Beiträge zum Stichwort ‘ Aktion ’

airberlin-Bordservice mit Wixvorlage

Von Wien nach Berlin zu fliegen ist natürlich ökologischer Wahnsinn. Dass es auch noch um ein Vielfaches billiger ist, als mit dem Zug zu fahren, ist politisch gewollte Idiotie. Doch solche Bedenken sollen zumindest heterosexuelle männliche Fluggäste der Billigfluglinie airberlin nicht plagen.

Wer sich an der Jubelmeldung über den trüblichen Gesundheitszustand des máximo lider (“Kuba libre ohne Fidel”) im airberlin-Magazin nicht genug aufgegeilt hat, kann dort auch zum Herrenmagazin Playboy greifen.

Was ich natürlich tat und eilfertig auch gleich die Playmate des Monats der allgemeinen Erbauung zuführte, indem ich sie bestimmungsgemäß an die Boardwand gepostert habe.

Die etwas ausführlicher bekleideten Stewardessen reagierten zunächst mit irritiertem Wegschauen. Erst gegen Ende des Fluges kam die Chefstewardess auf mich zu und bat mich, das Poster wieder abzunehmen: “Hier reisen immerhin auch Angehörige von Kulturen, die sich durch solche Abbildungen gestört fühlen könnten.”

Der Meinung bin ich auch.

Ganz abgesehen davon, dass weiblichen oder schwulen Fluggästen von airberlin keine entsprechenden männlichen Anschauungsobjekte angeboten werden: Wie fühlen sich wohl alleinreisende Frauen, wenn sich männliche Sitznachbarn bei airberlin-Flügen an Sexmagazinen ergötzen? Das möchte ich airberlin fragen. Und hier über allfällige Reaktionen berichten.

Update 25.8.: siehe hier.



Tchibo T-Shirts mit Hinweis auf Kinderarbeit

Vor ein paar Wochen habe ich mich ja mit dem Namen Ikea Sucks als Ikea-Family-Mitglied registriert. Die Bloggerin Kirsten Brodde (danke Helge für den Hinweis) hatte eine besonders gute Idee: Sie bestellte im Online-Shop von Tchibo T-Shirts mit folgenden Aufdrucken und schaffte damit sogar eine Berichterstattung auf Spiegel online:

Danach stellte sie sich vor eine Tchibo-Filiale in Hamburg - mit ihrer Neuerwerbung und einem Schild: “Fragen Sie mich nach meinem T-Shirt!” Tchibo reagierte, so wie Nike bei einer ähnlichen Aktion, not amused. Der Fokus Kinderarbeit und der Ton der Aktivistin seien unfair, entscheidendere Missstände seien zu niedrige Löhne, die nicht zum Leben reichen oder die fehlende Gewerkschaftsfreiheit der Leute, die in Textilfabriken arbeiten. Ja, eh. Aber wieso profitiert Tchibo dann davon?

Das Interessante für mich ist, dass sich solche Aktionen mittlerweile per Weblogging wie ein Lauffeuer verbreiten. Das heißt: Mit einer guten Idee können auch Einzelpersonen und kleine Initiativen große Aufmerksamkeit für öffentliche Anliegen hervorrufen, ohne sich den Marktmechanismen klassischer Medien anzubiedern. Das stimmt eigentlich optimistisch.

Ich habe natürlich auch gleich versucht, mir bei Tchibo T-Shirts zu bestellen, doch die sind dort nun “leider bereits vergriffen”. Dafür habe ich jetzt beim Tchibo-Lieferanten Spreadshirt einen Testversuch gemacht und folgendes Motiv bestellt; mal sehen ob sie es liefern:

Update 27.6.: Spreadshirt hat mit das Teil tatsächlich geschickt. Nur: Was tu ich jetzt damit? Wenn niemand eine bessere Idee hat schenke ich es der ersten Person, die bereit ist, vor meinen Augen das Logo eines bekannten Markenartiklers aus ihrem Shirt rauszuschneiden…



5. Juli 2008: Globaler Aktionstag gegen Starbucks

via FAU.org:

Die Starbucks Workers Union aus Grand Rapids (USA) und die CNT Sevilla (Spanien) haben für den 5. Juli zu einem internationalen Aktionstag gegen die Kaffee-Kette Starbucks aufgerufen. Ziel der Aktion ist es, über die Arbeitsbedingungen bei Starbucks zu informieren und gegen die anti-gewerkschaftlichen Praktiken des Konzerns zu protestieren. (weiterlesen…)



Produktinfos auf Ebay

Eine ausgefallene Idee hatte die Ebay-Nutzerin power_seller_08: Sie verkauft dort Artikel von Markenfirmen wie Adidas, Apple, Chicco, Levis und Nike - nicht ohne allerdings in den Produktbeschreibungen ausführlich auf die ausbeuterischen Herstellungsbedingungen der betreffenden Unternehmen hinzuweisen. Die Infos sind zum Großteil aus dem Schwarzbuch Markenfirmen zitiert.

