Aktionen und Events

Fotos der Wien-Präsentation online

Am Dienstag wurde “Uns gehört die Welt!” in Wien präsentiert - mit über 300 BesucherInnen, bester Stimmung und sensationeller Organisation seitens der Arbeiterkammer war die Veranstaltung ein Riesenerfolg.

Auf unserer Flickr-Gruppe sind nun ein paar Fotos online. Danke an alle, die mitgemacht haben!



Buchpräsentation in Wien

Heute wird “Uns gehört die Welt!” in Wien präsentiert - über 300 Leute haben sich angemeldet, man kann aber auch ohne Anmeldung kommen. Beginn: pünktlich um 19h, 4. Bezirk, Theresianumgasse 16-18 im großen Saal des AK-Bildungszentrums.

Am 13. Oktober ist Berlin-Präsentation, weitere Termine hier.



Gut gemeint ist das Gegenteil von…

Vom 15. bis 28.09 2008 findet in Deutschland die Faire Woche (eigentlich ja zwei Wochen) statt. Unter dem Motto ”Doppelt gut! Bio im Fairen Handel” sind zahlreiche Veranstaltungen von Weltläden, Aktionsgruppen, Supermärkten, Kantinen und Einzelpersonen geplant - mit dem gemeinsamen Ziel, den Fairen Handel in Deutschland ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Eine scheinbar gute Idee hatte in diesem Sinne der Weblogger Christoph Harrach von karmakonsum.de (laut taz eines der führenden Medien der LOHAS-Szene, sogar mit eigener Hymne):

Er rief zum Fair-Trade-Blogkarneval und erklärte sich selbst zum Fairtrade-Man: Er werde am 15.9. einen 14-tägigen Selbstversuch starten, ob er nur von fair gehandelten Lebensmitteln leben könne - mit täglichem Video.

Die Aktion, die an etwas aufwändigere Versuche wie Supersize Me oder Ein Jahr ohne “Made in China” erinnert, wurde von vielen Bloggern wohlwollend zitiert. Doch was bedeutet das eigentlich, sich nur mit Produkten zu ernähren, die das Fairtrade-Gütesiegel tragen?

Es heißt, so gut wie ausschließlich Waren zu konsumieren, die in ärmeren, weit entfernten Ländern angebaut werden. Früher nannte man diese Waren Kolonialwaren - eben weil sie aus den kolonialisierten Ländern Afrikas, Lateinamerikas und Asiens zu uns gelangten. Und auch wenn das Fairtade-Gütesiegel bessere soziale und arbeitsrechtliche Standards für die ProduzentInnen garantiert, ist es weder sozial noch ökologisch sinnvoll, den Menschen in diesen Ländern ihre Nahrungsmittel wegzunehmen und sie über tausende Kilometer in die reichen Länder zu transportieren. Wegnehmen? Ja, wegnehmen: Denn es ist - trotz Fairtrade und damit im regionalen Vergleich besseren Löhnen - letztendlich die Armut, die zum Export zwingt, was in den meisten Ländern wiederum die Hauptursache für Hunger ist.

Bananen, Kakao, Kaffee, Tee etc. aus dem zertifizierten Fairem Handel sind eben nur die bessere Alternative, als diese Produkte “konventionell”, also von profitorientierten Importeuren zu kaufen. Sich komplett mit Kolonialwaren zu ernähren dient zwar vielleicht dem ausgeprägten Lifestyle-Bedürfnis vieler “Lohas”, ist aber letztendlich - ja, kolonialistisch. Wer wirklich “gut” konsumieren möchte, sollte so regional und ökologisch wie möglich einkaufen. Auch das wäre einen “Selbstversuch” wert - und wirklich fairtrade.



Jugendkongress München: “Mensch Macht Zukunft”

Vom 2.10. bis 5.10.2008 findet der dritte Jugendkongress in in der Waldorfschule in Ismaning bei München statt, bei dem ich letztes Jahr einen sehr spannenden Workshop über Aktionsformen gegen die Machenschaften der Weltkonzerne leiten durfte. Dieses Jahr lautet das Motto des Kongresses “Mensch Macht Zukunft”. Angeboten werden Workshops zu Themen wie Datenschutz, nachhaltige Energien und Identitätsfragen, aber auch über die Heilkunst Shiatsu.

