Onlineplattform zum Buch Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis von Klaus Werner-Lobo. Die Welt wird von multinationalen Konzernen und Multimillionären als Ware betrachtet, mit der sie Profite machen. Demokratie, Menschenrechte, Umwelt und Wohlstand bleiben dabei auf der Strecke. Doch es ist unsere Welt, wir lassen uns nicht verkaufen! Und schon gar nicht lassen wir uns für dumm verkaufen! Weiterlesen...

Video: Charlotte Roche über "Uns gehört die Welt!"

Schokoguerrilla wieder unterwegs - und “Kraft Foods” ist sauer

Soeben hat mich die PR-Verantwortliche von Kraft Foods Deutschland kontaktiert. In deutschen Supermärkten seien folgende Aufkleber auf den Produkten ihres Konzerns zu finden:

kraftOb ich damit etwas zu tun habe, fragte sie, um mir gleich darauf am Telefon zu erklären, dass ihre Firma sich doch ohnehin so sehr bemühe, etwas gegen Kindersklaverei zu unternehmen. Und zitierte etwa die Zusammenarbeit mit der Rain Forest Alliance, die hier (und in meinem Buch)  mehrfach als Feigenblatt-Organisation entlarvt wird. Und was die menschenunwürdigen Bedingungen im Kakaoanbau betrifft, so berichtete erst kürzlich die “Zeit” wieder über die unzulänglichen Aktivitäten der Lebensmittelkonzerne.

Und ja, ich hab was damit zu tun: Weil “Uns gehört die Welt!” ausdrücklich folgende Aktionsform zur Nachahmung empfiehlt. Das gilt auch weiterhin - umso mehr, als solche Aktionen ganz offensichtlich für große Unruhe in den Konzernzentralen sorgen.

Eine meiner Lieblingsaktionen fand statt, nachdem ich mit einer Gruppe Jugendlicher im Saarland einen Workshop gehalten hatte. Ich hatte ihnen von den westafrikanischen Kindersklaven in der Kakaoernte für Firmen wie Kraft, Nestlé und andere erzählt. Die Kids waren stinksauer. Und sie wollten etwas tun. So entstand die Idee, KonsumentInnen über die Zustände in Afrika zu informieren. Wir kauften Klebeetiketten, auf die wir folgenden Text druckten: „Verbraucherinformation der Schokoguerrilla: Der Kakao für dieses Produkt wurde von Kindersklaven geerntet. Weitere Infos: www.markenfirmen.com“. Auf diese Homepage stellten wir kurzfristig detailliertere Hintergrundinfos. Dann schwärmten die Jugendlichen in Fünfergruppen aus, um die Aufkleber in allen örtlichen Supermärkten auf jedes Kakao- und Schokoladeprodukt zu kleben. In einem Geschäft wurde die selbsternannte „Schokoguerrilla“ vom Kaufhausdetektiv erwischt. Doch sie waren gut vorbereitet: Wir hatten diesen Fall bereits vorher in Rollenspielen geprobt. Die Jugendlichen hielten dem erstaunten Wachmann einen Kurzvortrag über die Produktionsbedingungen an der Elfenbeinküste, worauf dieser sagte: „Eigentlich habt ihr recht“. Am nächsten Tag klebte die „Verbraucherinformation“ noch immer auf allen Milka- und KitKat-Riegeln. (Uns gehört die Welt!, Seite 178)



Die Zeit: “So süß und doch so bitter”

Die Zeit, 17.12.09, von Kathrin Burger

Die Deutschen lieben Schokolade und wissen oft nicht um die menschenunwürdigen Bedingungen im Kakaoanbau

