Beiträge zum Stichwort ‘ Buch ’

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“The World Belongs to Us! Power and Racketeering of Multinationals and Millionaires” is the new book of Klaus Werner-Lobo, author of best-selling books like The Black Book on Brands. It will be published in September 2008 in German.

There will be more information available in English soon.



Buchempfehlung: Neue Werte

Christian Felber: Neue Werte für die Wirtschaft. Eine Alternative zu Kommunismus und Kapitalismus. Deuticke 2008

Christian Felber hat soeben sein opus magnum veröffentlicht, in dem er nichts weniger als ein neues Wirtschaftssystem jenseits von Kommunismus und Kapitalismus ausrufen möchte. Sein Ziel: Dass in der Wirtschaft dieselben humanen Werte gelten mögen wie in zwischenmenschlichen Beziehungen. Das ist nicht alles neu und findet sich zum Beispiel bereits in anarchistischen Theorien, auch wenn diese im Buch (warum eigentlich nicht?) keine Erwähnung finden.

Minutiös und mit einer fast unpackbaren Fülle an Beispielen und Zitaten belegt Christian, dass der Kapitalismus seine eigenen Versprechen wie Freiheit und Wohlstand nicht einlöst und dass seine Grundpfeiler wie Wettbewerb und Gewinnstreben konsequenterweise menschliches Leid und die Zerstörung des Planeten verursachen. Stattdessen fordert der Autor politische und gesetzliche Rahmenbedingungen, die das Gemeinwohl anstelle des Profitdenkens als oberstes Ziel des Wirtschaftens (”Werte schaffens”) setzen sollen.

Das Buch ist schon wegen seiner überaus klaren Argumentation lesenswert, und ebenso weil es dankenswerterweise auch “soziale Marktwirtschaft” und “Corporate Social Responsibility” als das entlarvt, was sie sind: halbschwanger. Keine Antwort wird man auf die Frage finden, auf welche Weise das herrschende System das Feld räumen soll, um den Vorschlägen des Autors Platz zu machen. Gutes Zureden allein wird wohl nicht reichen.



Buchempfehlung: Ware Frau

Kreutzer/Milborn: Ware Frau. Auf den Spuren moderner Sklaverei von Afrika nach Europa. Ecowin 2008

Corinna Milborn hat in Nigeria und Europa recherchiert, wie zehntausende junge Frauen aus ihrer Heimat verschleppt und bei uns in die Prostitution gezwungen werden: Mithilfe falscher Versprechungen, Drohungen und Voodoo-Zauber werden Nigerianerinnen aus der Region Benin City in fast schon industriellem Ausmaß auf die beschwerliche Reise nach Mitteleuropa geschickt und müssen hier für 20-30 Euro ihren Körper feilbieten, bis sie angebliche “Schulden” von 45.000 bis 60.000 Euro an ihre Zuhälterinnen, die sogenannten “Madames”, abbezahlt haben.

Jeder dritte Mann, schätzt die deutsche Hurengewerkschaft Hydra, nimmt regelmäßig die Dienste von Sexarbeiterinnen in Anspruch. Allein in Wien besuchen täglich 15.000 Freier Prostituierte. Doch auch der Staat ignoriert das Problem des Menschenhandels - die rassistischen Fremdengesetze fördern ihn sogar: Asylwerberinnen dürfen hier zwar keine normalen Jobs machen - aber legal als Prostituierte arbeiten. Während des Asylverfahrens können die Frauen also ausgebeutet werden, ohne Verfolgung durch die Behörden zu fürchten. Nach drei bis vier Jahren werden sie dann abgeschoben. “Die Menschenhändler importieren die Ware. Der Staat schiebt sie wieder ab, wenn sie ausgelaugt ist.”