Beiträge zum Stichwort ‘ Deutschland ’

jetzt.de: Zum Beispiel Festung Europa - Wie Italien Bootsflüchtlinge umschifft

jetztde Klaus Werner-Lobos Wirtschaftskolumne auf jetzt.de

Vor ein paar Wochen habe ich hier Vorschläge gemacht, was jeder und jede Einzelne von uns zu einer besseren Welt beitragen kann – und dabei vor allem auf Selbstvertrauen, Information, Solidarität und Zivilcourage Wert gelegt.

Der deutsche Journalist und Menschenrechtsaktivist Elias Bierdel ist einer, der all das seit langem praktiziert. Gemeinsam mit dem Schiffskapitän Stefan Schmidt hat er 37 Schiffbrüchige vor dem Ertrinken gerettet. Die Geretteten waren Menschen, die von Afrika nach Europa fliehen wollten. Und deshalb soll nun gezielt die Existenz ihrer Retter zerstört werden: Beiden drohen vier Jahre unbedingte Haft und eine Geldstrafe von je 400.000 Euro. Kommende Woche findet im sizillianischen Agrigent der entscheidende Prozess statt.

Was ist passiert? (weiterlesen…)



taz-Kongress: Abschlussdiskussion “Tu was!”

Nun ist auch der Videomitschnitt der Abschlussveranstaltung des taz-Kongresses mit Ute Scheub (taz), Matthias Wolfschmidt (Foodwatch), Julia Lingenfelder (Attac), Sven Giegold (Grüne) und Klaus Werner-Lobo online: Was können, sollen, müssen wir tun?



Rebel Clown Army darf Wasserpistolen tragen

via telepolis:

Verwaltungsgericht Dresden erlaubt den Clowns bei Demonstrationen Schminken und Mitführen von Wasserpistolen

Die Rebel Clowns Army ist auf vielen Demonstrationen präsent. In der Regel schminken sie sich, nähern sich Polizisten und führen Wasserpistolen mit sich, um die Polizei zu karikieren. Das alles wurde ihnen aber gerichtlich erlaubt, nachdem die Stadt Dresden dies zunächst untersagen wollte. Die Stadt habe aus eigener Erfahrung aber keine “konkreten Anhaltspunkte für eine erhebliche Gefährdung hochrangiger Rechtsgüter wie Leben und Gesundheit der den Aufzug begleitenden Polizeibeamten oder anderer Teilnehmer mitteilen” können, urteilten die Dresdner Verwaltungsrichter am 12. Februar. Solche Anhaltspunkte waren dem Gericht auch aus anderen Orten nicht bekannt. Weiterlesen…



Berlin: Ausbildung zum Rebel-Clown

via BUNDjugend:

Seminar Rebel Clown Army - Hier könnt ihr euch zum Rebellenclown ausbilden lassen

Ort: BUNDjugend Berlin, Erich - Weinert Str. 82, 10439 Berlin

Seminarinhalte: Schauspielerei und Pantomime • Improvisationen, die den eigenen Clown herausfordern • Marschparodien, Rebel-Clown-Kommunikation und clowneskes Fortbewegen im öffentlichen Raum • Selbstironie und Gruppendynamik

Wer? Alle die gerne die Grundlagen und Möglichkeiten des Rebel-Clowns kennen lernen wollen.

Wann? 6. Februar, 17:00 Uhr - 8. Februar, 18:00 Uhr, Anwesenheit ist durchgehend notwendig

Und jetzt das Kleingedruckte:
* Anmeldung bis 1.2. an lea@bundjugend-berlin.de, Tel.: 030 3928280
* Wenn du eine Übernachtungsmöglichkeit brauchst, dann melde dich bitte bei mir!
* Geld: An- und Abreise, sowie ca. 10 Euro für Essen und so (am Geld soll es nicht scheitern!)
* Mitbringen: bequeme Kleidung, eine rote Nase und eventuell: Militärverkleidung und viel buntes Zeug
(Schleifen, Blumen, Tücher, Wasserpistolen, Staubwedel, Spiegel, Seifenblasen und was ein Clown sonst noch brauchen könnte…)

Alle neuen Rebel-Clowns, die Lust haben, können auch am 13. Februar gleich als Gruppe mit nach Dresden zur Demonstration gegen den Nazi-Aufmarsch und ihren Geschichtsrevisionismus mitkommen.