Gut elf Kilogramm Schokolade pro Kopf gönnen sich die Deutschen im Jahr und belegen damit Platz eins auf der Welt. Deutschlands Hersteller setzten 2008 allein mit weihnachtlichen Schoko-Artikeln fast 500 Millionen Euro um. Allerdings hat der Genuss auch einen bitteren Beigeschmack, von dem viele Verbraucher gar nichts ahnen. Noch immer werden Kakaobohnen häufig von Kindern angebaut, unter menschenunwürdigen Bedingungen.
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An der Elfenbeinküste – von dort stammen 40 Prozent des weltweit gehandelten Rohkakaos – arbeiten laut Schätzungen der Organisation Anti-Slavery International rund 200.000 Kinder im Kakaoanbau. Und obwohl sich die Schokoladenindustrie vor rund zehn Jahren verpflichtet hat, derlei Missstände zu beseitigen, kommen jüngste Berichte zu einem anderen Schluss: Eine im September erschienene Studie des kirchennahen Instituts Südwind belegt, dass sich die Lage in den betroffenen Staaten, wenn überhaupt, nur unwesentlich gewandelt hat. Weiterlesen…



Buchempfehlung: “Ende der Märchenstunde”

Es ist ja hier schon viel Kritisches über sogenannte LOHAS und Corporate Social Responsibility geschrieben worden. Nun hat Kathrin Hartmann ein wichtiges Buch zu diesem Thema geschrieben: “Ende der Märchenstunde - Wie die Industrie die Lohas und Lifestyle-Ökos vereinnahmt”. Für den Buchdeckel habe ich folgenden Kommentar beigesteuert:

Nach “Geiz ist geil” und der Privatisierung öffentlicher Güter folgt die Privatisierung von Politik und ethischer Verantwortung. Das “gute Gewissen” wird dabei allzu schnell zum Ruhekissen. Dieses Buch wird Die wachrütteln, denn wer in der Demokratie schläft, wird irgendwann in der Diktatur des Marktes aufwachen.

Seit kurzem betreibt Kathrin Hartmann auch ein lesenswertes Weblog, in dem sie auf aktuelle Absurdidäten und Zynismen der Greenwashing-Industrie hinweist.



Weser-Kurier: Politische Themen mit Kunst und Kultur kombiniert

Weser-Kurier vom 17.9.09

Politische Themen mit Kunst und Kultur kombiniert

Steintor. Genau fünf Monate hat der neu gegründete Bremer Verein „Kunstdiewelt“ von der Gründung bis zum ersten eigenen Festival gebraucht. Brisante politische Themen wurden am Wochenende im Viertel mit Kunst und Kultur kombiniert.

Ein streitbarer Autor: Klaus Werner-Lobo aus Wien.So langsam bekommen es manche Zuschauer mit der Angst zu tun. Klaus Werner-Lobo, der kritische Wiener Autor, ist drauf und dran, das Kioto im Lagerhaus in Brand zu setzen. Er bespritzt Vorhang und Boden großzügig aus einem Benzinbehälter. Das Publikum bleibt regungslos und kann schließlich aufatmen – in dem Gefäß war nur Wasser. „Das war eine Machtdemonstration. Ich wollte euch Angst machen, denn auf Angst basiert die Macht, die die großen Konzerne über uns haben“, erklärt der Bestseller-Autor („Schwarzbuch Markenfirmen – Die Machenschaften der Weltkonzerne“).

Deutliche Worte

Werner-Lobo spricht lange und viel, aber niemals im Stile eines Lehrers. Er versteht sich als „Polit-Clown, der nichts mehr zu verlieren hat“. Er findet deutliche Worte zum Beispiel dafür, wie er durch journalistische Recherche nachweisen konnte, dass die Bayer AG den Bürgerkrieg im Kongo mitfinanziert habe. Der Autor verdeutlicht mit Zahlen die Ungerechtigkeit, die durch die Macht der globalen Unternehmen entstanden sei.

„Es ist Zeit, die Herrschaft der Konzerne zu beenden, wir müssen Anspruch auf die Welt erheben“, betont Werner-Lobo. Später holt er sich vier Freiwillige auf die Bühne, die über ihre Träume sprechen sollen. Sie antworten zögerlich. Danach ein Experiment: Werner-Lobo verteilt Luftschlangen an die etwa 70 Zuschauer, die den vier Freiwilligen und ihm einen triumphalen Einmarsch bereiten sollen.

