Beiträge zum Stichwort ‘ Finanzkrise ’

28.3.: Wir zahlen nicht für Eure Krise!

Kommt zum Internationalen Aktionstag am 28. März! - Demonstrationen in Berlin, Frankfurt und Wien



Krisenmanagement à la BAYER

via Coordination gegen BAYER-Gefahren:

Für BAYER geht trotz Krise alles seinen kapitalistischen Gang: Die Aktionäre erhalten Rekorddividenden und die Beschäftigten im Gegenzug Arbeitszeit- und Lohnkürzungen. “Wir müssen an den Prinzipien der freien Marktwirtschaft festhalten. Alles andere wäre auf  lange Sicht verheerend”, so lautet der verheerenden Lage der freien Marktwirtschaft zum Trotz das Credo von Konzern-Chef Werner Wenning.

Von Jan Pehrke, Stichwort BAYER 1/2009 (kostenloses Probeheft unter CBGnetwork@aol.com)

“Selbstverständlich wollen wir auch Sie, sehr geehrte Aktionäre, an unserer positiven Geschäftsentwicklung teilhaben lassen”, verkündete BAYER im aktuellen Geschäftsbericht. Das mit einem Gewinn von 6,9 Milliarden Euro erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte führte zu eine Rekord-Ausschüttung von über einer Milliarde Euro. Von Finanzminister Peer Steinbrück, der von den AGs einen Dividenden-Verzicht gefordert hatte, ließ sich der Konzern dabei nicht beirren - die 1,40 Euro pro Aktie mussten sein. Eine “im derzeit trüben Umfeld ungewöhnliche Dividenden-Meldung” war das für die FAZ. Und ungewöhnlich ist diese umso mehr, als der Leverkusener Multi vor kurzem selbst noch im Trüben gefischt hatte. (weiterlesen…)



Greenpeace-Protest: 110 Milliarden Euro für den Klimaschutz

Zur Vorbereitung des G20-Treffens in London trafen sich wichtige Staats- und Regierungschefs der EU im Bundeskanzleramt in Berlin. Begleitet wurde das Treffen von 30 Greenpeace-AktivistInnen, die sich für eine bessere Finanzierung des Klimaschutzes einsetzen. Genial das Transparent dazu:



Die Finanzkrise, einfach erklärt

Teil 2



ORF Club 2: “Bildung, Bildung, Bildung, Bildung…”

Von der Finanzkrise zur Weltkrise? Hier ein paar Ausschnitte aus dem Club 2 zum Thema:

Hier die komplette Sendung in zehn Teilen: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10



ORF Club 2: “Von der Finanzkrise zur Weltkrise?”

Am 19.11. um 23h Uhr diskutiere ich mit Jean Ziegler und anderen netten Menschen im ORF Club 2 zum Thema “Von der Finanzkrise zur Weltkrise?” (Wiederholung auf 3sat in der Nacht von Donnerstag 20.11. auf Freitag um 4:45).

Welche Folgen kann eine anhaltende, weltweite Wirtschaftskrise für die soziale und politische Stabilität in den Wohlstandsländern haben? Was würde das für arme Staaten und Schwellen-Länder bedeuten? Welche Spannungen können sich geopolitisch und international daraus ergeben? Und was können und sollten die Regierungen und Staaten tun, um die drohende Krise wenigstens einzudämmen? Darüber diskutieren bei Renata Schmidtkunz:

Jean Ziegler
Mitglied des UN Human Rights Council’s Advisory Committee

Albrecht Müller
Nationalökonom und Autor, nachdenkseiten.de

Margit Appel
Politologin, Katholische Sozialakademie

Klaus Werner-Lobo
Buchautor, “Uns gehört die Welt!

Peter Altmiks
Ökonom, Friedrich-Naumann-Stiftung

Erhard Fürst
Industriellenvereingung



Attac-Kinospot zur Banken- und Finanzkrise



Greenpeace: Klimaschutz als Chance für die Weltwirtschaft

via greenpeace.de:

Erneuerbare Energien könnten sich angesichts der jetzigen Finanzkrise als echter Konjunkturmotor erweisen. Durch die Umstellung würden allein im Strombereich bis 2030 weltweit über 18 Billionen Dollar Brennstoffkosten für Kohle, Gas und Öl eingespart.

Zu diesem Ergebnis kommt das Szenario Energie [R]evolution: Ein nachhaltiger Weltenergieausblick. Greenpeace und der Europäische Dachverband der Erneuerbare-Energien-Industrie (EREC) stellten es gemeinsam am Montag in Berlin vor. Greenpeace und EREC hatten den Report beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Auftrag gegeben.

“In den letzten Wochen sind gigantische Geldmengen durch die globale Finanzkrise regelrecht verdampft”, sagt Sven Teske, Energieexperte von Greenpeace International. “Die Klimakrise trat dabei in den Hintergrund. Notwendig wären jedoch Investitionen von neun Billionen Dollar in Erneuerbare Energien. Vor allem in Deutschland könnte diese Energierevolution die Wirtschaft in Schwung bringen.”

