Presse

Deutschlandfunk: “Mensch, willst du ewig kaufen?”

Michael Reitz vom Deutschlandfunk hat mich für ein Radiofeature über “Kommunikationsguerilla gegen Konsumkultur” interviewt (pdf-Transkript der Sendung).

Werbetafeln, beklebt mit: “Reklame verboten”. “Wir freuen uns auf Ihre nächsten Entlassungen und unsere Gehaltserhöhungen”, besagt die PR-Kampagne einer Bank. Amtliche Briefe fordern Notopfer für den Afghanistankrieg. Zeichen dafür, dass die Kommunikationsguerilla mal wieder zugeschlagen hat.

Ihr Ziel: die “subversive Kommunikation” über Konkurrenz, Leistungsdenken und Zeitgeist. Außerdem: den Konsum lächerlich zu machen, denn er bestimme nach ihrer Auffassung unser Leben.

Ihre Mittel: die spaßhafte Unterwanderung, Protest durch Chaos, “Fakes” von Werbebotschaften und politischen Verlautbarungen.

Die Guerilleros arbeiten im Verborgenen, überall in Europa. Der Autor hat sie bei Planung und Ausführung ihrer Aktionen beobachtet, beim Versuch, die Wahrheit über diejenigen zu sagen, deren Geschäft das Lügen ist.



Konsument: “Lust auf Veränderung”

aus Konsument 11/2008:

Buchtipp: “Uns gehört die Welt!”

Das „Schwarzbuch Markenfirmen“, erstmals im Jahr 2001 erschienen, hat sich zu einem Bestseller entwickelt, der in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Einer der Autoren, Klaus Werner-Lobo, hat nun ein neues Buch präsentiert, in dem wieder eine Menge aktualisierter Fakten zum Thema Macht und Machenschaften der Multis geboten werden. Werner-Lobo hat diesmal einen neuen Zugang gewählt. Das Motto des Schwarzbuches „Dieses Buch wird Sie wütend machen“ hat sich wohl nur zum Teil bewahrheitet. Der Autor selbst hat in Gesprächen die Erfahrung gemacht, dass viele Leser auch enttäuscht und ohnmächtig reagierten. Diese – und vor allem die Jugendlichen unter ihnen – will der Autor mit seinem neuen Werk gezielt ansprechen. Es werden nicht nur Zusammenhänge erklärt. So versucht Werner-Lobo das Brecht-Zitat eines armen Mannes, „Wär’ ich nicht arm, wärst du nicht reich“, mit einer Menge Zahlen und konkreten Beispielen zu belegen. Zusätzlich will Werner- Lobo aber auch Lust machen, Lust auf Veränderung. In jedem Kapitel geht er auf die Frage ein, wie eine bessere Welt aussehen könnte und was seine Leser dazu beitragen könnten.



Deutschlandradio: “David gegen den globalen Goliath”

Stefan May hat “Uns gehört die Welt!” für Deutschlandradio Kultur rezensiert: Anhören/Download (MP3, 7min.)

Zwölf Milliarden Menschen könnte die Erde ernähren, dennoch gibt es Hungersnöte. Die reichsten Deutschen, das Brüderpaar, dem die Supermarktkette Aldi gehört, besitzen so viel Geld, wie die ärmsten 40 Länder dieses Planeten jährlich erwirtschaften. 12 Millionen Kinder unter 14 Jahren arbeiten weltweit in der Exportindustrie. “Dieses Buch wird euch wütend machen”, schreibt Klaus Werner-Lobo im Vorwort zu seinem Buch “Uns gehört die Welt”.

Den Multis gehört die Welt, glaubt man den Ausführungen des Autors. Mit ihrer Macht setzen sie sich über Gesetze hinweg und gehen mit der Produktion ins Ausland, wenn sie meinen, dass ihnen unzumutbare Vorschriften gemacht würden oder die Herstellung zu teuer geraten könnte. Prominentestes Beispiel der jüngeren Vergangenheit ist der Abzug des Handyherstellers Nokia aus Deutschland.

