Presse

ORF Club 2: “Von der Finanzkrise zur Weltkrise?”

Am 19.11. um 23h Uhr diskutiere ich mit Jean Ziegler und anderen netten Menschen im ORF Club 2 zum Thema “Von der Finanzkrise zur Weltkrise?” (Wiederholung auf 3sat in der Nacht von Donnerstag 20.11. auf Freitag um 4:45).

Welche Folgen kann eine anhaltende, weltweite Wirtschaftskrise für die soziale und politische Stabilität in den Wohlstandsländern haben? Was würde das für arme Staaten und Schwellen-Länder bedeuten? Welche Spannungen können sich geopolitisch und international daraus ergeben? Und was können und sollten die Regierungen und Staaten tun, um die drohende Krise wenigstens einzudämmen? Darüber diskutieren bei Renata Schmidtkunz:

Jean Ziegler
Mitglied des UN Human Rights Council’s Advisory Committee

Albrecht Müller
Nationalökonom und Autor, nachdenkseiten.de

Margit Appel
Politologin, Katholische Sozialakademie

Klaus Werner-Lobo
Buchautor, “Uns gehört die Welt!

Peter Altmiks
Ökonom, Friedrich-Naumann-Stiftung

Erhard Fürst
Industriellenvereingung



Ö1: “Kapitalismus als Sieg der Vernunft oder Herrschaft der Wölfe?”

Ö1 “Von Tag zu Tag”, 19.11. 14:05

Zwei entgegengesetzte Sichtweisen: Im Buch “Uns gehört die Welt” klagt der Journalist und Autor Klaus Werner-Lobo mehrere große internationale Firmen an, Menschenrechte zu verletzen und Wohlstand zu zerstören.

Anders Manfred Drennig, jahrzehntelang in leitender Position im Bankwesen und in der Industrie tätig: In seinem Buch “Tauschen und Täuschen” beschreibt er den heutigen Kapitalismus als notwendige Folge der Entwicklung menschlicher Vernunft im Lauf der Geschichte.

Beide sind sich in einem Punkt einig: Das Wachstum der letzten Jahre war ungleich verteilt, der Abstand zwischen Armen und Reichen ist auch in den Unternehmen selbst größer geworden. Aber welche Konsequenzen sind daraus zu ziehen?

Darüber diskutieren Manfred Drennig und Klaus Werner-Lobo als Gäste von Johann Kneihs.



Aktiv gegen Kinderarbeit: “Sehr kurzweilig und gibt einen guten Überblick”

via Aktiv gegen Kinderarbeit:

Der Autor Klaus Werner-Lobo hat mit „dem Schwarzbuch Markenfirmen“ und „Dem neuen Schwarzbuch Markenfirmen“ schon in den vergangenen Jahren für Aufsehen gesorgt, indem er die Machenschaften der Großkonzerne schonungslos offen legte. Mit dem Buch „Uns gehört die Welt“ knüpft er daran an, geht aber viel mehr auf die Hintergründe und die Mechanismen in der Weltwirtschaft ein, die eben erst dazu führen, das die Ungleichverteilung in der Welt so groß ist und die Multis die Gelegenheit haben die Ärmsten noch weiter auszubeuten. Das Werk soll die breite Masse ansprechen, ist vom Schreibstil her leicht zu lesen und bringt die komplexen Zusammenhänge in der Weltwirtschaft sehr anschaulich rüber. Der Verfasser vermeidet zumeist trockene, theoretische Darstellung und fügt die einzelnen Kapitel zu einem flüssig lesbaren Text zusammen. Er bedient sich zuweilen selbst einer Sprache, die Großkonzerne für ihre Werbung benutzen und formt sie für seine Botschaften um („Geiz ist nicht geil“) und schreckt auch nicht vor Provokationen zurück. Durch diesen Schreibstil gelingt es ihm ein breites Publikum zu erreichen. Er beginnt die einzelnen Kapitel mit einem durchaus treffenden Zitat und bringt auch persönliche Erfahrungen und Meinungen in seine Berichte ein und wirkt so sehr authentisch und glaubwürdig. Seine Ausführungen sind mit Graphiken und Tabellen ergänzt und werden am Ende eines jeden Kapitels noch mal stichpunktartig zusammengefasst. Zudem gibt er nach jedem Kapitel weiterführende Informationen im Internet an und gibt so dem interessierten Leser eine Grundlage für weitere Recherche. Des weiteren gibt er dem Leser konkrete Handlungsvorschläge an die Hand, sei es der Boykott bestimmter Produkte, die Unterzeichnung von Petitionen oder der gewaltlose Widerstand. Für Leser, die einen schnellen Überblick über die Thematik haben wollen, ist das Buch durchweg empfehlenswert. Für bereits fachkundige wird allerdings wenig wirklich neues gesagt. Das Werk besticht durch das Konzept der kurzen Kapitel und der Firmenportraits am Ende. Insgesamt ist „Uns gehört die Welt“ sehr kurzweilig und gibt einen guten Überblick über die Machenschaften der Konzerne in der Welt.