“Wenn dir das alles nichts ausmacht und du dir das potentielle Schnäppchen schnappen willst: 3…2…1… DEINS!!!!!!!!!!!” heißt es dann originellerweise, bevor man auf “Bieten” klickt.



Steyr: Workshop “Körpereinsatz, Komik und kreativer Widerstand” für Attac-Sommerakademie

18. Juli 2008
15:00bis18:00
19. Juli 2008
10:00bis13:00

Workshop “Körpereinsatz, Komik und kreativer Widerstand” auf der Attac-Sommerakademie

Der Workshop ist aufbauend, d.h. die Teilnahme sollte an beiden Halbtagen erfolgen.

Ort: AK Steyr, Redtenbachergasse 1a



Ethiker: “Macht ist nicht absolut - Macht wird delegiert”

Die Online-Tagezeitung Ethiker berichtet über meinen Vortrag in Görlitz - mit Bildstrecke (danke auch an Sebastian für den schönen Kommentar):

Klaus Werner, österreichischer Journalist und (Mit)-Autor zahlreicher kritischer Publikationen zum Thema Globalisierung und Wirtschaftsethik, u. a. der bekannten Sachbücher „Das neue Schwarzbuch Markenfirmen“ sowie „Schwarzbuch Öl“, macht im Rahmen einer seiner Vortragsreihen Sonderstation in der Oberlausitz. (weiterlesen…)



„Globalisierung fair gestalten - Heiligendamm +1“ vom 6.-8. Juni 2008 in Rostock

Neues Deutschland, 31.5.08:

Ziemlich genau ein Jahr liegt der Gipfel der acht führenden Industriestaaten in Heiligendamm zurück. Zeitgleich fand in Rostock der Alternativgipfel statt mit zahlreichen Diskussionsforen für eine gerechte, friedliche und nachhaltige Globalisierung, der jedoch von den gewalttätigen Ausschreitungen in Rostock überschattet wurde.

Was ist aus den Forderungen der Globalisierungskritiker - verbindliche Klimaschutzziele, Entwicklung von Kontrollmechanismen für Hedge Fonds - geworden? Mehrere Organisationen wie das Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V, das Ökohaus Rostock, Soziale Bildung e.V., der BUND Rostock, die Heinrich-Böll-Stiftung M-V, die Bündnisgrünen MV und attac wollen diesen Fragen vom 6. bis 8. Juni 2008 in Rostock unter dem Motto ”HEILIGENDAMM+1. Globalisierung fair gestalten” nachgehen.

Den Auftakt bestreiten die bekannten Journalisten Klaus Werner (Bestsellerautor „Schwarzbuch Markenfirmen”) und Toralf Staud (Autor „Wir Klimaretter“) am Freitag, dem 6. Juni 2008 ab 18 Uhr im MAU-Club im Rostocker Stadthafen. (weiterlesen…)



Keine LobbyistInnen in Ministerien!

Der Bundesrechnungshof bestätigt: In deutschen Bundesministerien arbeiten Lobbyisten, die ihre Gehälter von großen Wirtschaftsunternehmen wie BASF, Deutscher Bank und Daimler beziehen. Sie stricken Gesetze im Sinne ihrer Geldgeber statt im Interesse der BürgerInnen.

Die Bundesregierung drückt sich vor ernsthaften Konsequenzen. Alles deutet darauf hin, dass sie mit einer neuen Richtlinie die von den Konzernen entsendeten MitarbeiterInnen nur aus besonders brisanten Bereichen wie der Federführung von Gesetzesentwürfen ausschließen möchte. Doch auch dann könnten die LobbyistInnen interne Vorgänge beeinflussen – und sich wertvolle Insider-Informationen und nützliche Kontakte erschließen.

Jetzt soll der Bundestag handeln. Hier könnt ihr eine Online-Petition an eure Abgeordneten schicken.



Guerrilla Gardening


Das Schweizer Fernsehen brachte diese Sendung über “Guerrilla Gardening”, eine schöne und kreative Form der Aneignung öffentlichen Raums. Empfehlenswert ist auch die Homepage eine-andere-welt-ist-pflanzbar.de mit Infos und Dokus über Gemeinschaftsgärten (via Kreativer Straßenprotest).



Ikea für unsdiewelt.com

Bei Ikea kann man jetzt seine Family-Card selbst ausdrucken. Da kann es schon mal sein, dass ein Familienmitglied den schönen Namen “Ikea sucks - www.unsdiewelt.com” trägt.