Die meisten der großen Markenfirmen aber sind schon in Billiglohnländern: Sie lassen dort von Zulieferern produzieren, vielfach unter menschenunwürdigen Bedingungen: Stickige Räume, giftige Materialien, die Arbeiter und Arbeiterinnen dürfen nur zweimal am Tag für höchsten zehn Minuten die Toilette benützen, andernfalls gibt es Strafen. In manchen Firmen müssen die Arbeitnehmer an den Arbeitsstätten übernachten, zu hunderten in einem Schlafsaal. Urlaub gibt es nicht, die Arbeitszeit pro Tag liegt bei oft 14 und mehr Stunden, Mindestlohn ist unbekannt, die Lohnsklaven erhalten höchstens ein paar Cent pro Stunde, viel zu wenig zum Überleben oder gar, um eine Familie zu ernähren. So müssen auch die Kinder arbeiten.

Freie Gewerkschaften sind in China, wo die meisten Verstöße stattfinden, verboten. Die Markenfirmen werden immer wieder auf die Produktionsbedingungen hingewiesen, streiten sie entweder ab oder geloben Besserung, aber wenig passiert.

Es geht nicht nur um Ausbeutung der Menschen, auch die Natur wird nachhaltig von den multinationalen Konzernen geschädigt: In Brasilien wird auf riesigen Flächen Soja angebaut als Viehfutter, statt Getreide für die Bevölkerung zu pflanzen. “Das Vieh der Reichen frisst das Brot der Armen”, heißt es bei Werner-Lobo.

Der Autor geißelt die negativen Auswüchse der Globalisierung: ob es der Nestlé-Konzern ist, der in Entwicklungsländern sein Milchpulver anpreist und damit die Mütter vom Stillen abhält, was Krankheiten verursacht, wenn die Mütter das Milchpulver mit verunreinigtem Wasser mischen, oder die Deutsche Bank, die Spekulationsgeschäfte mit Nahrungsmitteln empfiehlt. Bill Gates kritisiert er für seinen Wohltätigkeitsfonds. Denn nur die Gewinne davon würden für die medikamentöse Behandlung von Kindern in armen Ländern ausgegeben, das Kapital komme unter anderem Ölkonzernen zugute, die mit Raubbau an der Natur gesundheitliche Schädigungen der Menschen verursachten.

Einige Passagen übernimmt Werner-Lobo aus seinem schon vor einigen Jahren erschienen Buch “Schwarzbuch Markenfirmen”. Etwa die Passage, als er sich als afrikanischer Rohstoffhändler ausgab und auf diese Weise herausbekam, dass der Chemiekonzern Bayer über eine Tochterfirma den für die Handyerzeugung wichtigen Rohstoff Tantal aus dem Kriegsgebiet Kongo bezog und somit Rebellen und Kinderarbeit unterstützte.

Für Leser ab 14 ist das Buch laut Autor geeignet, und das ist auch seine Zielgruppe, die der kritischen Jugendlichen: Werner-Lobo schreibt einfach, verständlich und erklärt viel. Nach jedem Kapitel gibt er Links an, die weiterführende Informationen geben. Werner-Lobo hetzt nicht, er lässt Recherchiertes sprechen. Trotzdem kein Zweifel, auf welcher Seite er steht.



Kirchenzeitung: “Zum Handeln ermutigen”

Von Susanne Huber, Kirchenzeitung 2008/43:

Kopf der Woche: Klaus Werner-Lobo

Die Armen werden immer ärmer, die Reichen immer reicher, der soziale Mittelstand schwindet. In seinem neuen Buch über die Macht und Machenschaften der Multis will Klaus Werner-Lobo dazu ermutigen, aktiv etwas dagegen zu tun.

