Immer mehr Superreiche

7. März 2008 | Von Klaus Werner-Lobo | Kategorie: Hintergründe

Der Aktienbesitzer Warren Buffett ist also nun - vor dem Vorjahrssieger Carlos Slim Helú und dem langjährigen Listenersten Bill Gates - der reichste Mann der Welt. 62 Milliarden US-Dollar nennt der 77jährige laut der neuesten Forbes-Liste der Milliardäre sein eigen. Das ist in etwa so viel (oder wenig), wie alle Staaten der Welt gemeinsam jährlich für Entwicklungshilfe ausgeben. Beziehungsweise soviel (oder wenig), wie alle EinwohnerInnen der ärmsten 50 Länder der Erde gemeinsam pro Jahr verdienen.

2007 waren es noch 946 Milliardäre, die gemeinsam 3,5 Billionen Dollar (das sind 3,5 Millionen Millionen) - immerhin ein Drittel mehr als noch im Jahr davor - besaßen. Heuer ist die Zahl der Milliardäre weltweit noch weiter gestiegen: auf 1125. Und ihr gemeinsames Vermögen beträgt mittlerweile 4,4 Billionen (4.400.000.000.000) Dollar.

Fast die Hälfte der Weltbevölkerung muss noch immer mit weniger als zwei Dollar am Tag auskommen. Das ist übrigens soviel, wie die EU täglich an Landwirtschaftssubventionen für jede Kuh ausgibt. Über eine Milliarde Menschen hat weniger als einen Dollar pro Tag, kein Dach über dem Kopf und keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die UNO schätzt, dass es 300 Milliarden US-Dollar kosten würde, das Einkommen der ärmsten Milliarde Menschen über die Schwelle der extremen Armut anzuheben. Das wiederum entspricht dem Vermögen der 6 (in Worten: sechs) reichsten Männer der Welt.

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