Marken

Check your brand!

Eine neue Datenbank der Clean Clothes Kampagne liefert dank einer europaweiten Firmenbefragung und Analyse erstmals standardisierte und untereinander vergleichbare Porträts von Bekleidungsunternehmen. Über 50 Unternehmen wurden in der Datenbank der Clean Clothes Kampagne erfasst.

Check your brand! Alle Firmenprofile in englischer Sprache.

Check your brand! Ausgewählte Firmenprofile in deutscher Sprache.

Beispiele: Asics Fila Intersport Mizuno New Balance Nike Palmers Triumph Vögele Wolford



Greenpeace Österreich: Wie ökologisch und fair sind Schokomarken?

via marktcheck.at:

Nachfolgend ist ein Überblick der Marken von Schokoladeprodukten zu finden. Es handelt sich um jene, die am häufigsten im österreichischen Handel erhältlich sind. Die Auflistung erfolgt jeweils alphabetisch nach Marke und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Es wurde überprüft, welche Schokoladenmarken ökologisch und tiergerecht produzieren und welche Zutaten aus fairem Handel einsetzen (erkennbar an den jeweiligen Gütesiegeln bzw. Prüfinstituten).

An solchen Gütesiegeln ist erkennbar wie ökologisch und fair ein Produkt hergestellt ist. Für weitere Infos zu häufigen Gütesiegeln bei Schokoladeprodukten auf die Abbildungen der Gütesiegel oder hier klicken.

Biologisch und fair

Diese Schokolademarken produzieren biologisch und fair (tragen Bio- sowie  Fairtrade-Siegel) und sind zu empfehlen (Hersteller- bzw. Vertriebsfirma in Klammer):

  • Bio Mascao (EZA Fairer Handel GmbH)
  • BioArt (BioArt AG)
  • Bonvita (Bonvita BV)
  • EZA (EZA Fairer Handel GmbH)
  • Fairetta (EZA Fairer Handel GmbH)
  • Maestrani (Schweizer Schokoladen AG)
  • Rapunzel (Rapunzel Naturkost AG)
  • Sonrisa (EZA Fairer Handel GmbH)
  • Zotter (Zotter Schokoladen Manufaktur GmbH)

Nur biologisch

Diese Schokolademarken sind aus biologischer Produktion (erkennbar am Bio-Siegel), allerdings sind faire Arbeitsbedingungen nicht garantiert, weil ein Fairtrade-Siegel fehlt (Hersteller- bzw. Vertriebsfirma in Klammer):

  • Alnatura (Alnatura GmbH)
  • Björnsted (EcoFinia GmbH)
  • Meybona (Candyport Handels GmbH)
  • Naturata (Naturata Spielberger AG)
  • Ritter Sport Bio: Vier Sorten (Ritter Sport Schokoladen GmbH)
  • Rosengarten (Mühle Hubmann GbR/Minderleinsmühle)
  • Spar Natur pur (Spar Österreichische Warenhandels-AG)
  • Vivani (EcoFinia GmbH)

Nur fair

Diese Schokolademarke wird fair produziert (erkennbar am Fairtrade-Siegel), allerdings nicht biologisch (Hersteller- bzw. Vertriebsfirma in Klammer):

  • Companera (EZA Fairer Handel GmbH)

Weder biologisch, noch fair

Die Schokoladenprodukte dieser Marken werden konventionell produziert (kein Gütesiegel), dh. es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Kakao von Kindern unter unfairen Bedingungen produziert wurde und das Trockenmilchpulver von Kühen aus Massentierhaltung stammt, die Gentech-Tierfutter gefressen haben (Hersteller- bzw. Vertriebsfirma in Klammer):