Publikum macht mit

Das Publikum macht mit. Die nun gar nicht mehr zögerlichen Menschen lassen sich anschließend sogar zu einem spontanen Tänzchen hinreißen. Einer von ihnen ist Markus Hoft. Der Viertelbewohner ist nach der Show begeistert: „Das war mal wieder ein Impuls, selber etwas zu verändern.“

Erst am Ostermontag hatten die Bremer Jana Osinski und Björn Meyer mit acht Mitstreitern den Verein „Kunstdiewelt“ gegründet. Ziel war es, Meyers politisches Engagement mit den kulturellen Aktivitäten Osinskis zu verbinden. In Windeseile entstanden Logo und Website.

Eine vorübergehende Anerkennung als gemeinnütziger Verein wurde auch erwirkt. „Es war wahnsinnig viel zu tun, aber der Aufwand hat sich gelohnt“, freut sich Björn Meyer. Der Organisator zieht ein positives Fazit des Festivals. „Es hätten etwas mehr Leute da sein können“, sagt er, „aber wir haben jede Menge positives Feedback bekommen.“

Weitere Informationen über „Kunstdiewelt“ auf www.kunstdiewelt.de.



EpochTimes: 周曉輝:西方跨國公司在中國人權扮演的角色

Die Falun Gong nahestehende chinesischsprachige Zeitung Epoch Times hat “Uns gehört die Welt!” rezensiert:

【大紀元9月2日訊】對於中共政府違背人權、侵害人權的行為,西方世界已然有了較為廣泛的瞭解;但是對於西方發達國家的跨國公司在其中所扮演的角色,卻鮮 為人知。2008年出版的奧地利自由記者Klaus Werner-Lobo撰寫的《世界是我們的:跨國公司的權力和卑鄙勾當》一書,將西方跨國公司在中國人權問題上的雙重標準,以詳實的數據和頗具說服力的 論證披露了出來。Weiterlesen (wer kann…)…

Englische Zusammenfassung des Artikels (danke Pamela Tsai!):

In Klaus Werner-Lobo’s new book “The World Belongs to Us”, western multinational companies are engaged in human rights violations in China. For example, Microsoft, Google, Yahoo are blocking words like “human rights” “freedom of speech” . According to UK Guardian report, a Chinese jouralist was sent to jail because Yahoo diclosed his personal IP info to Chinese communist government. Yahoo’s explanation is “we have to obey local laws”. Amnesty International said, these multinational companies are betraying western freedom value out of the concern to make money/profits. They cooperate with dictactorship.”  Chinese government achieved full cooperation with these multinational companies. Just like Chinese communist party president Hu Jintao said to Bill Gates during their meeting in 2006 “if you are friend of China, I am a friend of Microsoft”.

In order to pursue big profits, Multinational companies abuse Chinese worker’s rights (pay, work environment). According to the study done by Play Fair, workers in one Shenzhen factory, China work 13 hours, almost without time to rest. Their monthly salary is Chinese currency 778. This factory has big cutomers from Disney, Nike, Wal-Mart, Dell. The working environment is miserable - worker’s health and saftey is not protected. The air was full of poisnous things.

China is the heaven of multinational companies. Because independent union is forbidden in China. Workers can not demand rightes - they will be arrested by police. Chinese law even don’t have regulations about worker’s safety and working environment. Because of international pressure, Chinese government wants to improve work environment and allow union to exist, multnational companies protested it. Some multinational companies even want to withdraw - they want to keep the lowest wage and lost cost of doing business in China. WTO, IFM are all assisting these multinational companies to exploit people.

The book “The world belong to us” shows many multinational companies don’t care about human rights. They only care about profit/money. They became the assistants to the Chinese government dictatorship. This book made people think about the relationship between money and human rights.



Leichtathletik-WM: Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen bei Hauptsponsor Adidas

via INKOTA-Netzwerk:

Berlin, 12. August 09 – Die Kampagne für Saubere Kleidung kritisiert den Hauptsponsor der
Leichtathletik-Weltmeisterschaft. „Adidas stattet die Sportler und Helfer mit Sportbekleidung
aus, die unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt wird“, sagt Julia Thimm
von der Kampagne für Saubere Kleidung/INKOTA-netzwerk. „Trotz Verhaltenskodex und einer
Abteilung für Unternehmensverantwortung hat sich die Situation für die Arbeiter in den
Zuliefererbetrieben nicht verbessert.“ Sportmarken wie Adidas und Puma lassen in Fabriken in
Asien, Lateinamerika und Osteuropa produzieren, in denen es nachweislich zu massiven
Arbeitsrechtsverletzungen kommt.

