Beiträge zum Stichwort ‘ Radio ’

Zündfunk: 10 Jahre Gipfelsturm – Und jetzt?

Bayern 2: ZÜNDFUNK - Generator vom 26.7.09

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Zehntausende demonstrieren im November 1999 gegen den Millenniumsgipfels der Welthandelsorganisation WTO. Heftige Straßenschlachten rufen zum ersten Mal eine neue Protestbewegung ins Bewusstsein der Öffentlichkeit: die Globalisierungskritik ist geboren. Schon ein Jahr zuvor hat sich in Frankreich der Verein Attac gegründet. Sein Motto: “Eine andere Welt ist möglich!” Was ist aus der globalisierungskritischen Bewegung geworden? Hat das Ringen um eine „andere Welt“ Erfolge gezeigt? Darüber hat der Zündfunk am 14. Juli in München im Café Muffathalle diskutiert.

TeilnehmerInnen:

KLAUS WERNER-LOBO
NICOLE GOHLKE,  Die Linke
ULRICH BRAND, Bundeskongress Internationalismus
HAGEN PFAFF, Attac München



Zündfunk: Ethischer Konsum, oder: Kann man sich eine bessere Welt kaufen?

Bayern 2: ZÜNDFUNK - Generator vom 12.7.09

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Mit dem Buch “No Logo” der kanadischen Autorin Naomi Klein ertönte im Jahr 2000 eine neue Stimme in der globalisierungskritischen Bewegung. Klein führte zum ersten Mal auf, unter welchen Bedingungen stylische Klamotten oder Laptops von transnational agierenden Unternehmen produziert werden. Die Folge waren Kampagnen, Proteste und ein Bewusstseinswandel, der weit über die globalisierungskritische Bewegung hinaus ging: Als Konsument hat man Macht! Das dachten sich von da an auch Menschen, die sich vorher eher weniger um Politik geschert haben. Die fair gehandelte Banane erlebte einen kometenhaften Aufstieg und mit ihr kamen die LOHAS - die, die die Idee vom ethischen Konsum zum Lifestyle erhoben. Aber: Kann man sich wirklich eine bessere Welt kaufen? Der Zündfunk spricht darüber mit Christoph Harrach von Karmakonsum.de, bekennender LOHAS-Anhänger, sowie mit Claudia Langer, Gründerin von utopia.de. Ihr Credo frei nach Mahatma Ghandi: Fang bei dir selbst an, wenn du was ändern willst. Klaus Werner-Lobo, Autor von “Schwarzbuch Markenfirmen”, gehen Informationsnetzwerke für nachhaltiges Leben aber nicht weit genug - ebensowenig wie Hagen Pfaff von attac: Denn kauft man sich mit der fair gehandelten Banane nicht einfach nur ein gutes Gewissen?



Zündfunk: Interview mit Klaus Werner-Lobo

Zündfunk Studio 12, 7.1.09 um 19h auf Bayern 2

Klaus Werner-Lobo präsentiert sein neues Buch: “Uns gehört die Welt”. Es ist eine angenehm verständlich verfasste Abhandlung über den globalen Handel und die Macht der Konzerne.

Zum Interview (mp3, 10min.)



Radio Insieme: Interview mit Klaus Werner-Lobo

radioinsieme versucht im Gespräch mit Buchautor Klaus Werner-Lobo, das liebe Geld, die Wirtschaft, die Finanzkrise, die Welt und irgendwie die Menschen zu verstehen.

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Ö1: “Kapitalismus als Sieg der Vernunft oder Herrschaft der Wölfe?”

Ö1 “Von Tag zu Tag”, 19.11. 14:05

Zwei entgegengesetzte Sichtweisen: Im Buch “Uns gehört die Welt” klagt der Journalist und Autor Klaus Werner-Lobo mehrere große internationale Firmen an, Menschenrechte zu verletzen und Wohlstand zu zerstören.