Als Eröffnungsveranstaltung wird Hartmut Fiebig von seinen Reisen nach und durch Afrika berichten.
Außerdem wird ein neuer Film über das Grundeinkommen gezeigt. Als Abschluss gibt es ein Forums-Theater von Fritz Letsch. Das Forum-Theater ist eine Weiterentwicklung des Theater der Unterdrückten, das in den 70er Jahren vom Brasilianer Augusto Boal entwickelt wurde. Es verbindet die Theaterspielkunst mit politischem Problemhandeln.

Weitere Infos und Anmeldungen unter http://jugendkongress-muenchen.de



grauslich.at

In Österreich ist Wahlkampf. Ein Wahlkampf, der auch von den etablierten Parteien mit erschreckenden Ressentiments und auf dem Rücken gesellschaftlicher Minderheiten geführt wird. Die Österreichische Kinder- und Jugendvertretung hat nun unter dem Motto “Stop politischer Lüge und Diskriminierung” die Internetseite grauslich.at gestartet, mit der sie zur kritischen Beobachtung dieser Tendenzen aufruft: “Denn die Jugend hat genug von Wahlkampfgrauslichkeiten!” Mitmachen!



Greenpeace gegen Mercedes

UmweltschützerInnen von Greenpeace protestierten heute vor der Daimler-Niederlassung in Stuttgart gegen die klimaschädliche Politik des Konzerns. Das Gelände des Autohauses wurde mit schwarz-gelben Bändern abgesperrt. Auf Schildern war zu lesen: “Sperrbezirk: Achtung Klimaschweine”. Die AktivistInnen bauten vor dem Eingang einen Luxus-Geländewagen der Mercedes-M-Klasse mit rosa Farbe, künstlicher Schnauze, Ohren und Ringelschwanz zum Klimaschwein um. Auf einem Banner forderten sie: “Mercedes-Benz - Abspecken fürs Klima!” Weiterlesen…



Köln 12.-15-9.: Basic Rebel-Clown-Training

via CIRCA Wendmark:

RUN AWAY FROM THE CIRCUS – JOIN THE REBEL CLOWNS ARMY

Die Clownsarmy befreit den Clown aus der Gefangenschaft der Unterhaltungsindustrie. Sie führt ihn auf die Schauplätze der Unterdrückung, wo er der repressiven Normalität einen absurden Krieg erklärt.

Die Erfordernisse clownesker Kriegsführung stellen hohe Anforderungen an die Rebelclowns. Darum werden neue Rekruten in einem Basic Rebel Clown Training (BRCT) auf den Ernstfall vorbereitet. Diese Ausbildung gilt als die härteste nordsüdlich von Ostwestfalen.

Im BRCT befreien die Rekruten ihren eigenen Clown, werden in den Grundlagen der Clownsarmy geschult und wenden das Erlernte ein erstes mal unter gefechtsmäßigen Bedingungen im Einsatz an. Ein solches BRCT
findet in Köln vom 12. bis 15.September in Köln statt.

Das BRCT in Köln ist Teil der allgemeinen nichtatomaren Aufrüstung zuungunsten des Antiislamisierungkongresses von Pro Köln. Dieser findet eine Woche nach dem Training am 19. und 20.September ebenfalls in Köln statt. Man rechnet mit etwa 1000 Rechtsextremen und mehreren tausend
Gegendemonstranten. Unter diesen Umständen wird eine Krisenintervention von Seiten der Clownsarmee wohl unumgänglich sein. Hierbei sollen auch die neu ausgebildeten Einheiten zum Einsatz kommen.

Weil die Clownsarmee eine absurde Armee ist wird die Ausschüttung des Soldes in umgekehrter Richtung vollzogen. Das BRCT wird durch einen Richtsold von 10€ pro Nase finanziert. Davon werden militärisch
notwendige Investitionen wie rote Nasen, Schminke, Verpflegung und der goldene Ferrari vom Oberclown finanziert. Rekruten die diesen Sold nicht aufbringen können, aber bereit sind ihr Leben für eine gute Pointe zu lassen, werden natürlich trotzdem ausgebildet.

