Beiträge zum Stichwort ‘ Menschenrechte ’

Jetzt neu: “Uns gehört die Welt!” aktualisiert als Taschenbuch

udwneuSoeben ist “Uns gehört die Welt!” in aktualisierter Neuauflage als Taschenbuch bei dtv Reihe Hanser erschienen.

Die Globalisierung hat viele reich, doch die Mehrheit der Weltbevölkerung noch ärmer gemacht. Große Konzerne verfolgen vor allem ein Ziel: den maximalen Profit. Menschenwürdige Arbeitsbedingungen, ethische Grundsätze und Umweltschutz werden dem viel zu häufig geopfert.

Warum das so ist, ergründet dieses Buch. Es zeigt zugleich, dass keiner von uns machtlos ist. Klaus Werner-Lobo erklärt die Zusammenhänge zwischen der Weltwirtschaft und unserem persönlichen Leben, die Ursachen für Armut, Kinderarbeit und Umweltzerstörung und zeigt, wie jeder Einzelne dem etwas entgegensetzen kann.

Pressestimmen:

“Gut recherchiert, verständlich geschrieben, dazu kommen als Service viele Links und Aktionstipps.” (Greenpeace-Magazin)

“Das Thema ist ein schwer verdaulicher Brocken, doch die Mythen der globalisierten Welt werden leicht lesbar enttarnt. Spannend wie ein Krimi.” (Solidarität)

“Werner-Lobo schreibt einfach, verständlich und erklärt viel. Er hetzt nicht, sondern lässt Recherchiertes sprechen. Trotzdem kein Zweifel, auf welcher Seite er steht.” (Deutschlandradio)

“Erfrischend geradeaus und klar. Diese Offenheit ist entwaffnend. Keine der Firmen, die
er an den Pranger stellt, hat bislang gegen das Buch geklagt. An mangelndem Rechtsbeistand wird es nicht liegen.” (taz)

“‘Uns gehört die Welt!’ ist eine angenehm verständlich verfasste Abhandlung über den globalen Handel und die Macht der Konzerne sowie die Forderung an uns, an diesem Leben mehr Anteil zu nehmen.” (Süddeutsche Zeitung)

“Ein Buch, das nicht nur darstellt, weshalb die derzeitige Form der ‘Globalisierung’ für viele eher als Gefahr gesehen wird denn als Chance, sondern auch aufzeigt, was Einzelne gegen eine derartige Entwicklung unternehmen können.” (Die Presse)

“Das Buch ist sehr klug und nützlich!” (Jean Ziegler)

“Das Buch hat mein Leben völlig umgekrempelt, mich radikalisiert und wütend gemacht. Ich möchte, dass es so viele Leute wie möglich lesen: Mein Buch des Jahres.” (Charlotte Roche)

Klaus Werner-Lobo: Uns gehört die Welt!
Macht und Machenschaften der Multis

Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2010
288 Seiten, € 8,95
mit Firmenporträts und Abbildungen
ISBN: 978-3-423-62452-7

Bestellen bei dtv, Bookzilla oder bei Amazon



Leichtathletik-WM: Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen bei Hauptsponsor Adidas

via INKOTA-Netzwerk:

Berlin, 12. August 09 – Die Kampagne für Saubere Kleidung kritisiert den Hauptsponsor der
Leichtathletik-Weltmeisterschaft. „Adidas stattet die Sportler und Helfer mit Sportbekleidung
aus, die unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt wird“, sagt Julia Thimm
von der Kampagne für Saubere Kleidung/INKOTA-netzwerk. „Trotz Verhaltenskodex und einer
Abteilung für Unternehmensverantwortung hat sich die Situation für die Arbeiter in den
Zuliefererbetrieben nicht verbessert.“ Sportmarken wie Adidas und Puma lassen in Fabriken in
Asien, Lateinamerika und Osteuropa produzieren, in denen es nachweislich zu massiven
Arbeitsrechtsverletzungen kommt.

In der weltweiten Sportbekleidungsindustrie leiden die Arbeiter unter vier Kernproblemen: extreme
Niedriglöhne, Missbrauch von Kurzzeitverträgen und andere unsichere Beschäftigungsformen,
Verstöße gegen die Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Tarifverhandlungen sowie kurzfristige
Betriebsschließungen aufgrund von Umstrukturierungen.

Neben den strukturellen Problemen kritisiert die Kampagne für Saubere Kleidung Adidas auch in
Einzelfällen. Seit Jahren suchen indonesische Gewerkschafter nach neuer Anstellung, nachdem sie
aus den Adidas-Zulieferern PT Spotec und PT Panarub entlassen worden sind. „Sie werden nicht
eingestellt, weil Fabrikbesitzer befürchten, dass sie die Arbeiter gewerkschaftlich organisieren“, sagt
Thimm. Da die Arbeiter über jahrelange Erfahrung in der Textilindustrie verfügen, geht die Kampagne
für Saubere Kleidung davon aus, dass sie diskriminiert werden.