  • After Eight (Nestlé Austria Holding GmbH)
  • Amicelli (Mars Austria OG, vormals Masterfoods Austria OHG)
  • Auer (Continental Bakeries Austria GmbH, vormals Auer Blaschke)
  • Baci (Nestlé Austria Holding GmbH)
  • Balisto (Mars Austria OG, vormals Masterfoods Austria OHG)
  • Bensdorp (Kraft Foods Österreich GmbH)
  • Blaschke (Continental Bakeries Austria GmbH, vormals Auer Blaschke)
  • Bounty (Mars Austria OG, vormals Masterfoods Austria OHG)
  • Casali (Josef Manner & Comp. AG, Wien)
  • Celebrations (Mars Austria OG, vormals Masterfoods Austria OHG)
  • Chocolatier Hachez (Bremer Hachez Chocolade GmbH & Co. KG)
  • Delight (Mars Austria OG, vormals Masterfoods Austria OHG)
  • Duplo (Ferrero Österreich Handelsgesellschaft mbH)
  • Ferrero (Ferrero Österreich Handelsgesellschaft mbH)
  • Finessa (Kraft Foods Österreich GmbH)
  • Frey (Chocolat Frey AG)
  • Giotto (Ferrero Österreich Handelsgesellschaft mbH)
  • Guylian (Chocolaterie Guylian Handelsgesellschaft mbH)
  • Hauswirth (Franz Hauswirth Ges.m.b.H.)
  • Heindl (Walter Heindl GesmbH)
  • Heller (Josef Manner & Comp. AG, Wien)
  • Hofbauer (Lindt & Sprüngli Austria GmbH)
  • Ildefonso (Josef Manner & Comp. AG, Wien)
  • Kinder Schokolade (Ferrero Österreich Handelsgesellschaft mbH)
  • KitKat (Nestlé Austria Holding GmbH)
  • Knoppers (Storck GmbH)
  • Küfferle (Lindt & Sprüngli (Austria) GmbH)
  • Lindt (Lindt & Sprüngli Austria GmbH)
  • Lion (Nestlé Austria Holding GmbH)
  • Maltesers (Mars Austria OG, vormals Masterfoods Austria OHG)
  • Manner (Josef Manner & Comp. AG, Wien)
  • Mars (Mars Austria OG, vormals Masterfoods Austria OHG)
  • Merci (Storck GmbH)
  • Milka (Kraft Foods Österreich GmbH)
  • Milkinis (Kraft Foods Österreich GmbH)
  • Milky Way Mars Austria OG (vormals Masterfoods Austria OHG)
  • Mirabell (Kraft Foods Österreich GmbH)
  • Mon Chéri (Ferrero Österreich Handelsgesellschaft mbH)
  • Mozart Kugeln (Walter Heindl GesmbH)
  • M&M’s (Mars Austria OG, vormals Masterfoods Austria OHG)
  • Napoli (Josef Manner & Comp. AG, Wien)
  • Nestle (Nestlé Austria Holding GmbH)
  • Niemetz (Walter Niemetz GmbH & Co KG)
  • Nuts (Nestlé Austria Holding GmbH)
  • Pischinger (Walter Heindl GesmbH)
  • Pocket Coffee (Ferrero Österreich Handelsgesellschaft mbH)
  • Raffaelo (Ferrero Österreich Handelsgesellschaft mbH)
  • Riegelein (Hans Riegelein & Sohn GmbH & Co. KG)
  • Riesen (Storck GmbH)
  • Ritter Sport (Ritter Sport Schokoladen GmbH)
  • Rocher (Ferrero Österreich Handelsgesellschaft mbH)
  • Schogetten (Ludwig Schokolade Vertriebsges.m.b.H.)
  • Sissi Taler (Walter Heindl GesmbH)
  • Smarties (Nestlé Austria Holding GmbH)
  • Snickers (Mars Austria OG, vormals Masterfoods Austria OHG)
  • Storck (Storck GmbH)
  • Suchard (Kraft Foods Österreich GmbH)
  • Super Dickmann’s (Storck GmbH)
  • Toblerone (Kraft Foods Österreich GmbH)
  • Toffifee (Storck GmbH)
  • Trumpf (Ludwig Schokolade Vertriebsges.m.b.H.)
  • Twix (Mars Austria OG, vormals Masterfoods Austria OHG)
  • Viktor Schmidt & Söhne (Josef Manner & Comp. AG, Wien)
  • Yogurette (Ferrero Österreich Handelsgesellschaft mbH)

Wer es genau wissen will, findet bewertete Schokoladenprodukte in der marktcheck.at Datenbank. Über die Produkt- und Kategoriesuche können einzelne Produkte abgerufen werden. Diese sind nach

  • Ökologie (Inhaltsstoffe, Gentechnik, Verpackung, Transport),
  • Tierschutz und
  • sozialen Aspekten bewertet.