Mit zu bringen sind bequeme Kleidung, Schreibzeug, gerne auch Nahrungsmittel und Zeug zur Herstellung von Multiformen (der clowensken Entsprechung zur Uniform). Also militärisches Zeug plus clowneskes Zeug
plus Nähzeug. Bei so viel Zeug bieten wir natürlich ein Zeugenschutzprogramm. Und Chaos.

Anmeldung unter: clownsarmee_koeln@gmx.de

Infos zum Antiislamisiesrungskongress: www.hingesetzt.mobi

Basic Rebel Clown Training
Köln, Alte Feuerwache, Melchiorstr. 3
Freitag 12.09, 17h bis Montag 15.09, abends



Die 20 besten Momente der Protestgeschichte

…bei denen wir gern dabeigewesen wären zeigt der Spiegel online unter dem Titel “Triumph der Aufmüpfigen”:

Pamela Anderson nackt, ein Schwein als Präsidentschaftkandidat und Geld in Flammen: Für den Protest greifen Menschen zu spektakulären Mitteln - von ihren Aktionen schwärmen ganze Generationen. Weiterlesen…

Der Artikel lädt auch dazu ein, von eigenen kreativen Protesten zu berichten oder Bilder hochzuladen.



Februar 2009: Kongress „Solidarische Ökonomie“ in Wien

Von 20. – 22.2. 2009 findet in Wien der Kongress „Solidarische Ökonomie“ statt. Alle sind eingeladen, Workshops, offene Diskussionsrunden, Filme, Performances etc. einzubringen und können diese bis 17.10.2008 auf der Webseite www.solidarische-oekonomie.at registrieren.

Ziel des Kongresses ist

  • das Aufzeigen von Projekten auf lokaler, regionaler und globaler Ebene
  • den Begriff „solidarische Ökonomie“ bekannt zu machen
  • Austausch, Auseinandersetzung und Vernetzung in Theorie und Praxis
  • Motivieren, in diesem Sinn aktiv zu werden

Das Verständnis von Solidarökonomie soll dabei breit angelegt werden - also bezogen auf Solidarität als gegenseitige Unterstützung und eine Ökonomie, die sich an den menschlichen Bedürfnissen orientiert und nicht umgekehrt. Dabei geht es um Kritik der Geschlechterverhältnisse, Grenzregime, Kapitalismus, Zerstörung natürlicher Lebensräume genauso wie um den selbstreflexiven Blick auf solidarökonomische Projekte wie:

Selbstverwaltete Räume und Betriebe, alte und neue Genossenschaften, solidarische Wohnformen, Aneignung von Raum und Ressourcen, Kommunen, Unternehmungen mit sozialer Zielsetzung, Bleiberechtsinitiativen, Tauschringe, Regionalwährungen, Frauenräume und feministische Projekte,
Umsonstläden, alternative Finanzierungseinrichtungen, fairer Handel, Solidarische und Interkulturelle Gärten, Volxküchen, landwirtschaftliche Direktvermarktung, Ökodörfer, OpenSource, Alternative
Bildungseinrichtungen, Wissensallmende, Grundeinkommen u.v.a.



Seminar go.stop.act - kreative öffentliche Aktionen

Die Bewegungsakademie und die Stiftung Leben und Umwelt veranstalten vom 19.-21. September ein Seminar zur Entwicklung kreativer öffentlicher Aktionen in Verden/Aller. Leiter: Marc Amann, Herausgeber von go.stop.act.

Das Seminar beschäftigt sich mit der Frage nach den Bedingungen und Möglichkeiten auf der Suche nach der “passenden Aktion”. Dabei dienen bestehende kreative Aktionsformen als Beispiele und Ausgangspunkt für Überlegungen zur Entwicklung eigener und neuer Formen. Zudem wird das Handwerkszeug zur eigenen Entwicklung und Durchführung kreativer Aktionen vermittelt:

Wie kann ich Inhalte am besten transportieren? Wie erreiche ich die Leute auf der Straße? Wie komme ich mit meinen Inhalten in die Medien? Wie kann ich neue MitstreiterInnen gewinnen? Wie kann ich politischen Druck ausüben? Und wie kann ich bei diesen ganzen Fragen noch Spaß am Aktivismus haben?

Infos und Anmeldung hier