Beiträge zum Stichwort ‘ Bayer ’

Tagung „Konzernkritik – Bilanz und Perspektive“ der Coordination gegen BAYER-Gefahren

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren lädt anlässlich ihres 30. Geburtstages zur Tagung „Konzernkritik – Bilanz und Perspektive“.

TERMIN: Samstag, 6. Dezember
ORT: Umweltzentrum Düsseldorf
EINTRITT: frei (Spende erbeten)

Die Finanzkrise zeigt es einmal mehr: Banken und Konzerne dürfen sich nicht selbst regulieren. Ohne öffentliche Kontrolle der Unternehmen gerät das Allgemeinwohl unter die Räder.

Seit 1978 dokumentiert die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) die Schattenseiten der BAYER-Geschäftspolitik: Störfälle, Pestizidvergiftungen, gefährliche Pharmaprodukte, Lobbyismus, Emissionen – die CBG bringt Missstände in die Öffentlichkeit und organisiert öffentlichen Protest.

Zu ihrem 30. Geburtstag will die Coordination gegen BAYER-Gefahren mit Freunden und Kooperationspartnern Bilanz ziehen und Perspektiven entwickeln. Dabei sollen unterschiedliche konzernkritische Initiativen zu Wort kommen.

ReferentInnen:
Jürgen Grässlin, Kritischer Daimler-Aktionär, Biograph  von Jürgen Schrempp
Sabine Zimpel, Koordinierungskreis attac  Deutschland
Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands der  Kritischen Aktionäre
Axel Köhler-Schnura, Gründungsmitglied der  CBG
Philipp Mimkes, Geschäftsführer Coordination gegen  BAYER-Gefahren

Diskutieren und feiern Sie mit! Bitte senden Sie Ihre Anmeldung an: CBGnetwork@aol.com

Das vollständige Programm finden Sie hier



Bienensterben: Strafanzeige gegen BAYER-Vorstand

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) hat heute bei der Staatsanwaltschaft Freiburg Strafanzeige gegen den Vorstandsvorsitzenden der BAYER AG, Werner Wenning, eingereicht. Der Verband wirft dem BAYER-Konzern vor, über Jahre hinweg gefährliche Pestizide verkauft und dadurch verheerende Bienensterben in aller Welt in Kauf genommen zu haben. Die CBG kooperiert mit Imkern, deren Bienen im Frühjahr durch das BAYER-Pestizid Poncho vergiftet wurden.

Der Beginn der Vermarktung der BAYER-Pestizide Gaucho (Wirkstoff Imidacloprid) und Poncho (Wirkstoff Clothianidin) fällt mit dem Auftreten großer Bienensterben u.a. in Italien, der Schweiz, Deutschland, Österreich, England, Slowenien und den USA zusammen. Allein in Frankreich starben innerhalb von zehn Jahren rund 90 Milliarden Bienen, die Honigproduktion sank um bis zu 60%. Da Honigbienen außerdem den größten Teil der Blütenbestäubungen erbringen, gingen auch die Erträge von Äpfeln, Birnen und Raps zurück.

Harro Schultze, Rechtsanwalt der CBG: „Die Staatsanwaltschaft muss dringend klären, welche Bemühungen der BAYER-Konzern unternommen hat, um ein drohendes Verbot der von ihm produzierten Pflanzenschutzmittel auf dem deutschen Markt zu verhindern, nachdem in Frankreich der Verkauf längst gestoppt worden war. Es ist davon auszugehen, dass die von BAYER bei den Zulassungsbehörden eingereichten Studien derart angelegt wurden, dass die Bienengefährlichkeit der Wirkstoffe möglichst gering erschien und Pestizid-Rückstände in behandelten Pflanzen verharmlost wurden.“ Wegen der Gefährlichkeit für den Bienenbestand hatte die französische Regierung schon 1999 den Einsatz von Imidacloprid zur Saatgutbeizung von Sonnenblumen verboten. Die Zulassung des Wirkstoffs als Beizmittel von Mais wurde 2004 aufgehoben. Auch das Nachfolgeprodukt Clothianidin erhielt in Frankreich keine Zulassung.

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren: „Der Vorstandsvorsitzende von BAYER trägt persönlich eine Mit-Verantwortung für die Bienensterben in aller Welt, da die Risiken der Wirkstoffe seit mindestens zehn Jahren bekannt sind. Weitere Bienensterben können nur verhindert werden, wenn der Verkauf gefährlicher Pestizide wie Gaucho und Poncho gestoppt wird.“ BAYER hat im vergangenen Jahr mit Imidacloprid und Clothianidin fast 800 Millionen Euro umgesetzt. „In den hohen Umsatzzahlen ist der Grund zu sehen, weswegen sich das Unternehmen trotz der gravierenden Umweltschäden mit aller Macht gegen Anwendungsverbote wehrt“, so Mimkes weiter.

Die CBG stellt die Strafanzeige gemeinsam mit dem Imker Fritz Hug, dessen Bienen im Frühjahr durch Clothianidin getötet wurden. Weitere Infos…



Konzerne mit Feigenblatt

Das Online-Portal utopia.de hat eine Liste der Top Ten der  Greenwasher erstellt. So nennt man Unternehmen, die sich ein grünes Image erkaufen, um damit die graue Realität der eigenen Umweltsünden zu kaschieren. Mit gekauften Experten und Studien, ausgestattet mit Geld, Medienmacht und Beziehungen erschaffen sie die Illusion der eigenen Nachhaltigkeit.

Die ersten Plätze gingen an BP und das Deutsche Atomforum, dahinter folgen BMW, Bayer, der Deutsche Braunkohle-Industrieverein, Vattenfall, BAE Systems, Airbus & Lufthansa, Burson-Marsteller und - für viele vielleicht überraschend - die Öko-Zertifizierung. Letzere schließee nämlich weit reichende umweltschädliche Produktionsfolgen nicht aus - so trägt zum Beispiel die Urananreicherungsanlage Urenco das Emas-Zertifikat, und auch das französische Atomkraftwerk Fessenheim ist mit dem Gütesiegel ISO 14001 ausgezeichnet.



Greenpeace-Ranking der Pestizid-Industrie

Die Pestizide des deutschen Chemiemultis Bayer gefährden im internationalen Konzern-Vergleich die menschliche Gesundheit und Umwelt am stärksten. Zu diesem Ergebnis kommt der gestern veröffentlichte Greenpeace-Report Die schmutzigen Portfolios der Pestizid-Industrie. Bayer folgen im Greenpeace-Ranking die Unternehmen Syngenta (Schweiz), Monsanto (USA), BASF (Deutschland) und Dow Chemical (USA).