LOHAS - Mythos und Wirklichkeit

via Glocalist:

Eine Studie der Berliner Unternehmensberatung stratum legt ernüchternde Ergebnisse über sogenannte “LOHAS”  (Lifestyle Of Health And Sustainability) vor: Menschen, die in Deutschland “Nachhaltigkeit” zur Leitlinie ihres Konsumverhaltens machen, seien eher unpolitisch, harmoniebedürftig, konservativ und ichbezogen.

Während die klassischen “Ökos” Konsum prinzipiell für problematisch erklären, uns an die schweren ökologischen Rucksäcke und den viel zu großen Ressourcen-Fußabdruck unseres Lebensstils gemahnen, kombiniere der “Neue Öko” Konsumfreude, Produktbegeisterung und Ästhetik mit Informationen über Energieverbrauch, Ökobilanz und Recyclierbarkeit. Er wolle damit jedoch auf keinen Fall die Welt retten, sondern nur in seinem eigenen Lebensumfeld verantwortlich handeln.

Auf diese Weise gewinnen Öko-Themen zwar eine größere gesellschaftliche Breite, aber gleichzeitig werden die Zielgruppen resistent gegen Aufklärung, erklärt stratum-Geschäftsführer Richard Häusler.

Seit dem Beginn des Biobooms in Deutschland spekulieren Markt- und Trendforscher über den neuen grünen Lebensstil, der im 21. Jahrhundert in unsere Gesellschaft Einzug hält. Anders als die Ökobewegung der 80er- und 90er-Jahre definiert sich der neue Trend der “LOHAS” nicht mehr durch Verzicht und Protest, sondern durch die Verbindung von ökologischer Orientierung und Konsum. Dem “Lifestyle of health and sustainability” werden hohe Kaufkraft und eine starke Sogwirkung zugeschrieben. Über 12 Millionen Konsumenten in Deutschland seien auf dem Weg zum “LOHAS”, prognostizieren Konsumforscher laut stratum.



Vattenfall täuscht die Öffentlichkeit beim Klimaschutz

via Greenpeace:

Vattenfall zerstört das Klima, steht auf dem Schild eines grünen Männchens, das heute auf dem Berliner Alexanderplatz eine PR-Aktion von Vattenfall stört. Der Protest richtet sich gegen die Vattenfall-Kampagne unter dem irreführenden Titel Klimaunterschrift, mit der sich der Energieerzeuger derzeit ein grünes Mäntelchen umhängen will. In der Kampagne stellt er sich europaweit als besorgten Konzern dar, dem Klimaschutz wichtig ist. Er fordert Verbraucher zum Handeln auf, steckt aber Milliarden in den Bau klimaschädlicher Kohlekraftwerke. Daher stellt Greenpeace heute eine neue Internetseite ins Netz. Unter www.klimaunterschrift-vattenfall.de persifliert die Umweltschutzorganisation die Klimaunterschrift-Kampagne und entlarvt die Desinformation. Weiterlesen…



Attac im DAX - Aktion in der Börse Frankfurt

via attac.de:

Mit einer Aktion zivilen Ungehorsams und einem Banner vor der DAX-Tafel haben 25 Attac-AktivistInnen heute mittag in der Frankfurter Börse gegen die Macht der Kapitalmärkte protestiert.

Mehr Informationen dazu (in Text und Bild) auf der Aktionsseite www.casino-schliessen.de. Auf keinen Fall verpassen: Die tollen Aktionsvideos, die von ARD über n-tv bis hin zu Bloomberg-TV teilweise live gesendet wurden! Pressemitteilung zur Aktion siehe unter dem Link: “Spektakulärer Attac-Protest in Frankfurter Börse”.