Diese Informationen können in Form einer Überblicksliste (zum Vergleichen der verschiedenen Produkte) sowie einer Detailansicht je Produkt abgerufen werden. Überdies gibt es Informationen, ob und welches Gütesiegel ein Produkt trägt sowie Informationen zu den Hersteller- und Vertriebsfirmen. In der Inhaltsstoffsuche können sämtliche Lebensmittelzusatzstoffe abgefragt werden. Über die Firmensuche können die Kontaktdaten der jeweiligen Firmen abgerufen werden. In der Gütesiegelsuche gibt es Infos zu den verschiedenen Siegeln.

Mehr Infos:



Warum die Jeans von Lidl und Co. so billig sind

Von Susanne Amann, spiegel.de:

Hohe Gewinne mit Niedrigpreisen: Discounter wie Lidl und Kik lassen ihr Textilsortiment vor allem in Bangladesch produzieren - und kümmern sich wenig um die Arbeitsbedingungen. Die verstoßen massiv gegen internationale Sozialstandards, zeigt eine Untersuchung. Weiterlesen…



Tagung „Konzernkritik – Bilanz und Perspektive“ der Coordination gegen BAYER-Gefahren

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren lädt anlässlich ihres 30. Geburtstages zur Tagung „Konzernkritik – Bilanz und Perspektive“.

TERMIN: Samstag, 6. Dezember
ORT: Umweltzentrum Düsseldorf
EINTRITT: frei (Spende erbeten)

Die Finanzkrise zeigt es einmal mehr: Banken und Konzerne dürfen sich nicht selbst regulieren. Ohne öffentliche Kontrolle der Unternehmen gerät das Allgemeinwohl unter die Räder.

Seit 1978 dokumentiert die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) die Schattenseiten der BAYER-Geschäftspolitik: Störfälle, Pestizidvergiftungen, gefährliche Pharmaprodukte, Lobbyismus, Emissionen – die CBG bringt Missstände in die Öffentlichkeit und organisiert öffentlichen Protest.

Zu ihrem 30. Geburtstag will die Coordination gegen BAYER-Gefahren mit Freunden und Kooperationspartnern Bilanz ziehen und Perspektiven entwickeln. Dabei sollen unterschiedliche konzernkritische Initiativen zu Wort kommen.

ReferentInnen:
Jürgen Grässlin, Kritischer Daimler-Aktionär, Biograph  von Jürgen Schrempp
Sabine Zimpel, Koordinierungskreis attac  Deutschland
Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands der  Kritischen Aktionäre
Axel Köhler-Schnura, Gründungsmitglied der  CBG
Philipp Mimkes, Geschäftsführer Coordination gegen  BAYER-Gefahren

Diskutieren und feiern Sie mit! Bitte senden Sie Ihre Anmeldung an: CBGnetwork@aol.com

Das vollständige Programm finden Sie hier



Kinder auf Ebay versteigert

Bis zum 20. November, dem Internationalen Tag der Kinderrechte, läuft auf Ebay ein auf den ersten Blick unmoralisches Angebot: Ich versteigere dort “süße kinder”.  Natürlich verkaufe ich nicht wirklich Kindersklaven. Wer bei Ebay auf “Bieten” klickt, kann nur einen Schokoriegel – wahlweise von Ferrero, Nestlé oder Kraft Foods - erstehen.