Zur Leichtathletik-WM fordert die Kampagne für Saubere Kleidung Adidas mit Nachdruck auf,
internationale Arbeitsrechte sowie den eigenen Verhaltenskodex einzuhalten. „Zu Werbezwecken
unterstützten die Sportmarken große Sportereignisse mit hohen Summen – so wie jetzt Adidas die
Leichtathletik-WM, aber sie sind nicht bereit, in die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsbedingungen
in den Produktionsländern zu investieren. Der Verhaltenskodex und die Abteilung für
Unternehmensverantwortung dienen allein der Imagepflege; an den Arbeitsbedingungen vor Ort hat
sich bisher nichts geändert“, sagt Thimm.

Die Kampagne für Saubere Kleidung stellt mit Projekten wie der Joint Initiative on Corporate
Accountability and Workers Rights (Jo-In) konkrete Lösungen der Probleme vor. „Adidas setzt für alle
anderen Unternehmensbereiche überprüfbare Leistungsziele fest. Das muss auch für Sozial- und
Arbeitsstandards gelten“, fordert Thimm.



jetzt.de: Zum Beispiel Festung Europa - Wie Italien Bootsflüchtlinge umschifft

jetztde Klaus Werner-Lobos Wirtschaftskolumne auf jetzt.de

Vor ein paar Wochen habe ich hier Vorschläge gemacht, was jeder und jede Einzelne von uns zu einer besseren Welt beitragen kann – und dabei vor allem auf Selbstvertrauen, Information, Solidarität und Zivilcourage Wert gelegt.

Der deutsche Journalist und Menschenrechtsaktivist Elias Bierdel ist einer, der all das seit langem praktiziert. Gemeinsam mit dem Schiffskapitän Stefan Schmidt hat er 37 Schiffbrüchige vor dem Ertrinken gerettet. Die Geretteten waren Menschen, die von Afrika nach Europa fliehen wollten. Und deshalb soll nun gezielt die Existenz ihrer Retter zerstört werden: Beiden drohen vier Jahre unbedingte Haft und eine Geldstrafe von je 400.000 Euro. Kommende Woche findet im sizillianischen Agrigent der entscheidende Prozess statt.

Was ist passiert? (weiterlesen…)



Menschenrechts-Prozess gegen Shell

via Der Standard, 6.4.2009:

Bestochene Zeugen und Geld für mörderische Sicherheitskräfte in Nigeria - Öl-Gigant Shell drohen hunderte Millionen Euro Strafe

Der Öl-Gigant Shell steht im Mai wegen der Verletzung von Menschenrechten in Nigeria vor Gericht. Hunderte Millionen Euro Strafe drohen - Von Michael Möseneder

New York / Abuja - “Shell Nigeria legt größten Wert darauf … ein guter Nachbar zu sein und zu Nachhaltigkeitsinitiativen beizutragen” verkündet die nigerianische Niederlassung des Erdölkonzerns auf ihrer Homepage. Vor einem Gericht in New York muss das Unternehmen bald beweisen, dass diese hehren Ziele schon vor 14 Jahren gegolten haben - und man damals nichts mit der Hinrichtung einer Gruppe von Bürgerrechtlern um Ken Saro-Wiwa zu tun hatte.

Wie der britische Observer am Sonntag berichtete, stehen der britisch-niederländische Konzern sowie ein einzelner Manager im Mai vor einem US-Bundesgericht. Der Vorwurf: Shell soll in den 90er-Jahren Einsätze von Sicherheitskräften gegen die Einwohner des Niger-Deltas finanziert haben und beim Prozess gegen die “Ogoni 9″ Zeugen bestochen haben. (weiterlesen…)



Nike hofft bei Jagd auf Web-Nutzer auf Chinas Hilfe

Ausgerechnet mithilfe der chinesischen Behörden wolle der Sportartikel-Hersteller Nike die Identität eines chinesischen Internet-Nutzers ausforschen, berichtet das Online-Magazin Winfuture. Dieser hatte behauptet, der Konzern habe einen Hürdenäufer gedrängt, nicht beim Finale der Olympischen Spiele anzutreten.

Das repressive Regime Chinas ist bekannt dafür, dass immer wieder kritische InternetuserInnen ausgeforscht und teilweise zu unmenschlichen Haftstrafen verurteilt werden.