In der weltweiten Sportbekleidungsindustrie leiden die Arbeiter unter vier Kernproblemen: extreme
Niedriglöhne, Missbrauch von Kurzzeitverträgen und andere unsichere Beschäftigungsformen,
Verstöße gegen die Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Tarifverhandlungen sowie kurzfristige
Betriebsschließungen aufgrund von Umstrukturierungen.

Neben den strukturellen Problemen kritisiert die Kampagne für Saubere Kleidung Adidas auch in
Einzelfällen. Seit Jahren suchen indonesische Gewerkschafter nach neuer Anstellung, nachdem sie
aus den Adidas-Zulieferern PT Spotec und PT Panarub entlassen worden sind. „Sie werden nicht
eingestellt, weil Fabrikbesitzer befürchten, dass sie die Arbeiter gewerkschaftlich organisieren“, sagt
Thimm. Da die Arbeiter über jahrelange Erfahrung in der Textilindustrie verfügen, geht die Kampagne
für Saubere Kleidung davon aus, dass sie diskriminiert werden.

Zur Leichtathletik-WM fordert die Kampagne für Saubere Kleidung Adidas mit Nachdruck auf,
internationale Arbeitsrechte sowie den eigenen Verhaltenskodex einzuhalten. „Zu Werbezwecken
unterstützten die Sportmarken große Sportereignisse mit hohen Summen – so wie jetzt Adidas die
Leichtathletik-WM, aber sie sind nicht bereit, in die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsbedingungen
in den Produktionsländern zu investieren. Der Verhaltenskodex und die Abteilung für
Unternehmensverantwortung dienen allein der Imagepflege; an den Arbeitsbedingungen vor Ort hat
sich bisher nichts geändert“, sagt Thimm.

Die Kampagne für Saubere Kleidung stellt mit Projekten wie der Joint Initiative on Corporate
Accountability and Workers Rights (Jo-In) konkrete Lösungen der Probleme vor. „Adidas setzt für alle
anderen Unternehmensbereiche überprüfbare Leistungsziele fest. Das muss auch für Sozial- und
Arbeitsstandards gelten“, fordert Thimm.



Zündfunk: 10 Jahre Gipfelsturm – Und jetzt?

Bayern 2: ZÜNDFUNK - Generator vom 26.7.09

Hier anhören

Zehntausende demonstrieren im November 1999 gegen den Millenniumsgipfels der Welthandelsorganisation WTO. Heftige Straßenschlachten rufen zum ersten Mal eine neue Protestbewegung ins Bewusstsein der Öffentlichkeit: die Globalisierungskritik ist geboren. Schon ein Jahr zuvor hat sich in Frankreich der Verein Attac gegründet. Sein Motto: “Eine andere Welt ist möglich!” Was ist aus der globalisierungskritischen Bewegung geworden? Hat das Ringen um eine „andere Welt“ Erfolge gezeigt? Darüber hat der Zündfunk am 14. Juli in München im Café Muffathalle diskutiert.

TeilnehmerInnen:

KLAUS WERNER-LOBO
NICOLE GOHLKE,  Die Linke
ULRICH BRAND, Bundeskongress Internationalismus
HAGEN PFAFF, Attac München



Stop racist Unilever-Campaign in Austria

eskimoweb1_bodySoeben habe ich eine Facebook-Gruppe mit dem Ziel gegründet, internationalen Druck auf Eskimo Österreich aufzubauen, damit dieser seine neue “Mohr im Hemd”-Werbelinie stoppt und eine offizielle Entschuldigung abgibt. Die Bezeichnung “Mohr im Hemd” für eine traditionelle österreichische Süßspeise beruht auf rassistischen und kolonialistischen Klischees. Es ist dabei unerheblich, ob Eskimo damit Rassismus intendiert (was ich ausdrücklich nicht unterstelle) oder die österreichische Mehrheitsbevölkerung die Kampagne als rassistisch empfindet. Die Fortschreibung rassistischer Bilder im Sprachgebrauch ist für von Rassimus Betroffenen verletzend und deshalb strukturell rassistisch.