An einem solchen könnte aber das Blut von Kindersklaven kleben, wie es im Angebotstext heißt:

An der Elfenbeinküste kann man übrigens nicht nur “kinder”- oder “Milka”-Schokolade kaufen, sondern auch wirkliche Kinder. Viele von ihnen um den Preis von nur 25 Euro pro “Stück”. Dort und in Ghana, Nigeria und Kamerun arbeiten nach Schätzungen des International Institute of Tropical Agriculture rund 284.000 Kinder auf Kakaoplantagen. Zwischen zehn- und zwanzigtausend von ihnen wurden zuvor als Sklaven an die Plantagenbesitzer verkauft. Von Hunden bewacht und gehetzt, oft auch mit Peitsche oder Machete bedroht, schuften sogar Sechsjährige schon in der glühenden Hitze. Viele von ihnen sterben bald. Dann wirft man sie weg wie eine Maschine, die nicht mehr funktioniert.

Hauptverantwortlich für diese Situation sind die niedrigen Weltmarktpreise, die es westafrikanischen Farmern nicht erlauben, für menschliche Arbeitsbedingungen und angemessene Löhne zu sorgen. Diktiert werden diese Weltmarktpreise von den großen Genussmittelkonzernen wie Nestlé, Kraft Foods und Ferrero. Als die Schokoladenindustrie deswegen bereits 2001 in Verruf geriet, kündigte man den Kampf gegen die Kindersklaverei an. Doch noch immer seien die Hersteller laut einem Bericht des International Labor Rights Forum vom Juni 2008 nicht in der Lage, die Beseitigung der Kinderarbeit in der Kakaoproduktion nachzuweisen.

Deswegen versteigere ich hier anlässlich des ‘Internationalen Tags der Kinderrechte’ am 20.11.2008 100g süße ‘kinder’. Bis zu diesem Tag können Sie noch mitbieten! Gratis dazu gibt es ein handsigniertes Exemplar des neuen Buches ‘Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis’.



H&M in Bangladesch: Ausbeutung, Schläge und Nötigung

Fabrikarbeiter und Näherinnen eines H&M Lieferanten in Bangladesch erheben schwere Vorwürfe. Das berichtet das ARD Politikmagazin REPORT MAINZ in seiner heutigen Ausgabe um 21:45 Uhr im Ersten.

Arbeiter der Textilfabrik „House of Sunshine“ in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka, die im Oktober entlassen wurden, sagen im Interview, dass sie von ihren Vorarbeitern geschlagen werden, wenn sie ihr Arbeitspensum nicht erfüllen. Näherinnen werfen den Fabrikaufsehern Nötigung vor. Die Frauen müssten sich mit ihren Vorgesetzten einlassen oder Bestrafungen in Form von Mehrarbeit oder Lohnabzug erdulden. Erniedrigungen und Belästigungen der weiblichen Mitarbeiter seien an der Tagesordnung. „House of Sunshine“ produziert seit langem für den Modekonzern H&M. In der Fabrik arbeiten rund 1.700 Menschen.

Die Arbeiter erklären, dass sie zu Überstunden gezwungen würden. Die Überstunden überschritten regelmäßig die gesetzlich vorgeschriebenen Höchstgrenzen. Oft müsse sieben Tage die Woche gearbeitet werden. Pro Monat würden lediglich zwei freie Tage gewährt. Damit verstoße die Firma systematisch gegen geltende Rechtsvorschriften, gegen internationale Standards sowie gegen den H&M Verhaltenskodex für Lieferanten. Der Zulieferbetrieb zahle, mit umgerechnet 40 bis 50 Euro im Monat (inklusive der Vergütung von Überstunden) - auch für die Verhältnisse in Bangladesch - einen extrem geringen Lohn.

REPORT MAINZ traf die Arbeiter und Näherinnen in Slums an. Viele von ihnen wohnen dicht gedrängt in einfachsten Behausungen, ohne fließendes Wasser. Die sanitären Anlagen sind absolut unzureichend.

