Beiträge zum Stichwort ‘ Klimaschutz ’

Plakatwerbung gegen “Klimaschwein Mercedes”


Greenpeace-Aktivisten demonstrierten in Berlin gegen die klimaschädliche Modellpolitik von Mercedes-Benz. Zehn Greenpeace-Kletterer haben den neuen Mercedes-Benz Gelaendewagen GLK auf einem grossen Werbeplakat zu einem Klimaschwein umdekoriert. Auf dem 50 mal 17 Meter grossen Plakat ist das Auto jetzt mit rosa Ohren und Schnauze zu sehen.



Vattenfall täuscht die Öffentlichkeit beim Klimaschutz

via Greenpeace:

Vattenfall zerstört das Klima, steht auf dem Schild eines grünen Männchens, das heute auf dem Berliner Alexanderplatz eine PR-Aktion von Vattenfall stört. Der Protest richtet sich gegen die Vattenfall-Kampagne unter dem irreführenden Titel Klimaunterschrift, mit der sich der Energieerzeuger derzeit ein grünes Mäntelchen umhängen will. In der Kampagne stellt er sich europaweit als besorgten Konzern dar, dem Klimaschutz wichtig ist. Er fordert Verbraucher zum Handeln auf, steckt aber Milliarden in den Bau klimaschädlicher Kohlekraftwerke. Daher stellt Greenpeace heute eine neue Internetseite ins Netz. Unter www.klimaunterschrift-vattenfall.de persifliert die Umweltschutzorganisation die Klimaunterschrift-Kampagne und entlarvt die Desinformation. Weiterlesen…



foodwatch-Report “Klimaretter Bio?”

Die Landwirtschaft ist für mehr als 13 Prozent der in Deutschland ausgestoßenen Treibhausgase verantwortlich. Trotzdem ignoriere die Politik diesen Bereich bisher, kritisiert die Verbraucherorganisation foodwatch. Sie hat wissenschaftlich untersuchen lassen, wo in der Landwirtschaft die meisten Treibhausgase entstehen und wie sie reduziert werden können. Und gefragt: Ist Bio-Essen besser für das Klima?

Wer Bioprodukte kauft, schützt auch das Klima - so denken vermutlich viele Verbraucher. Aber ist das wirklich richtig? Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) hat untersucht, was die herkömmliche und die ökologische Landwirtschaft jeweils zum Treibhauseffekt beitragen. Die Ergebnisse hat foodwatch in dem Report “Klimaretter Bio?” zusammengefasst.

Ergebnis der Studie: Die Landwirtschaft verursacht in Deutschland annähernd so viele klimaschädliche Gase wie der Straßenverkehr, nämlich 13 Prozent der Treibhausgase insgesamt. Sowohl konventionelle als auch ökologische Landwirtschaft tragen dabei erheblich zum Treibhauseffekt bei. Die ökologische Landwirtschaft verursacht zwar rund 15 bis 20 Prozent weniger Treibhausgase. In der Milch- und Rindfleischproduktion schneiden Bio-Bauern aber teilweise schlechter ab als konventionelle Tierhalter. Wer Bioprodukte kauft, ernährt sich deshalb nicht automatisch klimaschonend. Wichtiger für die persönliche Klimabilanz ist, wieviel Rindfleisch- und Milchprodukte ein Mensch isst.

Treibhausgase könnten um 60 Prozent gesenkt werden

Die Landwirtschaft bietet enorme Möglichkeiten für den Klimaschutz: Der Ausstoß an Treibhausgasen könnte um 60 Prozent gesenkt werden, das wären 80 Millionen Tonnen CO2 jährlich. Die einfachste Maßnahme wäre der Stopp der Nutzung von Moorböden. Schon allein dadurch ließen sich 30 Prozent der Treibhausgase einsparen. Weitere 20 Prozent würde die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft bringen. Um den Treibhausgas-Ausstoß aber langfristig zu senken, müsste die Produktion von Fleisch und Milch vermindert werden, denn vor allem die Rinderhaltung ist sehr klimaschädlich.

Um die enormen Einsparmöglichkeiten in der Landwirtschaft zu nutzen, reicht es nicht, wenn jeder persönlich Konsequenzen zieht und weniger Fleisch und Milchprodukte ist, betont foodwatch. Die Politik sei aufgefordert, die Regeln zu ändern: Agrarpolitik muss Teil der Klimapolitik werden.



Substanzloser EU-Aktionsplan für Nachhaltigen Konsum

Die EU-Kommission veröffentlicht heute ihren Aktionsplan zur Nachhaltigkeit in Europa, mit dem sie unter anderem auch Maßnahmen gegen den Klimawandel fördern will. Das Online-Magazin Telepolis kritisiert jedoch schwere Mängel: Wichtige Produktgruppen blieben unberücksichtigt und auch das Vertrauen der KonsumentInnen in offizielle Gütezeichen werde vernichtet, so Telepolis:

Der Aktionsplan gibt keine Ziele vor und beschränkt sich im wesentlichen auf freiwillige Maßnahmen. Mindeststandards und Mindestziele werden nicht gesetzt. Ein umfassendes und vor allem unabhängiges Monitoring-System, welches notwendig wäre, um objektive Grundlagen für die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen zu erhalten, ist nicht geplant.

Auch konkrete Maßnahmen, die bei den Verbrauchern ansetzen, ihnen also bessere Umweltinformationen in die Hand geben und wirklich motivieren, sind nicht in Sicht. Vieles bleibt, wie schon immer wieder gehabt, den Unternehmen überlassen. Und der Bereich der sozialen Nachhaltigkeit von Unternehmen – das wäre die zweite Säule zur ökologischen Nachhaltigkeit – steht nicht im Fokus. (Weiterlesen…)



Neues Deutschland: “Leere Versprechen, späte Einsichten”

Vor einem Jahr tagten die G 8 in Heiligendamm – was ist geblieben?

Von Velten Schäfer, Rostock

Ein Jahr nach dem G 8-Gipfel in Heiligendamm ist die »Klimakanzlerin« entzaubert, die Bürgerrechte sind beschädigt – und die Verantwortlichen wurden befördert. So lautete am Wochenende die Bilanz beim Wiedersehen der Gipfelgegner in Rostock.

Was macht ein Saal voll engagierter Menschen, wenn plötzlich jemand mit starrem Blick vor dem Podium Benzin verschüttet, eine Papierfackel entzündet und damit den Besuchern in der ersten Reihe vor dem Gesicht herumfuchtelt? Die vorne Sitzenden erschrecken, die auf den hinteren Plätzen recken die Hälse. Auf der anderen Seite des Saals beginnen manche sogar zu lachen – doch niemand versucht, den Mann mit der Flamme zu stoppen.

Natürlich war der Amoklauf nicht echt und im Kanister nur schlichtes Wasser. Der linke österreichische Bestsellerautor Klaus Werner (»Schwarzbuch Markenfirmen«) wollte das Publikum im MAU-Club am Rostocker Stadthafen nur ein wenig herausfordern. (more…)