Als Teilnehmer einer Börsenführung gelang es den Aktivisten, über die Brüstung der Besuchergalerie in der Börse zu klettern und ein großes Transparent mit der Aufschrift “Finanzmärkte entwaffnen! Mensch und Umwelt vor Shareholder Value!” über der Dax-Anzeigentafel zu entrollen. Die Aktion wurde von vielen der Anwesenden beklatscht und erzielte großes Interesse bei den Medien.

“Die Wut der Menschen über das Versagen von Banken und Politikern ist riesig. Es ist allerhöchste Zeit, dieser Wut Ausdruck zu verleihen und an Orten wie diesem zu protestieren”, sagte Stefan Schultheiß, einer der Attac-Aktivisten. Statt die Probleme an der Wurzel zu packen, zielen die Aktivitäten der Bundesregierung allein darauf ab, die Finanzmärkte mit gigantischen Mitteln aus der Staatskasse - also auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler - so zu beruhigen, dass der Casinobetrieb anschließend weiter gehen kann. Von einem ersten Schritt zu einem neuen Finanzsystem ist nichts zu sehen.



Privatisierung brachte Jobverluste

Mit der seit über 15 Jahren laufende Liberalisierung und Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen sind laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung in Deutschland seit Anfang der 90er-Jahre mindestens 600.000 Arbeitsplätze verloren gegangen.

Zwischen 1991 und 2006 fielen im öffentlichen Dienst mehr als 2,1 Millionen Beschäftigungsverhältnisse weg. Das war fast ein Drittel aller Stellen im Staatsdienst. Im Gegenzug entstanden zwar auch neue Jobs in privaten Firmen, zum Beispiel bei den Konkurrenten der ehemals staatlichen Telekom oder bei privaten Briefdienstleistern. Der Gesamteffekt sei jedoch negativ, so die Wissenschaftler. Weiterlesen…

Studie zum Download (pdf)



Ausländische Jugendliche nicht gewalttätiger als deutsche

Eine Studie widerlegt die verbreitete, gerne auch von konservativen und rechten Politikern geäußerte Meinung, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund krimineller und vor allem gewalttätiger als deutsche seien, berichtet Telepolis. Bis zum Alter von 17 Jahren haben allerdings drei Fünftel der Jugendlichen mindestens einmal eine kriminelle Tat begangen, wobei es sich allerdings meist um leichte Straftaten handelt, immerhin werden aber noch von einem Drittel auch Gewaltdelikte wie Körperverletzungen und Raubdelikte genannt. Interessant ist, dass dieses Ausreizen der Spielräume schon nach einem steilen Anstieg am Ende des Kindesalters mit 15 Jahren schon wieder zurück. Weiterlesen…



Jugendkongress München: “Mensch Macht Zukunft”

Vom 2.10. bis 5.10.2008 findet der dritte Jugendkongress in in der Waldorfschule in Ismaning bei München statt, bei dem ich letztes Jahr einen sehr spannenden Workshop über Aktionsformen gegen die Machenschaften der Weltkonzerne leiten durfte. Dieses Jahr lautet das Motto des Kongresses “Mensch Macht Zukunft”. Angeboten werden Workshops zu Themen wie Datenschutz, nachhaltige Energien und Identitätsfragen, aber auch über die Heilkunst Shiatsu.

Als Eröffnungsveranstaltung wird Hartmut Fiebig von seinen Reisen nach und durch Afrika berichten.
Außerdem wird ein neuer Film über das Grundeinkommen gezeigt. Als Abschluss gibt es ein Forums-Theater von Fritz Letsch. Das Forum-Theater ist eine Weiterentwicklung des Theater der Unterdrückten, das in den 70er Jahren vom Brasilianer Augusto Boal entwickelt wurde. Es verbindet die Theaterspielkunst mit politischem Problemhandeln.

Weitere Infos und Anmeldungen unter http://jugendkongress-muenchen.de