Beiträge zum Stichwort ‘ Aktion ’

Kinder auf Ebay versteigert

Bis zum 20. November, dem Internationalen Tag der Kinderrechte, läuft auf Ebay ein auf den ersten Blick unmoralisches Angebot: Ich versteigere dort “süße kinder”.  Natürlich verkaufe ich nicht wirklich Kindersklaven. Wer bei Ebay auf “Bieten” klickt, kann nur einen Schokoriegel – wahlweise von Ferrero, Nestlé oder Kraft Foods - erstehen.

An einem solchen könnte aber das Blut von Kindersklaven kleben, wie es im Angebotstext heißt:

An der Elfenbeinküste kann man übrigens nicht nur “kinder”- oder “Milka”-Schokolade kaufen, sondern auch wirkliche Kinder. Viele von ihnen um den Preis von nur 25 Euro pro “Stück”. Dort und in Ghana, Nigeria und Kamerun arbeiten nach Schätzungen des International Institute of Tropical Agriculture rund 284.000 Kinder auf Kakaoplantagen. Zwischen zehn- und zwanzigtausend von ihnen wurden zuvor als Sklaven an die Plantagenbesitzer verkauft. Von Hunden bewacht und gehetzt, oft auch mit Peitsche oder Machete bedroht, schuften sogar Sechsjährige schon in der glühenden Hitze. Viele von ihnen sterben bald. Dann wirft man sie weg wie eine Maschine, die nicht mehr funktioniert.

Hauptverantwortlich für diese Situation sind die niedrigen Weltmarktpreise, die es westafrikanischen Farmern nicht erlauben, für menschliche Arbeitsbedingungen und angemessene Löhne zu sorgen. Diktiert werden diese Weltmarktpreise von den großen Genussmittelkonzernen wie Nestlé, Kraft Foods und Ferrero. Als die Schokoladenindustrie deswegen bereits 2001 in Verruf geriet, kündigte man den Kampf gegen die Kindersklaverei an. Doch noch immer seien die Hersteller laut einem Bericht des International Labor Rights Forum vom Juni 2008 nicht in der Lage, die Beseitigung der Kinderarbeit in der Kakaoproduktion nachzuweisen.

Deswegen versteigere ich hier anlässlich des ‘Internationalen Tags der Kinderrechte’ am 20.11.2008 100g süße ‘kinder’. Bis zu diesem Tag können Sie noch mitbieten! Gratis dazu gibt es ein handsigniertes Exemplar des neuen Buches ‘Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis’.



Plakatwerbung gegen “Klimaschwein Mercedes”


Greenpeace-Aktivisten demonstrierten in Berlin gegen die klimaschädliche Modellpolitik von Mercedes-Benz. Zehn Greenpeace-Kletterer haben den neuen Mercedes-Benz Gelaendewagen GLK auf einem grossen Werbeplakat zu einem Klimaschwein umdekoriert. Auf dem 50 mal 17 Meter grossen Plakat ist das Auto jetzt mit rosa Ohren und Schnauze zu sehen.



Attac im DAX - Aktion in der Börse Frankfurt

via attac.de:

Mit einer Aktion zivilen Ungehorsams und einem Banner vor der DAX-Tafel haben 25 Attac-AktivistInnen heute mittag in der Frankfurter Börse gegen die Macht der Kapitalmärkte protestiert.

Mehr Informationen dazu (in Text und Bild) auf der Aktionsseite www.casino-schliessen.de. Auf keinen Fall verpassen: Die tollen Aktionsvideos, die von ARD über n-tv bis hin zu Bloomberg-TV teilweise live gesendet wurden! Pressemitteilung zur Aktion siehe unter dem Link: “Spektakulärer Attac-Protest in Frankfurter Börse”.

Als Teilnehmer einer Börsenführung gelang es den Aktivisten, über die Brüstung der Besuchergalerie in der Börse zu klettern und ein großes Transparent mit der Aufschrift “Finanzmärkte entwaffnen! Mensch und Umwelt vor Shareholder Value!” über der Dax-Anzeigentafel zu entrollen. Die Aktion wurde von vielen der Anwesenden beklatscht und erzielte großes Interesse bei den Medien.