WDR 3 Resonanzen: “Eine kleine Einkaufsrevolution”

Klaus Werner Lobo ist ein österreichischer Journalist, Buchautor, Globalisierungskritiker und im Nebenberuf: Clown. Sein Buch “Schwarzbuch Markenfirmen. Die Machenschaften der Konzerne” von 2001 wurde ein Bestseller. Jetzt hat er mit “Uns gehört die Welt. Macht und Machenschaften der Multis” eine Art globalisierungskritisches Handbuch für junge Leser veröffentlicht. Es richtet sich speziell an junge Leser, weil nach Lobos Ansicht vor allem Kinder und Jugendliche nicht bereit sind, Ungerechtigkeiten hinzunehmen und viel weniger zynisch als Erwachsene reagieren. In den “Resonanzen” spricht er über sein Buch und seine clowneske Herangehensweise an globalpolitische Themen.



Deutschlandradio: “Über die Strategien der Kommunikationsguerilla”

Anlässlich des Fakes der New York Times durch die Yes Men hat mich Deutschlandradio Kultur zum Thema Kommunikationsguerrilla interviewt.

Hier zum Nachhören (6:58 Minuten)



Format: “Bücher zum Thema Ökologie und soziale Verantwortung”

Aus Format 46/2008



Deutschlandfunk: “Mensch, willst du ewig kaufen?”

Michael Reitz vom Deutschlandfunk hat mich für ein Radiofeature über “Kommunikationsguerilla gegen Konsumkultur” interviewt (pdf-Transkript der Sendung).

Werbetafeln, beklebt mit: “Reklame verboten”. “Wir freuen uns auf Ihre nächsten Entlassungen und unsere Gehaltserhöhungen”, besagt die PR-Kampagne einer Bank. Amtliche Briefe fordern Notopfer für den Afghanistankrieg. Zeichen dafür, dass die Kommunikationsguerilla mal wieder zugeschlagen hat.

Ihr Ziel: die “subversive Kommunikation” über Konkurrenz, Leistungsdenken und Zeitgeist. Außerdem: den Konsum lächerlich zu machen, denn er bestimme nach ihrer Auffassung unser Leben.

Ihre Mittel: die spaßhafte Unterwanderung, Protest durch Chaos, “Fakes” von Werbebotschaften und politischen Verlautbarungen.

Die Guerilleros arbeiten im Verborgenen, überall in Europa. Der Autor hat sie bei Planung und Ausführung ihrer Aktionen beobachtet, beim Versuch, die Wahrheit über diejenigen zu sagen, deren Geschäft das Lügen ist.



Konsument: “Lust auf Veränderung”

aus Konsument 11/2008:

Buchtipp: “Uns gehört die Welt!”

