Werbeartikel der Linkspartei: Made in Bangladesch
“Die jetzige Form der Globalisierung führt zu großem Leid und großem Elend”. Auf diese Weise formuliert Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine die Konsequenzen der zunehmenden Vernetzung der Welt. Xaver Glass, ein Jura-Studenten aus Frankfurt am Main, enthüllte nun die Doppelmoral hinter dieser Aussage. Nach einer Mensa-Debatte über die Ehrlichkeit der Parteien beim Thema Globalisierung bestellte er im Online-Shop der Linkspartei das Produkt P000097. Ein rotes T-Shirt mit dem unauffälligen Logo der Partei- Preis: 8,50 Euro. `Made in Bangladesh` prangt auf dem Etikett. Mindestlöhne, hierzulande ein Progammpunkt der Linken, außerhalb Deutschlands anscheinend kein Thema.
Dabei wären sie dort noch bedeutender: “Bangladesch ist ein schreckliches Beispiel”, sagt Jörg Köther, Sprecher der für die Textilbranche zuständigen Gewerkschaft IG Metall. Im Sommer 2006 kam es aus Protest gegen einen monatlichen Mindestlohn von umgerechnet elf Euro sogar zu Unruhen. Die IG Metall unterstützt eine Kampagne für “saubere Kleidung” (Clean Clothes Campain). “Sauber” ist Kleidung, welche ohne Kinder- oder Zwangsarbeit und unter Einhaltung sozialer Mindeststandards produziert wurde.
Bei der Linkspartei ist man sich indes keiner Schuld bewusst und reicht den scharzen Peter an die produzierenden Firmen weiter. Pikant: Ebenfalls im Online-Shop der Linken erhältlich, ist ein Buch, welches Aufsätze zum Thema “Globale Gerechtigkeit” enthält. Der Titel: “Eine andere Welt”.




