich neues gesagt. Das Werk besticht durch das Konzept der kurzen Kapitel und der Firmenportraits am Ende. Insgesamt ist „Uns gehört die Welt“ sehr kurzweilig und gibt einen guten Überblick über die Machenschaften der Konzerne in der Welt.



Konsument: “Lust auf Veränderung”

aus Konsument 11/2008:

Buchtipp: “Uns gehört die Welt!”

Das „Schwarzbuch Markenfirmen“, erstmals im Jahr 2001 erschienen, hat sich zu einem Bestseller entwickelt, der in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Einer der Autoren, Klaus Werner-Lobo, hat nun ein neues Buch präsentiert, in dem wieder eine Menge aktualisierter Fakten zum Thema Macht und Machenschaften der Multis geboten werden. Werner-Lobo hat diesmal einen neuen Zugang gewählt. Das Motto des Schwarzbuches „Dieses Buch wird Sie wütend machen“ hat sich wohl nur zum Teil bewahrheitet. Der Autor selbst hat in Gesprächen die Erfahrung gemacht, dass viele Leser auch enttäuscht und ohnmächtig reagierten. Diese – und vor allem die Jugendlichen unter ihnen – will der Autor mit seinem neuen Werk gezielt ansprechen. Es werden nicht nur Zusammenhänge erklärt. So versucht Werner-Lobo das Brecht-Zitat eines armen Mannes, „Wär’ ich nicht arm, wärst du nicht reich“, mit einer Menge Zahlen und konkreten Beispielen zu belegen. Zusätzlich will Werner- Lobo aber auch Lust machen, Lust auf Veränderung. In jedem Kapitel geht er auf die Frage ein, wie eine bessere Welt aussehen könnte und was seine Leser dazu beitragen könnten.



Deutschlandradio: “David gegen den globalen Goliath”

Stefan May hat “Uns gehört die Welt!” für Deutschlandradio Kultur rezensiert: Anhören/Download (MP3, 7min.)

Zwölf Milliarden Menschen könnte die Erde ernähren, dennoch gibt es Hungersnöte. Die reichsten Deutschen, das Brüderpaar, dem die Supermarktkette Aldi gehört, besitzen so viel Geld, wie die ärmsten 40 Länder dieses Planeten jährlich erwirtschaften. 12 Millionen Kinder unter 14 Jahren arbeiten weltweit in der Exportindustrie. “Dieses Buch wird euch wütend machen”, schreibt Klaus Werner-Lobo im Vorwort zu seinem Buch “Uns gehört die Welt”.

Den Multis gehört die Welt, glaubt man den Ausführungen des Autors. Mit ihrer Macht setzen sie sich über Gesetze hinweg und gehen mit der Produktion ins Ausland, wenn sie meinen, dass ihnen unzumutbare Vorschriften gemacht würden oder die Herstellung zu teuer geraten könnte. Prominentestes Beispiel der jüngeren Vergangenheit ist der Abzug des Handyherstellers Nokia aus Deutschland.

Die meisten der großen Markenfirmen aber sind schon in Billiglohnländern: Sie lassen dort von Zulieferern produzieren, vielfach unter menschenunwürdigen Bedingungen: Stickige Räume, giftige Materialien, die Arbeiter und Arbeiterinnen dürfen nur zweimal am Tag für höchsten zehn Minuten die Toilette benützen, andernfalls gibt es Strafen. In manchen Firmen müssen die Arbeitnehmer an den Arbeitsstätten übernachten, zu hunderten in einem Schlafsaal. Urlaub gibt es nicht, die Arbeitszeit pro Tag liegt bei oft 14 und mehr Stunden, Mindestlohn ist unbekannt, die Lohnsklaven erhalten höchstens ein paar Cent pro Stunde, viel zu wenig zum Überleben oder gar, um eine Familie zu ernähren. So müssen auch die Kinder arbeiten.

Freie Gewerkschaften sind in China, wo die meisten Verstöße stattfinden, verboten. Die Markenfirmen werden immer wieder auf die Produktionsbedingungen hingewiesen, streiten sie entweder ab oder geloben Besserung, aber wenig passiert.

Es geht nicht nur um Ausbeutung der Menschen, auch die Natur wird nachhaltig von den multinationalen Konzernen geschädigt: In Brasilien wird auf riesigen Flächen Soja angebaut als Viehfutter, statt Getreide für die Bevölkerung zu pflanzen. “Das Vieh der Reichen frisst das Brot der Armen”, heißt es bei Werner-Lobo.