“Die Wut der Menschen über das Versagen von Banken und Politikern ist riesig. Es ist allerhöchste Zeit, dieser Wut Ausdruck zu verleihen und an Orten wie diesem zu protestieren”, sagte Stefan Schultheiß, einer der Attac-Aktivisten. Statt die Probleme an der Wurzel zu packen, zielen die Aktivitäten der Bundesregierung allein darauf ab, die Finanzmärkte mit gigantischen Mitteln aus der Staatskasse - also auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler - so zu beruhigen, dass der Casinobetrieb anschließend weiter gehen kann. Von einem ersten Schritt zu einem neuen Finanzsystem ist nichts zu sehen.



Abstimmen: Worst EU Lobbying Awards 2008

Wer hat in diesem Jahr den Negativpreis für das schlimmste irreführende und manipulative Lobbying in Brüssel verdient? Ihr könnt mitentscheiden! Stimmt bis zum 30. November über die Kandidaten ab! Die Gewinner werden bei einer feierlichen Preisverleihung am 9. Dezember in Brüssel bekannt gegeben.

Die Kandidaten im Überblick

Für den Worst EU Lobbying Award stehen folgende Kandidaten zur Wahl:

  • Die Agrosprit-Lobby – nominiert für ihre irreführenden Kampagnen, Agrotreibstoffe „grün“ zu färben
  • Die European Alliance for Access to Safe Medicine (EAASM) – nominiert, weil sie die Beteiligung großer Pharmakonzerne in ihren Kampagnen verschweigt
  • Das European Business and Parliament Scheme – nominiert dafür, dass sie Lobbyarbeit aus ihren Büros im Parlamentsgebäude betreiben
  • Die Brüsseler Lobby- und PR-Agenturen Gplus und Aspect Consulting – nomiert für ihre Rolle als Verbreiter von Kriegspropaganda im jüngsten Konflikt zwischen Russland und Georgien.
  • Die International Air Transport Association (IATA) – nominiert für ihre irreführende Lobby-Kampagne mit dem Ziel, Vorschriften zur CO2-Reduzierung im Luftfahrtsektor zu vermeiden

Weitere Infos



Greenpeace gegen Mercedes

UmweltschützerInnen von Greenpeace protestierten heute vor der Daimler-Niederlassung in Stuttgart gegen die klimaschädliche Politik des Konzerns. Das Gelände des Autohauses wurde mit schwarz-gelben Bändern abgesperrt. Auf Schildern war zu lesen: “Sperrbezirk: Achtung Klimaschweine”. Die AktivistInnen bauten vor dem Eingang einen Luxus-Geländewagen der Mercedes-M-Klasse mit rosa Farbe, künstlicher Schnauze, Ohren und Ringelschwanz zum Klimaschwein um. Auf einem Banner forderten sie: “Mercedes-Benz - Abspecken fürs Klima!” Weiterlesen…



Köln 12.-15-9.: Basic Rebel-Clown-Training

via CIRCA Wendmark:

RUN AWAY FROM THE CIRCUS – JOIN THE REBEL CLOWNS ARMY

Die Clownsarmy befreit den Clown aus der Gefangenschaft der Unterhaltungsindustrie. Sie führt ihn auf die Schauplätze der Unterdrückung, wo er der repressiven Normalität einen absurden Krieg erklärt.

Die Erfordernisse clownesker Kriegsführung stellen hohe Anforderungen an die Rebelclowns. Darum werden neue Rekruten in einem Basic Rebel Clown Training (BRCT) auf den Ernstfall vorbereitet. Diese Ausbildung gilt als die härteste nordsüdlich von Ostwestfalen.

Im BRCT befreien die Rekruten ihren eigenen Clown, werden in den Grundlagen der Clownsarmy geschult und wenden das Erlernte ein erstes mal unter gefechtsmäßigen Bedingungen im Einsatz an. Ein solches BRCT
findet in Köln vom 12. bis 15.September in Köln statt.

Das BRCT in Köln ist Teil der allgemeinen nichtatomaren Aufrüstung zuungunsten des Antiislamisierungkongresses von Pro Köln. Dieser findet eine Woche nach dem Training am 19. und 20.September ebenfalls in Köln statt. Man rechnet mit etwa 1000 Rechtsextremen und mehreren tausend
Gegendemonstranten. Unter diesen Umständen wird eine Krisenintervention von Seiten der Clownsarmee wohl unumgänglich sein. Hierbei sollen auch die neu ausgebildeten Einheiten zum Einsatz kommen.

