Digitale Flamme gegen unsportliche Ausbeutung
19. Juni 2008 | Von Klaus Werner-Lobo | Kategorie: Markenvia Glocalist:
Berlin (19.6.08): Die Aktion „Catch the Flame“ vom Bündnis Play Fair 2008 übergab dem IOC 12.000 digitale Unterschriften - ein Zeichen gegen die Rechtlosigkeit von ArbeiterInnen bei der Herstellung von Produkten für die Olympischen Spiele.
Mit der Übergabe der 12.000 digitalen Unterschriften fand die Aktion „Catch the Flame“ ihren Abschluss. „Catch the Flame“ wurde vom Bündnis PLAY FAIR 2008 initiiert und setzte durch einen digitalen „Fackellauf“ ein Zeichen gegen die andauernde Rechtlosigkeit der ArbeiterInnen bei der Herstellung von Produkten für die Olympischen Spiele und gegen den Unwillen des IOC, Verantwortung für die Situation der ArbeiterInnen zu übernehmen. Durch Registrierung auf der Website von Catch the Flame konnte sich jede/r an diesem digitalen Fackellauf beteiligen und die „digitale Fackel“ von Amsterdam nach Peking rund um den Erdball weiterschicken.
Die Kampagne von Play Fair 2008 fordert, das die großen Sportartikelhersteller und das IOC Verantwortung übernehmen für die schockierenden Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten für Sportbekleidung, Sportschuhe und auch Olympia-Andenken. Von den olympischen Idealen sei in den Fabriken nichts mehr zu spüren.
Arbeitsbedingungen, die wie modernes Sklaventum anmuten, werden geduldet - bis zu 16 Stunden am Tag für einen Lohn der nicht recht zum Leben reicht und Repressionen verschiedenster Art. Am Pranger stehen die großen Markenfirmen wie Nike, Adidas oder Puma. Die Sportartikel-Giganten und die Olympischen Komitees sollen konkrete Verantwortung zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der ArbeiterInnen übernehmen.
Die Namen von 12.000 Menschen konnten nun durch eine Delegation aus Gewerkschaftern und Aktivisten von Nichtregierungsorganisationen dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in der Schweiz überreicht werden. Von der Reaktion des IOC zeigten sich die Initiatoren allerdings enttäuscht.
Die Forderungen von Play Fair wurden zwar zur Kenntnis genommen, aber zu Versprechungen wollte sich das IOC nicht durchringen. Play Fair kommentiert dies dahingehend, dass das IOC seine eigene Charta ignoriere, in der es heißt, dass es sich für eine friedlichere und bessere Welt durch den Sport und die Olympischen Ideale einsetzen will.

Berlin (19.6.08): Die Aktion „Catch the Flame“ vom Bündnis Play Fair 2008 übergab dem IOC 12.000 digitale Unterschriften - ein Zeichen gegen die Rechtlosigkeit von ArbeiterInnen bei der Herstellung von Produkten für die Olympischen Spiele.



