Willkommen auf der Vernetzungsplattform zum neuen Buch Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis von Klaus Werner-Lobo. Die Welt wird von multinationalen Konzernen und Multimillionären als Ware betrachtet, mit der sie Profite machen. Demokratie, Menschenrechte, Umwelt und Wohlstand bleiben dabei auf der Strecke. Doch es ist unsere Welt, wir lassen uns nicht verkaufen! Und schon gar nicht lassen wir uns für dumm verkaufen! Weiterlesen...

Das Buch erscheint am 13. September 2008, kann aber beim Hanser Verlag bereits vorbestellt werden.

Greenpeace gegen Mercedes

UmweltschützerInnen von Greenpeace protestierten heute vor der Daimler-Niederlassung in Stuttgart gegen die klimaschädliche Politik des Konzerns. Das Gelände des Autohauses wurde mit schwarz-gelben Bändern abgesperrt. Auf Schildern war zu lesen: “Sperrbezirk: Achtung Klimaschweine”. Die AktivistInnen bauten vor dem Eingang einen Luxus-Geländewagen der Mercedes-M-Klasse mit rosa Farbe, künstlicher Schnauze, Ohren und Ringelschwanz zum Klimaschwein um. Auf einem Banner forderten sie: “Mercedes-Benz - Abspecken fürs Klima!” Weiterlesen…



Nike hofft bei Jagd auf Web-Nutzer auf Chinas Hilfe

Ausgerechnet mithilfe der chinesischen Behörden wolle der Sportartikel-Hersteller Nike die Identität eines chinesischen Internet-Nutzers ausforschen, berichtet das Online-Magazin Winfuture. Dieser hatte behauptet, der Konzern habe einen Hürdenäufer gedrängt, nicht beim Finale der Olympischen Spiele anzutreten.

Das repressive Regime Chinas ist bekannt dafür, dass immer wieder kritische InternetuserInnen ausgeforscht und teilweise zu unmenschlichen Haftstrafen verurteilt werden.



foodwatch-Report “Klimaretter Bio?”

Die Landwirtschaft ist für mehr als 13 Prozent der in Deutschland ausgestoßenen Treibhausgase verantwortlich. Trotzdem ignoriere die Politik diesen Bereich bisher, kritisiert die Verbraucherorganisation foodwatch. Sie hat wissenschaftlich untersuchen lassen, wo in der Landwirtschaft die meisten Treibhausgase entstehen und wie sie reduziert werden können. Und gefragt: Ist Bio-Essen besser für das Klima?

Wer Bioprodukte kauft, schützt auch das Klima - so denken vermutlich viele Verbraucher. Aber ist das wirklich richtig? Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) hat untersucht, was die herkömmliche und die ökologische Landwirtschaft jeweils zum Treibhauseffekt beitragen. Die Ergebnisse hat foodwatch in dem Report “Klimaretter Bio?” zusammengefasst.

Ergebnis der Studie: Die Landwirtschaft verursacht in Deutschland annähernd so viele klimaschädliche Gase wie der Straßenverkehr, nämlich 13 Prozent der Treibhausgase insgesamt. Sowohl konventionelle als auch ökologische Landwirtschaft tragen dabei erheblich zum Treibhauseffekt bei. Die ökologische Landwirtschaft verursacht zwar rund 15 bis 20 Prozent weniger Treibhausgase. In der Milch- und Rindfleischproduktion schneiden Bio-Bauern aber teilweise schlechter ab als konventionelle Tierhalter. Wer Bioprodukte kauft, ernährt sich deshalb nicht automatisch klimaschonend. Wichtiger für die persönliche Klimabilanz ist, wieviel Rindfleisch- und Milchprodukte ein Mensch isst.

Treibhausgase könnten um 60 Prozent gesenkt werden

Die Landwirtschaft bietet enorme Möglichkeiten für den Klimaschutz: Der Ausstoß an Treibhausgasen könnte um 60 Prozent gesenkt werden, das wären 80 Millionen Tonnen CO2 jährlich. Die einfachste Maßnahme wäre der Stopp der Nutzung von Moorböden. Schon allein dadurch ließen sich 30 Prozent der Treibhausgase einsparen. Weitere 20 Prozent würde die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft bringen. Um den Treibhausgas-Ausstoß aber langfristig zu senken, müsste die Produktion von Fleisch und Milch vermindert werden, denn vor allem die Rinderhaltung ist sehr klimaschädlich.

Um die enormen Einsparmöglichkeiten in der Landwirtschaft zu nutzen, reicht es nicht, wenn jeder persönlich Konsequenzen zieht und weniger Fleisch und Milchprodukte ist, betont foodwatch. Die Politik sei aufgefordert, die Regeln zu ändern: Agrarpolitik muss Teil der Klimapolitik werden.



