Süddeutsche Zeitung: “Wir brauchen eine radikale Demokratie-Reform”

Von Peter Wagner, jetzt.de, 30.12.2008:

Der Autor Klaus Werner-Lobo erklärt, was man aus der Wirtschaftskrise lernen sollte – und warum Lachen das beste Mittel gegen die Angst ist.

Vor sieben Jahren schrieb der Österreicher Klaus Werner-Lobo, 41, den Bestseller Schwarzbuch Markenfirmen, in dem er zeigte, dass große Konzerne häufig nicht wirtschaften können, ohne Menschen zu schaden. Jetzt ist der Nachfolger da: “Uns gehört die Welt!” (Hanser) ist eine angenehm verständlich verfasste Abhandlung über den globalen Handel und die Macht der Konzerne sowie die Forderung an uns, an diesem Leben mehr Anteil zu nehmen. Charlotte Roche bezeichnet den Band als ihr „Buch des Jahres“. jetzt.de spricht mit Werner-Lobo über den Zustand der Welt und über Clowns.

jetzt.de: Herr Werner-Lobo, eigentlich will ich mit Ihnen über Wirtschaft reden, aber eben lese ich, dass Sie im Nebenberuf Clown sind. Warum?
Werner-Lobo: Ich habe fast vier Jahre in Brasilien gelebt. In Rio de Janeiro habe ich einen Clown gesehen und gemerkt, dass Clownerei politische Komponenten hat. Ein Clown hat die Angst vor der eigenen Lächerlichkeit verloren und wird dadurch gefährlich für Mächtige. Lachen ist das beste Mittel gegen die Angst, auch die Angst vor Autoritäten. Weiterlesen…

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