Deutsche Bank: Geschäfte mit Diktatoren und Umweltsündern

Die Deutsche Bank ist in Bürgerkriege, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen verstrickt. Dies belegt die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald in einem Dossier, das sie anlässlich der Hauptversammlung der Deutschen Bank am 29. Mai veröffentlicht hat:

“Die Deutsche Bank unterzeichnet gerne und häufig ökologische und soziale Nachhaltigkeitserklärungen. Unsere Recherchen zeigen jedoch, dass dies reine Imagepolitur ist, denn bei der Wahl ihrer Geschäftspartner kennt sie keine Skrupel und stellt auch den schwärzesten Schafen Finanzierungen bereit”, erklärt Dr. Barbara Happe, verantwortlich für die Studie. Das Dossier Deutsche Bank: ein fragwürdiges Markenzeichen stellt acht besonders umstrittene Finanzdienstleistungen der Deutschen Bank aus den letzten Jahren vor. Der deutsche Bankenprimus gibt Kredite an Firmen, die Bürgerkriege anheizen wie das Goldunternehmen AngloGold Ashanti in der DR Kongo oder das Ölkonglomerat CNPC/PetroChina im Sudan und stellt sich als Hausbank für die korrupte Regierung Turkmenistans zur Verfügung. Sie ist Partner für Umweltsünder und Wasservergifter in Indien und Indonesien. Außerdem hat sie das ganze Programm der Nuklear-Branche im Angebot, vom Uranbergbau über einen Nuklear-Power-Index bis hin zu Geschäften mit Firmen, die Uran-Waffen produzieren.



Indigenes Volk ohne Zivilisationskontakt in Amazonien entdeckt

An der Grenze zwischen Brasilien und Peru entdeckten Forscher der brasilianischen Behörde zum Schutz indigener Völker FUNAI nach 20 Stunden Flug eines von vier dort lebenden Völkern, die noch niemals Kontakt zur westlichen Zivilisation gehabt haben. Das berichtet die Online-Zeitung UOL.

Die Männer des Volkes versuchten, das Flugzeug mit Pfeil und Bogen zu beschießen, während sich Frauen und Kinder versteckten. “Wir sind glücklich über diese ‘Empfang’, denn er zeigt, dass dort noch alles in Ordnung ist”, sagte der Expeditionsleiter. Die FUNAI veröffentlichte die aus der Luft aufgenommenen Bilder, um die Unterstützung der Regierungen Brasiliens und Perus zum Schutz dieser Völker zu gewinnen - also der weiteren Verhinderung des Kontakts mit westlichen Zivilisationen. Indigene Gemeinschaften im Amazonasgebiet sind vor allem durch die Interessen der Rohstoff- und Agrarindustrie, zunehmend aber auch von evangelikalen Missionaren bedroht.

Auf der ganzen Welt gibt es nur noch 100 isoliert lebende Völker, davon 40 in Brasilien.



EU-Parlament kritisiert europäische Menschenrechtspolitik

via netzpolitik.org: Das Europäischen Parlament hat am 8. Mai 2008 einen Entschließungs-Antrag zu dem Jahresbericht 2007 zur Menschenrechtslage in der Welt und zur Menschenrechtspolitik der Europäischen Union verabschiedet.

Das Parlament fordert dort z.B “die Kommission nachdrücklich auf, (…) dafür zu sorgen, dass die wirtschaftlichen Tätigkeiten privater EU-Unternehmen in Drittländern internationalen Menschenrechtsstandards entsprechen, insbesondere hinsichtlich der Ausbeutung natürlicher Ressourcen und der internationalen Verpflichtung, von den betroffenen örtlichen Gemeinschaften und der betroffenen indigenen Bevölkerung vorab eine Zustimmung in voller Sachkenntnis einzuholen. (weiterlesen…)



Olympiareife CSR

Die Olympischen Spiele in China bringen wenigstens ein bisschen mediale Aufmerksamkeit für ein paar Menschenrechts-Facts, die sonst gerne ignoriert werden, weil man mit der kommukapitalistischen Diktatur so gut Geschäfte machen kann.

Human Rights Watch hat einen Bericht über die 12 Hauptsponsoren der Spiele veröffentlicht. Darunter Coca-Cola, Johnson & Johnson, Kodak, Lenovo, McDonald’s, Panasonic, Samsung und Visa. Kernaussage: Deren Bekenntnisse zur Sozialen Unternehmensverantwortung (CSR) seien nichts als heiße Luft: (weiterlesen…)



Über diese Seite

Willkommen auf der Vernetzungsplattform zum Buch Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis von Klaus Werner-Lobo, das im September 2008 im Carl Hanser Verlag erscheint. Die Welt wird von multinationalen Konzernen und Multimillionären als Ware betrachtet, mit der man Profite machen kann. Menschenrechte, Demokratie, Wohlstand und eine gesunde Umwelt bleiben dabei auf der Strecke. Jetzt geht es darum, dass wir aufstehen und sagen: Das ist unsere Welt, wir lassen uns nicht verkaufen! Und schon gar nicht lassen wir uns für dumm verkaufen! (weiterlesen…)