Beiträge zum Stichwort ‘ Novartis ’

Public Eye People’s Award 2009

Die Public Eye Awards zeigen den Akteuren der Weltwirtschaft, dass menschen- und umweltverachtende Geschäftspraktiken Konsequenzen  haben - für die davon Betroffenen, aber auch für das Firmenimage. Die übelsten Unternehmen des Jahres erhalten Schmähpreise, die vorbildlichste Initiative wird mit dem Public Eye Positive Award geehrt.

Worum geht`s?

Durch die Liberalisierung der Märkte wächst der Spielraum der Konzerne rasant. Nationale Gesetze setzen keinen ausreichenden Rahmen mehr und das freiwillige Engagement der Unternehmen ist häufig reine Imagepolitur. Ob es um die Patentierung überlebenswichtiger Medikamente geht, um rücksichtslose Rohstoffgewinnung oder die Ausbeutung von Arbeiterinnen und Arbeitern: Die Raffgier der in Davos versammelten Global Player treibt stinkende Blüten. Deshalb ist es im Kriesenjahr wichtiger denn je, dass Unternehmen ihre soziale und ökologische Verantwortung weltweit wahrnehmen.

An dieser Stelle könnt ihr darüber abstimmen, welcher Konzern neu in die Hall of Pain einzieht und den Public Eye People’s Award erhält. Die Abstimmung läuft vom 15.- 27. Januar 2009.



Kinder als Versuchskaninchen

Bei Medikamententests in einer indischen Klinik kamen 49 Babys ums Leben. Nichtregierungsorganisation behaupten, dass dort neue Medikamente an Kindern aus armen und ungebildeten Familien getestet worden. Die Eltern seien gar nicht oder nur unzureichend über die Versuchsreihen informiert worden. Indien ist besonders beliebt für klinische Versuche, da die Kosten dort bis zu 60 Prozent billiger seien als in Europa. Die Auftraggeber der tödlichen Tests waren westliche Pharmafirmen, berichtet die Süddeutsche Zeitung - leider, ohne die Namen der Konzerne zu nennen. Zwei von ihnen - die Schweizer Firmen Novartis und Roche - findet man dafür in Berichten der französischen Presseagentur AFP und in der Zeitung Le Monde über den Fall.