In einer Stellungnahme räumt H&M Deutschland gegenüber REPORT MAINZ ein, dass die Firma ‚House of Sunshine’ „mehrere male von H&M Mitarbeitern besucht und untersucht“ worden sei. Ein Unternehmenssprecher: „Hierbei mussten wir weit reichende Probleme und Schwierigkeiten mit der Umsetzung des Verhaltenskodex von H&M feststellen, die trotz verschiedener Maßnahmen seitens H&M anfangs keine Besserung erkennen ließen.“ H&M habe daraufhin vor etwa einem Jahr durchgesetzt, dass die Firma ihr Management auswechselte. „Dieser Wechsel und die starken Interventionen von H&M führten zu viel versprechenden Verbesserungen in den letzten Monaten.“ teilte der H&M Pressestelle in Hamburg REPORT MAINZ mit. „So hat beispielsweise ein Worker’s Welfare Committee seine Arbeit aufgenommen, ein neuer ‚Welfare Officer’ wurde eingestellt und ein funktionierendes Beschwerdesystem eingerichtet“.

In seiner Stellungnahme räumt H&M ein, der „übermäßige Einsatz von Überstunden“ sei nach wie vor „ein bestehendes Problem“ in Bangladesch.
H&M habe sich entschieden, die Zusammenarbeit mit der Firma fortzusetzen. Der Konzern kündigte an, „Nichtsdestotrotz wird die weitere Entwicklung durch H&M genau beobachtet und gleichzeitig Verbesserungen unterstützt werden.“



Fair oder nicht fair? - Gütesiegel unter der Lupe

Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher setzen auf faire Produkte. Viele Initiativen oder Unternehmen wollen an diesem Boom teilhaben und rücken sich in ihrer Kommunikation in die Nähe des Fairen Handels. Doch werden sie diesem Anspruch wirklich gerecht?

Das Forum Fairer Handel, das Netzwerk der Fair-Handels-Organisationen und -Akteure in Deutschland hat das international anerkannte Fairtrade-Siegel in einer Studie mit drei anderen „nachhaltigen“ Ansätzen vergleichen lassen: mit dem brancheneigenen Verhaltenskodex der Kaffeewirtschaft 4C, dem Umweltmanagementsystem Rainforest Alliance und dem ‘Hand in Hand’-Zeichen des Bio-Anbieters Rapunzel. Ziel der Untersuchung war, deutlich herauszuarbeiten, was den Fairen Handel von ähnlich klingenden Ansätzen unterscheidet.

Olaf Paulsen, der Verfasser der Studie, resümierte bei der Veröffentlichung als Fazit seiner Untersuchung, dass keiner der drei untersuchten Ansätze den international anerkannten Kriterien des Fairen Handels entspricht, wie sie durch die Fair-Handels-Bewegung definiert wurden und durch das FLO Fairtrade-System als dem derzeit einzigen Gütesiegel-System des Fairen Handels in der Praxis umgesetzt werden.

Zur entwicklungspolitischen Bedeutung des Fairtrade-Siegels erläuterte Heinz Fuchs, Vorstandsvorsitzender TransFair e.V.: „Das Siegel garantiert einen existenzsichernden Preis für die Erzeuger, der nicht nur die Produktionskosten deckt, sondern den Produzenten ein Leben in Würde und Investitionen in ihre Zukunft ermöglichen.“ Die zusätzliche Fairtrade-Prämie stärke darüber hinaus soziale Infrastruktur, z.B. Gesundheitsvorsorge, Schulen und Weiterbildungsprojekte. Handelsbeziehungen seien bewusst langfristig angelegt, das sichere eine nachhaltige Entwicklung. „Fairtrade ist ein entwicklungspolitisches Projekt, das zur Bekämpfung von Armut und zur Ernährungssicherheit beiträgt.“

Andrea Fütterer, Vorstand Forum Fairer Handel, betonte die Bedeutung des Fairen Handels über die reine Handelstätigkeit hinaus: „Der Faire Handel will nicht „Inseln der Glückseligkeit“ schaffen inmitten der rauen Wirklichkeit des internationalen Welthandels. Daher engagieren sich Fair-Handels-Organisationen über faire Handelsbedingungen für Produzentenorganisationen im Süden hinaus auch in Bildungsarbeit und Advocacy hierzulande, um Konsumentenverhalten zu beeinflussen und auf politischer Ebene die internationale
Handelspolitik gerechter zu gestalten.“ Die positiven Wirkungen des Fairen Handels entstünden durch diese Vielfältigkeit des Ansatzes.