Für einen internationalen Konzern (hier ein paar ältere Infos aus dem Schwarzbuch Markenfirmen über Unilever, zu dem Eskimo gehört) ist das imageschädigend, deshalb bitte ich Euch der Facebook-Gruppe beizutreten und an die unten angeführten Adressen Protestmails zu schicken. Und kündige auch gleich an, dass eine allfällige Fortsetzung der Werbelinie in der nächste Ausgabe des Buches ihren Niederschlag finden wird.

The Austrian branch of transnational company Unilever (Eskimo) is producing and marketing a new ice-cream under the name “Mohr im Hemd” (http://de.wikipedia.org/wiki/Mohr_im_Hemd).

“Mohr” (moor) as a colonial german word for African or Black people has a heavily colonialist and racist connotation. “Mohr im Hemd” (moor in the shirt) is a traditional Austrian chocolate speciality which reminds of naked, “wild” Africans. Unilever refuses any racist intentions and claims that it has tested the name for it’s campaign in broad market studies without any critical feedback. This does not surprise, given that racist wording and action is still widely accepted in Austria.

That’s why we want to get Unilever as a transnational company to put pressure to its Austrian branch to stop the “Mohr im Hemd”-products and advertising immediately and to bid for excuse officially with Austrian African, Black and other offended groups.

Please participate and write your protest to Press-Office.London@Unilever.com, mediarelations.rotterdam@unilever.com, karin.hoefferer@unilever.com (Austria), katja.praefke@unilever.com (Germany)

Hier noch ein paar empfehlenswerte Kommentare aus der Blogosphäre: Philipp Sonderegger, Michel Reimon, Martin Blumenau, Andreas Lindinger



Zündfunk: Ethischer Konsum, oder: Kann man sich eine bessere Welt kaufen?

Bayern 2: ZÜNDFUNK - Generator vom 12.7.09

Hier anhören

Mit dem Buch “No Logo” der kanadischen Autorin Naomi Klein ertönte im Jahr 2000 eine neue Stimme in der globalisierungskritischen Bewegung. Klein führte zum ersten Mal auf, unter welchen Bedingungen stylische Klamotten oder Laptops von transnational agierenden Unternehmen produziert werden. Die Folge waren Kampagnen, Proteste und ein Bewusstseinswandel, der weit über die globalisierungskritische Bewegung hinaus ging: Als Konsument hat man Macht! Das dachten sich von da an auch Menschen, die sich vorher eher weniger um Politik geschert haben. Die fair gehandelte Banane erlebte einen kometenhaften Aufstieg und mit ihr kamen die LOHAS - die, die die Idee vom ethischen Konsum zum Lifestyle erhoben. Aber: Kann man sich wirklich eine bessere Welt kaufen? Der Zündfunk spricht darüber mit Christoph Harrach von Karmakonsum.de, bekennender LOHAS-Anhänger, sowie mit Claudia Langer, Gründerin von utopia.de. Ihr Credo frei nach Mahatma Ghandi: Fang bei dir selbst an, wenn du was ändern willst. Klaus Werner-Lobo, Autor von “Schwarzbuch Markenfirmen”, gehen Informationsnetzwerke für nachhaltiges Leben aber nicht weit genug - ebensowenig wie Hagen Pfaff von attac: Denn kauft man sich mit der fair gehandelten Banane nicht einfach nur ein gutes Gewissen?



Video: WDR-Diskussion “Raus aus der Krise”

WDR west.art am sonntag vom 28.6.2009 mit Matthias Horx, Ulrich Khuon, Gertrud Höhler, Rebekka Reinhard und Klaus Werner-Lobo zum Thema “Raus aus der Krise - Wie müssen wir unser Leben ändern?”