Entstanden ist das Buch als Folge seiner Vorträge in Schulen über sein Erfolgs-Werk „Schwarzbuch Markenfirmen“. Darin werden jene multinationalen Unternehmen porträtiert, die von Ausbeutung, Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen leben. „Im Gespräch mit den jungen Leuten habe ich bemerkt, dass sie nicht so politikverdrossen und konsumgeil sind, wie man sie darstellt. Erklärt man ihnen die Zusammenhänge zwischen internationaler Wirtschaftspolitik und unserem Alltag, sind sie plötzlich sehr interessiert“, sagt der Autor. Dieses Interesse will er in seinem neuen Buch fördern und zum Mitreden und aktiven Handeln gegen Konsumterror, Ausbeutung und Diskriminierung ermutigen. Nötig seien dazu Selbstvertrauen nach dem Motto „lebe deine Träume“; Informationen über die wirtschaftlichen Interessen, die dahinter stecken; solidarisches Handeln verbunden mit Spaß und „Zivilcourage, die täglich gelebt werden soll.“

Clown. Klaus Werner-Lobo ist aber nicht nur Autor und Journalist, sondern auch Clown. „Ich habe vier Jahre in Brasilien gelebt, bin dort in eine Schauspielschule gegangen und habe Kurse bei Clowns absolviert. Das setze ich in meinen Vorträgen ein. Denn ich will bei den Leuten nicht nur den Kopf ansprechen, sondern auch den Bauch“, sagt der gebürtige Salzburger.

- Buchtipp: „Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis“ von Klaus Werner-Lobo. Hanser Verlag 2008, Euro 16,90.


Klaus Werner-Lobo: „Wenn jeder Mensch im Rahmen seiner Möglichkeiten täglich Zivilcourage zeigt und lebt, dann haben wir morgen eine bessere Welt.”



Solidarität: “Die dunkle Macht der Multis”

ÖGB-Zeitschrift Solidarität, Oktober 2008:



taz: “Erfrischend geradeaus und klar”

Von Angelika Ohland, taz-Magazin vom 18.10.2008:

(…) Von ganz anderem Kaliber ist Klaus Werner-Lobo. Der österreichische Umweltjournalist und -aktivist ist erfrischend geradeaus und klar. Nach seinem Bestseller “Schwarzbuch Markenfirmen” berichtet das Gewissen des globalen Marktes für Jugendliche verständlich von “Macht und Machenschaften der Multis”. Werner-Lobo hat ein zutiefst parteiisches Buch geschrieben - gegen eine Globalisierung, die die Reichen reicher und die Armen ärmer und vor allem noch abhängiger macht. Da gibt es nichts zwischen den Zeilen zu lesen, und diese Offenheit ist entwaffnend. Werner-Lobo erklärt Weltbank und Shareholder-Value - immer unter der Fragestellung: Was nützt den Armen, was den Reichen? Keine der Firmen, die er an den Pranger stellt, hat bislang gegen das Buch geklagt. An mangelndem Rechtsbeistand wird es nicht liegen.



FM4: Interview mit Klaus Werner-Lobo

Mit Claus Pirschner von FM4 sprach Klaus Werner-Lobo über verhinderte Demokratien, Erfolg durch Spaß und warum Jugendliche rechts wählen.

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FAZ: “Dieses Buch wird euch zornig machen”

Fridtjof Küchemann von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wirft dem Buch “agitatorischen Tiefschlag” und Ungenauigkeit vor, ohne allerdings selbst die Genauigkeit aufzubringen, dafür Belege anzuführen:

(…) Ganz anders geht Klaus Werner-Lobo die Sache an. Vor sieben Jahren hatte er zusammen mit Hans Weiss in einem „Schwarzbuch Markenfirmen“ internationale Konzerne mit Kinderarbeit, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung in Entwicklungsländern in Verbindung gebracht. Das angenehm sachlich gehaltene Buch erregte einiges Aufsehen. Und erstaunlicherweise hat bis heute keine der diskreditierten Firmen geklagt. Jetzt hat der Autor mit „Uns gehört die Welt!“ ein Buch veröffentlicht, um Jugendlichen Anlass und (über eine eigens eingerichtete Website) Gelegenheit zu bieten, gegen die dargestellten Missstände Stellung zu beziehen.