Weil die Clownsarmee eine absurde Armee ist wird die Ausschüttung des Soldes in umgekehrter Richtung vollzogen. Das BRCT wird durch einen Richtsold von 10€ pro Nase finanziert. Davon werden militärisch
notwendige Investitionen wie rote Nasen, Schminke, Verpflegung und der goldene Ferrari vom Oberclown finanziert. Rekruten die diesen Sold nicht aufbringen können, aber bereit sind ihr Leben für eine gute Pointe zu lassen, werden natürlich trotzdem ausgebildet.

Mit zu bringen sind bequeme Kleidung, Schreibzeug, gerne auch Nahrungsmittel und Zeug zur Herstellung von Multiformen (der clowensken Entsprechung zur Uniform). Also militärisches Zeug plus clowneskes Zeug
plus Nähzeug. Bei so viel Zeug bieten wir natürlich ein Zeugenschutzprogramm. Und Chaos.

Anmeldung unter: clownsarmee_koeln@gmx.de

Infos zum Antiislamisiesrungskongress: www.hingesetzt.mobi

Basic Rebel Clown Training
Köln, Alte Feuerwache, Melchiorstr. 3
Freitag 12.09, 17h bis Montag 15.09, abends



Die 20 besten Momente der Protestgeschichte

…bei denen wir gern dabeigewesen wären zeigt der Spiegel online unter dem Titel “Triumph der Aufmüpfigen”:

Pamela Anderson nackt, ein Schwein als Präsidentschaftkandidat und Geld in Flammen: Für den Protest greifen Menschen zu spektakulären Mitteln - von ihren Aktionen schwärmen ganze Generationen. Weiterlesen…

Der Artikel lädt auch dazu ein, von eigenen kreativen Protesten zu berichten oder Bilder hochzuladen.



Schlegl in Aktion: ProAtom

Gegen die Klimakatastrophe kann bekanntlich nur die Nutzung von Atomkraft helfen. Doch wie ernst ist es Ihnen wirklich mit dem Klimaschutz? Sind Sie bereit, für Ihren Atomstrom die Verantwortung zu übernehmen?

Tobias Schlegl von extra3 hat in Pinneberg den Willen der BürgerInnen zum Klimaschutz getestet.



Seminar go.stop.act - kreative öffentliche Aktionen

Die Bewegungsakademie und die Stiftung Leben und Umwelt veranstalten vom 19.-21. September ein Seminar zur Entwicklung kreativer öffentlicher Aktionen in Verden/Aller. Leiter: Marc Amann, Herausgeber von go.stop.act.

Das Seminar beschäftigt sich mit der Frage nach den Bedingungen und Möglichkeiten auf der Suche nach der “passenden Aktion”. Dabei dienen bestehende kreative Aktionsformen als Beispiele und Ausgangspunkt für Überlegungen zur Entwicklung eigener und neuer Formen. Zudem wird das Handwerkszeug zur eigenen Entwicklung und Durchführung kreativer Aktionen vermittelt:

Wie kann ich Inhalte am besten transportieren? Wie erreiche ich die Leute auf der Straße? Wie komme ich mit meinen Inhalten in die Medien? Wie kann ich neue MitstreiterInnen gewinnen? Wie kann ich politischen Druck ausüben? Und wie kann ich bei diesen ganzen Fragen noch Spaß am Aktivismus haben?

Infos und Anmeldung hier



Aktionswebseite “Biosprit macht Hunger”

Weltweit leiden 850 Millionen Menschen an Hunger. Mit dem Agrosprit-Boom wird diese Zahl weiter steigen. Denn für die Produktion von Biodiesel und Bioethanol wird beispielsweise Mais, Zuckerrohr oder Soja verwendet.

Da die Anbauflächen in Europa nicht ausreichen, um den Durst der Autos zu stillen, müssen die Pflanzen aus ärmeren Ländern importiert werden. Die zunehmende Verdrängung der Nahrungsmittelproduktion durch den Anbau von Energiepflanzen führt weltweit zu massiven Preissteigerungen von Grundnahrungsmitteln. Dennoch möchte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel den Anteil an Agrosprit bis 2020 auf 12 bis 15 Prozent erhöhen.

Das ökumenische Netzwerk INKOTA ruft deshalb auf, dem Minister unter www.inkota.de/agrosprit eine Protestmail zu schicken und ihn davon abzuhalten, den Hunger in der Welt noch weiter zu fördern.