Anders Manfred Drennig, jahrzehntelang in leitender Position im Bankwesen und in der Industrie tätig: In seinem Buch “Tauschen und Täuschen” beschreibt er den heutigen Kapitalismus als notwendige Folge der Entwicklung menschlicher Vernunft im Lauf der Geschichte.

Beide sind sich in einem Punkt einig: Das Wachstum der letzten Jahre war ungleich verteilt, der Abstand zwischen Armen und Reichen ist auch in den Unternehmen selbst größer geworden. Aber welche Konsequenzen sind daraus zu ziehen?

Darüber diskutieren Manfred Drennig und Klaus Werner-Lobo als Gäste von Johann Kneihs.



WDR 3 Resonanzen: “Eine kleine Einkaufsrevolution”

Klaus Werner Lobo ist ein österreichischer Journalist, Buchautor, Globalisierungskritiker und im Nebenberuf: Clown. Sein Buch “Schwarzbuch Markenfirmen. Die Machenschaften der Konzerne” von 2001 wurde ein Bestseller. Jetzt hat er mit “Uns gehört die Welt. Macht und Machenschaften der Multis” eine Art globalisierungskritisches Handbuch für junge Leser veröffentlicht. Es richtet sich speziell an junge Leser, weil nach Lobos Ansicht vor allem Kinder und Jugendliche nicht bereit sind, Ungerechtigkeiten hinzunehmen und viel weniger zynisch als Erwachsene reagieren. In den “Resonanzen” spricht er über sein Buch und seine clowneske Herangehensweise an globalpolitische Themen.



Deutschlandradio: “Über die Strategien der Kommunikationsguerilla”

Anlässlich des Fakes der New York Times durch die Yes Men hat mich Deutschlandradio Kultur zum Thema Kommunikationsguerrilla interviewt.

Hier zum Nachhören (6:58 Minuten)



Deutschlandfunk: “Mensch, willst du ewig kaufen?”

Michael Reitz vom Deutschlandfunk hat mich für ein Radiofeature über “Kommunikationsguerilla gegen Konsumkultur” interviewt (pdf-Transkript der Sendung).

Werbetafeln, beklebt mit: “Reklame verboten”. “Wir freuen uns auf Ihre nächsten Entlassungen und unsere Gehaltserhöhungen”, besagt die PR-Kampagne einer Bank. Amtliche Briefe fordern Notopfer für den Afghanistankrieg. Zeichen dafür, dass die Kommunikationsguerilla mal wieder zugeschlagen hat.

Ihr Ziel: die “subversive Kommunikation” über Konkurrenz, Leistungsdenken und Zeitgeist. Außerdem: den Konsum lächerlich zu machen, denn er bestimme nach ihrer Auffassung unser Leben.

Ihre Mittel: die spaßhafte Unterwanderung, Protest durch Chaos, “Fakes” von Werbebotschaften und politischen Verlautbarungen.

Die Guerilleros arbeiten im Verborgenen, überall in Europa. Der Autor hat sie bei Planung und Ausführung ihrer Aktionen beobachtet, beim Versuch, die Wahrheit über diejenigen zu sagen, deren Geschäft das Lügen ist.



Radio Orange: Klaus Werner-Lobo auf Radio Insieme

3. Dezember 2008
12:00bis13:00

Radio Orange 94.0: Klaus Werner-Lobo auf Radio Insieme



Deutschlandradio: “David gegen den globalen Goliath”

Stefan May hat “Uns gehört die Welt!” für Deutschlandradio Kultur rezensiert: Anhören/Download (MP3, 7min.)

Zwölf Milliarden Menschen könnte die Erde ernähren, dennoch gibt es Hungersnöte. Die reichsten Deutschen, das Brüderpaar, dem die Supermarktkette Aldi gehört, besitzen so viel Geld, wie die ärmsten 40 Länder dieses Planeten jährlich erwirtschaften. 12 Millionen Kinder unter 14 Jahren arbeiten weltweit in der Exportindustrie. “Dieses Buch wird euch wütend machen”, schreibt Klaus Werner-Lobo im Vorwort zu seinem Buch “Uns gehört die Welt”.