„Dieses Buch wird euch zornig machen“, verspricht Werner-Lobo. Und er hat recht. Als er nämlich auf der dritten Seite seines Vorworts beteuert, sein Ziel sei es, „dass ihr euch am Ende selbst eure Meinung bilden und danach handeln könnt“, ist es bereits zu spät. Gleich im ersten Absatz hat Werner-Lobo mit der schlichten Behauptung, Millionen Menschen stürben in Kriegen, „damit große Firmen Waffenhandel betreiben und an wertvolle Rohstoffe gelangen können“, einen agitatorischen Tiefschlag gelandet, von dem sich das Buch nicht mehr erholt. Zumal ihm noch ganz andere problematische Verkürzungen und Ungenauigkeiten folgen.

Gewissenlose Konzerne, korrupte Politiker, hemmungslose Superreiche: mit großer Geste führt Klaus Werner-Lobo durch das Gruselkabinett der Globalisierungskritik. Dabei ist immer noch beeindruckend, wenn der Autor schildert, wie er sogar Mitarbeiter des Bayer-Konzerns für fingierte Geschäfte mit Rohstoffen aus Afrika interessieren konnte, deren krimineller Hintergrund förmlich zu riechen war. Die juristisch offenbar stichfesten Formulierungen in kritischen Kurzporträts von zwanzig Firmen – darunter zielgruppenrelevante Konzerne wie Adidas oder H&M, Apple oder Nokia, Disney oder Mattel, Coca-Cola, McDonalds oder Nestlé – zeigen, dass Werner-Lobo durchaus mit der gebotenen Sorgfalt schreiben kann. Nur verzichtet er eben für den aktionistischen Effekt immer wieder auf Genauigkeit. Er schwächt damit sein Buch – und seine jungen Aktivisten, wenn sie sich, mit seinen Darstellungen gerüstet, im Detail widerlegen lassen müssen. Weiterlesen…



Falter: “Jenseits von Gut und Schlecht”

Robert Misik hat das Buch für die Wiener Stadtzeitung Falter rezensiert. Der kritisierte Vergleich BIP/Umsatz stammt übrigens ursprünglich vom angesehenen Washingtoner Institut für Politikstudien und wurde von mir nur aktualisiert.

Die Welt ist schlecht. Wir wussten das schon. Klaus Werner-Lobo, der Wiener Autor und Globalisierungskritiker, erinnert uns wieder einmal daran. Dabei erfahren wir viel Bekanntes, aber auch neue verstörende Details. So mokiert er sich darüber, dass Bill Gates, einer der reichsten Männer der Welt, und Warren Buffet, der reichste Mann der Welt, gefeiert werden, weil sie so viel Gutes tun. Schließlich haben sie ihr Vermögen in eine Stiftung eingebracht, die Hunger, Unterentwicklung und Massensterben in der Dritten Welt bekämpft.  Tatsächlich fließen nur die Gewinne der Stiftung in Hilfsprojekte. Diese Gewinne werden aber mit klassischen Investitionen erzielt. So ist das Stiftungskapital beispielsweise in Aktien von Pharmafirmen investiert, die ihre Patente aggressiv verteidigen – die Stiftungsgewinne werden für medizinische Projekte, etwa zur Aidsbekämpfung in Afrika, verwendet. Das Stiftungskapital ist also in „Konzerne investiert, die viele der Probleme, die die Stiftung lösen will, in Wahrheit verschlimmern“.

Klaus Werner-Lobo, der mit seinem „Schwarzbuch Markenfirmen“ bereits einen Bestseller landete, zeigt uns abermals: Wenn wir uns Klamotten kaufen, wenn wir unser Auto volltanken, uns ein neues Handy zulegen, unser Geld zur Bank tragen oder in eine Banane beißen – wir machen uns mitschuldig an Ausbeutung, Kinderarbeit, wir finanzieren Bürgerkriege.