Neben dem Fairtrade-Siegel stehen die Marken der anerkannten Fair-Handels-Organisationen, u.a. BanaFair, dwp, El Puente und GEPA – The Fair Trade Company, für den Fairen Handel. Fair gehandelte Produkte finden sich in tausenden Supermärkten, im Naturkosthandel, im Versandhandel, in Cafés und Kantinen. Die 800 Weltläden in Deutschland bieten als Fachgeschäfte des Fairen Handels die ganze Vielfalt fair gehandelter
Produkte.

Hier ein Faltblatt, das die Gegenüberstellung der verschiedenen Siegel zusammenfasst.



Plakatwerbung gegen “Klimaschwein Mercedes”


Greenpeace-Aktivisten demonstrierten in Berlin gegen die klimaschädliche Modellpolitik von Mercedes-Benz. Zehn Greenpeace-Kletterer haben den neuen Mercedes-Benz Gelaendewagen GLK auf einem grossen Werbeplakat zu einem Klimaschwein umdekoriert. Auf dem 50 mal 17 Meter grossen Plakat ist das Auto jetzt mit rosa Ohren und Schnauze zu sehen.



Vattenfall täuscht die Öffentlichkeit beim Klimaschutz

via Greenpeace:

Vattenfall zerstört das Klima, steht auf dem Schild eines grünen Männchens, das heute auf dem Berliner Alexanderplatz eine PR-Aktion von Vattenfall stört. Der Protest richtet sich gegen die Vattenfall-Kampagne unter dem irreführenden Titel Klimaunterschrift, mit der sich der Energieerzeuger derzeit ein grünes Mäntelchen umhängen will. In der Kampagne stellt er sich europaweit als besorgten Konzern dar, dem Klimaschutz wichtig ist. Er fordert Verbraucher zum Handeln auf, steckt aber Milliarden in den Bau klimaschädlicher Kohlekraftwerke. Daher stellt Greenpeace heute eine neue Internetseite ins Netz. Unter www.klimaunterschrift-vattenfall.de persifliert die Umweltschutzorganisation die Klimaunterschrift-Kampagne und entlarvt die Desinformation. Weiterlesen…



Ausbeutung für für Nokia, Samsung, Motorola, LG, Sony Ericsson und Apples iPhone

Berlin, 24. September 2008: Eine heute veröffentlichte Studie der europäischen makeITfair-Kampagne kratzt am glänzenden Image der Elektronikindustrie. Die Studie enthüllt erschreckende Arbeitsbedingungen in asiatischen Handyfabriken: Junge Arbeiter hantieren ohne Schutzkleidung mit Chemikalien, leisten exzessive Überstunden, um ihre Grundbedürfnisse zu decken, und werden für fehlerhafte Produktion bestraft. In den Exportproduktionszonen in einigen Ländern Asiens, wo die Firmen angesiedelt sind, werden Proteste oft brutal unterdrückt. Die untersuchten Firmen liefern ihre Produkte an alle großen Handy-Firmen.

“Die Fabrikarbeiter in China und den Philippinen müssen einen hohen Preis dafür zahlen, dass wir Handys immer billiger kaufen können. Den zumeist jungen Frauen in den asiatischen Fabriken werden ihre Grundrechte vorenthalten. Oft haben sie kaum eine Chance, ihre Situation zu verbessern, da unabhängige Gewerkschaften zumeist verboten sind”, sagt Cornelia Heydenreich von Germanwatch, einer der beiden deutschen Trägerorganisationen von makeITfair.

makeITfair hat Arbeitsbedingungen in sechs Zulieferfabriken in China und den Philippinen untersucht, die Bauteile für Nokia, Samsung, Motorola, LG, Sony Ericsson und Apples iPhone herstellen. Die Studie deckt auf, dass die vorgefundenen Arbeitsbedingungen nationale Gesetze sowie Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO/ILO) verletzen. Ebenso verstoßen sie gegen die eigenen Verhaltenskodizes der Elektronikunternehmen - zum Beispiel bei den Arbeitszeiten und dem Umgang mit gefährlichen Chemikalien. (weiterlesen…)