Das „Schwarzbuch Markenfirmen“, erstmals im Jahr 2001 erschienen, hat sich zu einem Bestseller entwickelt, der in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Einer der Autoren, Klaus Werner-Lobo, hat nun ein neues Buch präsentiert, in dem wieder eine Menge aktualisierter Fakten zum Thema Macht und Machenschaften der Multis geboten werden. Werner-Lobo hat diesmal einen neuen Zugang gewählt. Das Motto des Schwarzbuches „Dieses Buch wird Sie wütend machen“ hat sich wohl nur zum Teil bewahrheitet. Der Autor selbst hat in Gesprächen die Erfahrung gemacht, dass viele Leser auch enttäuscht und ohnmächtig reagierten. Diese – und vor allem die Jugendlichen unter ihnen – will der Autor mit seinem neuen Werk gezielt ansprechen. Es werden nicht nur Zusammenhänge erklärt. So versucht Werner-Lobo das Brecht-Zitat eines armen Mannes, „Wär’ ich nicht arm, wärst du nicht reich“, mit einer Menge Zahlen und konkreten Beispielen zu belegen. Zusätzlich will Werner- Lobo aber auch Lust machen, Lust auf Veränderung. In jedem Kapitel geht er auf die Frage ein, wie eine bessere Welt aussehen könnte und was seine Leser dazu beitragen könnten.



Deutschlandradio: “David gegen den globalen Goliath”

Stefan May hat “Uns gehört die Welt!” für Deutschlandradio Kultur rezensiert: Anhören/Download (MP3, 7min.)

Zwölf Milliarden Menschen könnte die Erde ernähren, dennoch gibt es Hungersnöte. Die reichsten Deutschen, das Brüderpaar, dem die Supermarktkette Aldi gehört, besitzen so viel Geld, wie die ärmsten 40 Länder dieses Planeten jährlich erwirtschaften. 12 Millionen Kinder unter 14 Jahren arbeiten weltweit in der Exportindustrie. “Dieses Buch wird euch wütend machen”, schreibt Klaus Werner-Lobo im Vorwort zu seinem Buch “Uns gehört die Welt”.

Den Multis gehört die Welt, glaubt man den Ausführungen des Autors. Mit ihrer Macht setzen sie sich über Gesetze hinweg und gehen mit der Produktion ins Ausland, wenn sie meinen, dass ihnen unzumutbare Vorschriften gemacht würden oder die Herstellung zu teuer geraten könnte. Prominentestes Beispiel der jüngeren Vergangenheit ist der Abzug des Handyherstellers Nokia aus Deutschland.

Die meisten der großen Markenfirmen aber sind schon in Billiglohnländern: Sie lassen dort von Zulieferern produzieren, vielfach unter menschenunwürdigen Bedingungen: Stickige Räume, giftige Materialien, die Arbeiter und Arbeiterinnen dürfen nur zweimal am Tag für höchsten zehn Minuten die Toilette benützen, andernfalls gibt es Strafen. In manchen Firmen müssen die Arbeitnehmer an den Arbeitsstätten übernachten, zu hunderten in einem Schlafsaal. Urlaub gibt es nicht, die Arbeitszeit pro Tag liegt bei oft 14 und mehr Stunden, Mindestlohn ist unbekannt, die Lohnsklaven erhalten höchstens ein paar Cent pro Stunde, viel zu wenig zum Überleben oder gar, um eine Familie zu ernähren. So müssen auch die Kinder arbeiten.

Freie Gewerkschaften sind in China, wo die meisten Verstöße stattfinden, verboten. Die Markenfirmen werden immer wieder auf die Produktionsbedingungen hingewiesen, streiten sie entweder ab oder geloben Besserung, aber wenig passiert.

Es geht nicht nur um Ausbeutung der Menschen, auch die Natur wird nachhaltig von den multinationalen Konzernen geschädigt: In Brasilien wird auf riesigen Flächen Soja angebaut als Viehfutter, statt Getreide für die Bevölkerung zu pflanzen. “Das Vieh der Reichen frisst das Brot der Armen”, heißt es bei Werner-Lobo.