Die Besprechung eines solchen Buches hat immer etwas leicht Unangemessenes. Was Klaus Werner-Lobo anklagt, ist tatsächlich skandalös. Andererseits: Das meiste hat man schon einmal gehört. Ein wenig vereinfacht ist seine Darstellung schon. Die lässt sich in etwa so zusammenfassen: Die großen Konzerne und Multis haben die Welt geklaut. Und das hat auf alle negative Auswirkungen. Die Globalisierung führt dazu, dass in der Ersten Welt die Jobs verlorengehen und in den Sweat-Shops der Dritten Welt die Menschen zu Hungerlöhnen arbeiten müssen.

Ganz so einfach ist die Sache natürlich nicht, aber Werner-Lobos’ Buch ist auch kein ökonomisches Sachbuch und der Autor auch kein Professor. Er ist ein Aktivist und ein Vortragskünstler. Der Hanser-Verlag hat sein Buch mit dem „Jugendbuch“-Mascherl versehen, was den Autor nicht freut, aber es ist schon recht so: Sollten Sie Kinder, Nichten oder Neffen haben, die so 13, 14 oder 15 Jahre alt sind: Kaufen Sie ihnen dieses Buch.

Natürlich könnte man gegen die empörenden Fakten, die Werner-Lobo präsentiert, den einen oder anderen Einwand formulieren. So zeigt auch er die erschütternde Rangliste der Top 100 der „größten Wirtschaftsmächte“, auf der sich beinahe so viele Staaten finden wie Konzerne. Die Botschaft: Wal-Mart kann Österreich an die Wand spielen. Freilich: Das Bruttoinlandsprodukt von Staaten ist eine völlig ­andere ­Referenzgröße als der Umsatz von Firmen. Das BIP misst alle Reichtümer, die ein Land produziert. Eine Firma dagegen, die Rohstoffe und Basisprodukte um 99 Dollar einkauft, sie weiterverarbeitet und um 100 Dollar weiterverkauft, hat einen hohen Umsatz, muss aber nicht sonderlich reich sein.

Genug der Mäkelei: Klaus Werner-Lobo referiert genügend empörende Ungerechtigkeiten, und er zeigt oft sehr anschaulich, wie sie zustandekommen. Weiterlesen…



taz Bremen: “Solidarität und Luxus”

Anlässlich der Buchpräsentation in Bremen hat die Bremer tageszeitung ein Interview mit mir geführt:

taz: Wie kann jemandem die Welt gehören?

Klaus Werner-Lobo, Autor und freier Journalist: Der Titel spielt mit Sprache. Die Reichsten zwei Prozent der Weltbevölkerung besitzen 50 Prozent des Weltvermögens. Die Welt gehört also eigentlich einer kleinen Elite von Konzernen. Wir als Menschen müssen aber den Anspruch haben, dass sie uns allen gehört.

Fliegen alle, die in Markenkleidung zu ihrem Vortrag kommen, raus?

Nein, wir leben in einem System, in dem es schwierig ist, sein Konsumverhalten so zu steuern, dass man fair konsumiert. Das gilt insbesondere für ökonomisch schlecht aufgestellte Menschen. Bewusster Konsum ist zwar ganz nett, reduziert aber auf die Rolle des Konsumenten. Darauf sollten wir uns nicht beschränken, sondern uns als aktive Mitglieder an der Zivilgesellschaft beteiligen.

Was macht ihr Buch mit dem Leser?

Es macht wütend. Aber es macht auch Lust. Wenn wir in einer besseren, in einer solidarischen Gesellschaft leben wollen, brauchen wir einen langen Atem, aber auch Spaß. Ich halte nichts von frustrierten Gerechtigkeitsfanatikern. Nichts macht den Herrschenden mehr Angst, als wenn wir mit Spaß an die Sache herangehen.

Mit oder ohne Luxus?

Mit! Ich mag Luxus, wenn er darin besteht, es sich gut gehen zu lassen. Beispielsweise durch ein schönes Treffen mit Freunden. Es geht nicht um Verzicht, sondern um eine ausgewählte Steigerung der Lebensqualität.

Fragen: Ascan Dieffenbach