Der Autor geißelt die negativen Auswüchse der Globalisierung: ob es der Nestlé-Konzern ist, der in Entwicklungsländern sein Milchpulver anpreist und damit die Mütter vom Stillen abhält, was Krankheiten verursacht, wenn die Mütter das Milchpulver mit verunreinigtem Wasser mischen, oder die Deutsche Bank, die Spekulationsgeschäfte mit Nahrungsmitteln empfiehlt. Bill Gates kritisiert er für seinen Wohltätigkeitsfonds. Denn nur die Gewinne davon würden für die medikamentöse Behandlung von Kindern in armen Ländern ausgegeben, das Kapital komme unter anderem Ölkonzernen zugute, die mit Raubbau an der Natur gesundheitliche Schädigungen der Menschen verursachten.

Einige Passagen übernimmt Werner-Lobo aus seinem schon vor einigen Jahren erschienen Buch “Schwarzbuch Markenfirmen”. Etwa die Passage, als er sich als afrikanischer Rohstoffhändler ausgab und auf diese Weise herausbekam, dass der Chemiekonzern Bayer über eine Tochterfirma den für die Handyerzeugung wichtigen Rohstoff Tantal aus dem Kriegsgebiet Kongo bezog und somit Rebellen und Kinderarbeit unterstützte.

Für Leser ab 14 ist das Buch laut Autor geeignet, und das ist auch seine Zielgruppe, die der kritischen Jugendlichen: Werner-Lobo schreibt einfach, verständlich und erklärt viel. Nach jedem Kapitel gibt er Links an, die weiterführende Informationen geben. Werner-Lobo hetzt nicht, er lässt Recherchiertes sprechen. Trotzdem kein Zweifel, auf welcher Seite er steht.



Kirchenzeitung: “Zum Handeln ermutigen”

Von Susanne Huber, Kirchenzeitung 2008/43:

Kopf der Woche: Klaus Werner-Lobo

Die Armen werden immer ärmer, die Reichen immer reicher, der soziale Mittelstand schwindet. In seinem neuen Buch über die Macht und Machenschaften der Multis will Klaus Werner-Lobo dazu ermutigen, aktiv etwas dagegen zu tun.

Entstanden ist das Buch als Folge seiner Vorträge in Schulen über sein Erfolgs-Werk „Schwarzbuch Markenfirmen“. Darin werden jene multinationalen Unternehmen porträtiert, die von Ausbeutung, Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen leben. „Im Gespräch mit den jungen Leuten habe ich bemerkt, dass sie nicht so politikverdrossen und konsumgeil sind, wie man sie darstellt. Erklärt man ihnen die Zusammenhänge zwischen internationaler Wirtschaftspolitik und unserem Alltag, sind sie plötzlich sehr interessiert“, sagt der Autor. Dieses Interesse will er in seinem neuen Buch fördern und zum Mitreden und aktiven Handeln gegen Konsumterror, Ausbeutung und Diskriminierung ermutigen. Nötig seien dazu Selbstvertrauen nach dem Motto „lebe deine Träume“; Informationen über die wirtschaftlichen Interessen, die dahinter stecken; solidarisches Handeln verbunden mit Spaß und „Zivilcourage, die täglich gelebt werden soll.“

Clown. Klaus Werner-Lobo ist aber nicht nur Autor und Journalist, sondern auch Clown. „Ich habe vier Jahre in Brasilien gelebt, bin dort in eine Schauspielschule gegangen und habe Kurse bei Clowns absolviert. Das setze ich in meinen Vorträgen ein. Denn ich will bei den Leuten nicht nur den Kopf ansprechen, sondern auch den Bauch“, sagt der gebürtige Salzburger.

- Buchtipp: „Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis“ von Klaus Werner-Lobo. Hanser Verlag 2008, Euro 16,90.


Klaus Werner-Lobo: „Wenn jeder Mensch im Rahmen seiner Möglichkeiten täglich Zivilcourage zeigt und lebt, dann haben wir morgen eine bessere Welt.”



Solidarität: “Die dunkle Macht der Multis”

ÖGB-Zeitschrift Solidarität, Oktober 2008:



taz: “Erfrischend geradeaus und klar”

Von Angelika Ohland, taz-Magazin vom 18.10.2008:

(…) Von ganz anderem Kaliber ist Klaus Werner-Lobo. Der österreichische Umweltjournalist und -aktivist ist erfrischend geradeaus und klar. Nach seinem Bestseller “Schwarzbuch Markenfirmen” berichtet das Gewissen des globalen Marktes für Jugendliche verständlich von “Macht und Machenschaften der Multis”. Werner-Lobo hat ein zutiefst parteiisches Buch geschrieben - gegen eine Globalisierung, die die Reichen reicher und die Armen ärmer und vor allem noch abhängiger macht. Da gibt es nichts zwischen den Zeilen zu lesen, und diese Offenheit ist entwaffnend. Werner-Lobo erklärt Weltbank und Shareholder-Value - immer unter der Fragestellung: Was nützt den Armen, was den Reichen? Keine der Firmen, die er an den Pranger stellt, hat bislang gegen das Buch geklagt. An mangelndem Rechtsbeistand wird es nicht liegen.