Windkraft, Biomasse, Photovoltaik, thermische Solartechnik, Erdwärme, Meeresenergie und Wasserkraft - sie alle bieten zunehmend attraktive Möglichkeiten. Sie produzieren wenig oder gar keine Treibhausgase und beziehen ihre Energie aus nahezu unerschöpflichen natürlichen Quellen. Manche dieser Technologien sind bereits wettbewerbsfähig. Werden sie technisch weiterentwickelt, steigt auch ihre Wirtschaftlichkeit.

Investieren ohne Mehrausgaben

Wichtig: Die notwendigen Investitionen in Erneuerbare Energien und effiziente Kraft-Wärme-Kopplung stellen keine Mehrausgaben dar. Die Ausgaben wären allein schon gedeckt, weil die Brennstoffkosten der weltweiten Kohlekraftwerke wegfielen.

Ab 2030 würden laut Szenario Erneuerbare Energiequellen die Hälfte des weltweit benötigten Strombedarfs decken und weit über dieses Jahr hinaus Strom ohne zusätzliche Brennstoffkosten erzeugen. Kohle und Gas dagegen würden die Weltwirtschaft weiter belasten.

“Die Industrie der Erneuerbaren Energien kann bis 2050 weiter mit zweistelligen Zuwachsraten rechnen und dann der fossilen Industrie den Rang ablaufen”, sagt Oliver Schäfer, Policy Direktor von EREC. “Zurzeit verdoppeln sich die Erneuerbaren Energien alle drei Jahre. Windkraftanlagen sind an guten Standorten bereits heute günstiger als konventionelle Kraftwerke. Die Industrie ist bereit, die Energierevolution zu realisieren. Es gibt keine technischen und ökonomischen Hürden, sondern nur politische.”
Globaler Energiebedarf und Klimaschutz

Der Masterplan zeigt, wie der steigende Energiebedarf der Welt gedeckt werden kann, ohne den lebenswichtigen Klimaschutz zu gefährden. So wird berechnet, wie der weltweite Kohlendioxidausstoß bis 2050 halbiert werden kann. Dabei ist auch berücksichtigt, wie sich das weltweite Wirtschaftswachstum insbesondere in den Boomregionen China und Indien entwickelt.

“Mit Effizienzstandards kann der Anstieg des weltweiten Energiebedarfs gebremst werden. Die Energie, die so gespart wird, kann den wachsenden Energiehunger von Entwicklungsländern in etwa kompensieren”, so Teske.

“Wenn gleichzeitig die Erneuerbaren Energien vervierfacht werden, können wir den jährlichen Kohlendioxidausstoß reduzieren - von heute circa vier Tonnen jährlich pro Kopf auf etwa eine Tonne bis 2050 - und das bei gleichem Wirtschaftswachstum.”



Attac im DAX - Aktion in der Börse Frankfurt

via attac.de:

Mit einer Aktion zivilen Ungehorsams und einem Banner vor der DAX-Tafel haben 25 Attac-AktivistInnen heute mittag in der Frankfurter Börse gegen die Macht der Kapitalmärkte protestiert.

Mehr Informationen dazu (in Text und Bild) auf der Aktionsseite www.casino-schliessen.de. Auf keinen Fall verpassen: Die tollen Aktionsvideos, die von ARD über n-tv bis hin zu Bloomberg-TV teilweise live gesendet wurden! Pressemitteilung zur Aktion siehe unter dem Link: “Spektakulärer Attac-Protest in Frankfurter Börse”.

Als Teilnehmer einer Börsenführung gelang es den Aktivisten, über die Brüstung der Besuchergalerie in der Börse zu klettern und ein großes Transparent mit der Aufschrift “Finanzmärkte entwaffnen! Mensch und Umwelt vor Shareholder Value!” über der Dax-Anzeigentafel zu entrollen. Die Aktion wurde von vielen der Anwesenden beklatscht und erzielte großes Interesse bei den Medien.

“Die Wut der Menschen über das Versagen von Banken und Politikern ist riesig. Es ist allerhöchste Zeit, dieser Wut Ausdruck zu verleihen und an Orten wie diesem zu protestieren”, sagte Stefan Schultheiß, einer der Attac-Aktivisten. Statt die Probleme an der Wurzel zu packen, zielen die Aktivitäten der Bundesregierung allein darauf ab, die Finanzmärkte mit gigantischen Mitteln aus der Staatskasse - also auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler - so zu beruhigen, dass der Casinobetrieb anschließend weiter gehen kann. Von einem ersten Schritt zu einem neuen Finanzsystem ist nichts zu sehen.



Let’s make money

Ok, es hätte nicht unbedingt gleich einer globale Finanzkrise bedurft. Aber wenn sich dafür jetzt möglichst viele Leute den neuen Film von Erwin Wagenhofer ansehen: bitte schön, dann war’s ja für was gut. Denn “Let’s make money” ist absolut sehenswert: Informativ (Recherche: Corinna Milborn), großes Kino (Regieassistenz: Lisa Ganser) und aufrüttelnd.

Leitmotiv des Films ist die Aufforderung der Banken “Lassen Sie ihr Geld für sich arbeiten”, deren Absurdität und zerstörerische Folgen ich auch bei meinen Präsentationen gerne veranschauliche. Und er zeigt - wie schon “We feed the world” - unkommentiert die Perversion eines Systems, dass wenige reich, viele arm und niemanden glücklich macht.