Salzburger Nachrichten: Hofnarr der Globalisierung
Konzernkritik. Der Salzburger Klaus Werner-Lobo übt profunde Kritik an Missständen der Globalisierung. Als Buchautor und Clown.
Von Helmut Kretzl, Salzburger Nachrichten vom 6.6.2009
Klaus Werner-Lobo zeigt im Buch „Uns gehört die Welt“ schonungslos die Praktiken von Großkonzernen auf. Kernaussage: Multis steigern ihre Gewinne dank Globalisierung in ungeahnte Höhen, während Demokratie, Umwelt und Menschenrechte auf der Strecke bleiben. Er zeigt, wie Konzerne mit autoritären Regimes zusammenarbeiten und welche Rolle Kinderarbeit spielt.
Hat Sie der Ausbruch der Krise überrascht?
Werner-Lobo: Von mir und meinen Freunden hat sich niemand gewundert, wir waren nur überrascht, dass sich alle darüber wundern. Das war noch lang nicht alles. Denn es gibt keine wie immer geartete Kehrtwende, der Shareholder-Value und die systematische Profitgier sind nach wie vor politischer Mainstream. Die Finanzkrise ist erst der Anfang einer großen Wirtschaftskrise, wenn wir nicht endlich einen radikalen Wechsel hin zu solidarischen und ökologischen Wirtschaftsformen schaffen.
Was ist schuld an der Krise?
Werner-Lobo: Dass die neoliberale Wirtschaftspolitik das Profitstreben und den Shareholder-Value als oberstes Wirtschaftsziel belohnt, also durch Deregulierung, Liberalisierung und Privatisierung den Anspruch aufgegeben hat, die Gesellschaften und die Umwelt vor egomanischen Partikularinteressen zu schützen. Das gilt ja weiterhin: Es gibt keine Anzeichen, dass etwa Steueroasen geschlossen, Vermögen und hohe Einkommen angemessen besteuert oder globale Arbeits-, Umwelt- und Menschenrechte gesetzlich geregelt würden.
Sind die beschlossenen Maßnahmen eine adäquate Antwort auf die Probleme?
Werner-Lobo: Nicht im geringsten. (weiterlesen…)

Nunca he entendido muy bien la adicción a las «marcas» que ataca hoy día a muchos jóvenes, quizá porque acceder a ellas no ha estado a tono con mis expectativas de consumo. Pero salvando las discusiones sobre la moda, el sello de calidad prometido, las esperanzas publicitarias de ser más atractivos, saludables o exitosos; mucho más allá, nos queda el letargo de grandes castillos que reposan sobre el fango.