Den Multis gehört die Welt, glaubt man den Ausführungen des Autors. Mit ihrer Macht setzen sie sich über Gesetze hinweg und gehen mit der Produktion ins Ausland, wenn sie meinen, dass ihnen unzumutbare Vorschriften gemacht würden oder die Herstellung zu teuer geraten könnte. Prominentestes Beispiel der jüngeren Vergangenheit ist der Abzug des Handyherstellers Nokia aus Deutschland.

Die meisten der großen Markenfirmen aber sind schon in Billiglohnländern: Sie lassen dort von Zulieferern produzieren, vielfach unter menschenunwürdigen Bedingungen: Stickige Räume, giftige Materialien, die Arbeiter und Arbeiterinnen dürfen nur zweimal am Tag für höchsten zehn Minuten die Toilette benützen, andernfalls gibt es Strafen. In manchen Firmen müssen die Arbeitnehmer an den Arbeitsstätten übernachten, zu hunderten in einem Schlafsaal. Urlaub gibt es nicht, die Arbeitszeit pro Tag liegt bei oft 14 und mehr Stunden, Mindestlohn ist unbekannt, die Lohnsklaven erhalten höchstens ein paar Cent pro Stunde, viel zu wenig zum Überleben oder gar, um eine Familie zu ernähren. So müssen auch die Kinder arbeiten.

Freie Gewerkschaften sind in China, wo die meisten Verstöße stattfinden, verboten. Die Markenfirmen werden immer wieder auf die Produktionsbedingungen hingewiesen, streiten sie entweder ab oder geloben Besserung, aber wenig passiert.

Es geht nicht nur um Ausbeutung der Menschen, auch die Natur wird nachhaltig von den multinationalen Konzernen geschädigt: In Brasilien wird auf riesigen Flächen Soja angebaut als Viehfutter, statt Getreide für die Bevölkerung zu pflanzen. “Das Vieh der Reichen frisst das Brot der Armen”, heißt es bei Werner-Lobo.

Der Autor geißelt die negativen Auswüchse der Globalisierung: ob es der Nestlé-Konzern ist, der in Entwicklungsländern sein Milchpulver anpreist und damit die Mütter vom Stillen abhält, was Krankheiten verursacht, wenn die Mütter das Milchpulver mit verunreinigtem Wasser mischen, oder die Deutsche Bank, die Spekulationsgeschäfte mit Nahrungsmitteln empfiehlt. Bill Gates kritisiert er für seinen Wohltätigkeitsfonds. Denn nur die Gewinne davon würden für die medikamentöse Behandlung von Kindern in armen Ländern ausgegeben, das Kapital komme unter anderem Ölkonzernen zugute, die mit Raubbau an der Natur gesundheitliche Schädigungen der Menschen verursachten.

Einige Passagen übernimmt Werner-Lobo aus seinem schon vor einigen Jahren erschienen Buch “Schwarzbuch Markenfirmen”. Etwa die Passage, als er sich als afrikanischer Rohstoffhändler ausgab und auf diese Weise herausbekam, dass der Chemiekonzern Bayer über eine Tochterfirma den für die Handyerzeugung wichtigen Rohstoff Tantal aus dem Kriegsgebiet Kongo bezog und somit Rebellen und Kinderarbeit unterstützte.

Für Leser ab 14 ist das Buch laut Autor geeignet, und das ist auch seine Zielgruppe, die der kritischen Jugendlichen: Werner-Lobo schreibt einfach, verständlich und erklärt viel. Nach jedem Kapitel gibt er Links an, die weiterführende Informationen geben. Werner-Lobo hetzt nicht, er lässt Recherchiertes sprechen. Trotzdem kein Zweifel, auf welcher Seite er steht.