Der Autor geißelt die negativen Auswüchse der Globalisierung: ob es der Nestlé-Konzern ist, der in Entwicklungsländern sein Milchpulver anpreist und damit die Mütter vom Stillen abhält, was Krankheiten verursacht, wenn die Mütter das Milchpulver mit verunreinigtem Wasser mischen, oder die Deutsche Bank, die Spekulationsgeschäfte mit Nahrungsmitteln empfiehlt. Bill Gates kritisiert er für seinen Wohltätigkeitsfonds. Denn nur die Gewinne davon würden für die medikamentöse Behandlung von Kindern in armen Ländern ausgegeben, das Kapital komme unter anderem Ölkonzernen zugute, die mit Raubbau an der Natur gesundheitliche Schädigungen der Menschen verursachten.

Einige Passagen übernimmt Werner-Lobo aus seinem schon vor einigen Jahren erschienen Buch “Schwarzbuch Markenfirmen”. Etwa die Passage, als er sich als afrikanischer Rohstoffhändler ausgab und auf diese Weise herausbekam, dass der Chemiekonzern Bayer über eine Tochterfirma den für die Handyerzeugung wichtigen Rohstoff Tantal aus dem Kriegsgebiet Kongo bezog und somit Rebellen und Kinderarbeit unterstützte.

Für Leser ab 14 ist das Buch laut Autor geeignet, und das ist auch seine Zielgruppe, die der kritischen Jugendlichen: Werner-Lobo schreibt einfach, verständlich und erklärt viel. Nach jedem Kapitel gibt er Links an, die weiterführende Informationen geben. Werner-Lobo hetzt nicht, er lässt Recherchiertes sprechen. Trotzdem kein Zweifel, auf welcher Seite er steht.



Kirchenzeitung: “Zum Handeln ermutigen”

Von Susanne Huber, Kirchenzeitung 2008/43:

Kopf der Woche: Klaus Werner-Lobo

Die Armen werden immer ärmer, die Reichen immer reicher, der soziale Mittelstand schwindet. In seinem neuen Buch über die Macht und Machenschaften der Multis will Klaus Werner-Lobo dazu ermutigen, aktiv etwas dagegen zu tun.

Entstanden ist das Buch als Folge seiner Vorträge in Schulen über sein Erfolgs-Werk „Schwarzbuch Markenfirmen“. Darin werden jene multinationalen Unternehmen porträtiert, die von Ausbeutung, Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen leben. „Im Gespräch mit den jungen Leuten habe ich bemerkt, dass sie nicht so politikverdrossen und konsumgeil sind, wie man sie darstellt. Erklärt man ihnen die Zusammenhänge zwischen internationaler Wirtschaftspolitik und unserem Alltag, sind sie plötzlich sehr interessiert“, sagt der Autor. Dieses Interesse will er in seinem neuen Buch fördern und zum Mitreden und aktiven Handeln gegen Konsumterror, Ausbeutung und Diskriminierung ermutigen. Nötig seien dazu Selbstvertrauen nach dem Motto „lebe deine Träume“; Informationen über die wirtschaftlichen Interessen, die dahinter stecken; solidarisches Handeln verbunden mit Spaß und „Zivilcourage, die täglich gelebt werden soll.“

Clown. Klaus Werner-Lobo ist aber nicht nur Autor und Journalist, sondern auch Clown. „Ich habe vier Jahre in Brasilien gelebt, bin dort in eine Schauspielschule gegangen und habe Kurse bei Clowns absolviert. Das setze ich in meinen Vorträgen ein. Denn ich will bei den Leuten nicht nur den Kopf ansprechen, sondern auch den Bauch“, sagt der gebürtige Salzburger.

- Buchtipp: „Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis“ von Klaus Werner-Lobo. Hanser Verlag 2008, Euro 16,90.


Klaus Werner-Lobo: „Wenn jeder Mensch im Rahmen seiner Möglichkeiten täglich Zivilcourage zeigt und lebt, dann haben wir morgen eine bessere Welt.”