FM4: “Aufdecker und Clown”

Von Roland Gratzer, FM4:

Vielschichtig zu sein, war dem Autor Klaus Werner-Lobo immer schon ein Anliegen. Nach einer Karriere als Journalist landete er mit dem Schwarzbuch Markenfirmen einen Bestseller. Gemeinsam mit Hans Weiss deckte er darin das globale Sündenregister der Großkonzerne auf. Danach ging er für drei Jahre nach Rio de Janeiro, wo er sich zum Clown ausbilden ließ.

Im FM4 Privatstrand spricht er mit Gerald Votava über sein politisches Interesse in der Kindheit, seine Arbeit als Aufdecker, seine Liebe zu Rio de Janeiro, sein neues Buch und darüber, dass ein Clown mehr ist als ein Alleinunterhalter auf Kinderparties. Weiterlesen…

Klaus Werner-Lobo im O-Ton über:

Familie und Ethik MP3 (2.851MB) | WMA
Umweltschutz und Kinderarbeit MP3 (914KB) | WMA
Das Schwarzbuch Markenfirmen MP3 (2.994MB) | WMA
Undercoverrecherchen im Kongo MP3 (2.198MB) | WMA
Reaktionen der Konzerne MP3 (4.238MB) | WMA
Rio und die Liebe MP3 (6.312MB) | WMA
“Uns gehört die Welt!” MP3 (3.979MB) | WMA



Greenpeace: Obst und Gemüse mit illegalen Pestiziden gespritzt

Deutsches Obst, Gemüse und Getreide ist häufig mit illegalen und besonders gesundheitsschädlichen Pestiziden belastet. Dies geht aus einer Untersuchung von Greenpeace hervor, die auf Daten des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) basiert. Neun Prozent der im Jahr 2006 behördlich nachgewiesenen Pestizide haben in Deutschland keine Zulassung. Die meisten illegalen Pestizide befanden sich in frischen Kräutern und Himbeeren, gefolgt von Feldsalat, Birnen, Rucola und Johannisbeeren. Greenpeace hat die im Frühjahr 2008 veröffentlichten Daten ausgewertet, da das BVL seine Analysen nicht selbst auf illegale Pestizide überprüft.



Kinder als Versuchskaninchen

Bei Medikamententests in einer indischen Klinik kamen 49 Babys ums Leben. Nichtregierungsorganisation behaupten, dass dort neue Medikamente an Kindern aus armen und ungebildeten Familien getestet worden. Die Eltern seien gar nicht oder nur unzureichend über die Versuchsreihen informiert worden. Indien ist besonders beliebt für klinische Versuche, da die Kosten dort bis zu 60 Prozent billiger seien als in Europa. Die Auftraggeber der tödlichen Tests waren westliche Pharmafirmen, berichtet die Süddeutsche Zeitung - leider, ohne die Namen der Konzerne zu nennen. Zwei von ihnen - die Schweizer Firmen Novartis und Roche - findet man dafür in Berichten der französischen Presseagentur AFP und in der Zeitung Le Monde über den Fall.



Den KoreanerInnen gehört die Welt!

Das Buch ist noch nichtmal erschienen, schon ist die erste Übersetzung unterwegs: Der Verlag Alma Publishing wird “Uns gehört die Welt!” nächstes Jahr auf Koreanisch herausbringen.



Kongos verfluchter Schatz

Für das Schwarzbuch Markenfirmen konnte ich 2001 belegen, wie der Bayer-Konzern jahrelang den illegalen Handel mit dem wertvollen Erz Coltan und damit den Krieg in der Demokratischen Republik Kongo finanzierte. Eine Nacherzählung meiner Undercover-Recherchen und ihrer Folgen findet sich auch in Uns gehört die Welt!

Heute Mitternacht sendet der ZDF eine Doku über das blutige Metall und kritisiert dabei auch Firmen wie Sony, Samsung und Motorola:

Das schmutzige Geschäft mit dem Coltan

“Ich bin 15 Jahre”, ruft der staubbedeckte Junge. Der Kleine neben ihm ist noch keine zehn. Beide haben rissige, schwielige Hände und in ihren Augen ist längst nichts mehr zu lesen von einer unbefangenen Kindheit. Sie schuften in den Coltan-Minen des Kongo.

Coltan, das ist ein Metall, nach dem die Welt giert, weil jedes Handy es zum Betrieb braucht, das es aber nur in Australien und Afrika gibt. Coltan ist ein Schatz für die einen und ein Fluch für die anderen.

In den unwegsamen Bergen des östlichen Kongo hacken es Männer, Jugendliche und Kinder aus dem kalkigen Boden. Wenn sie Glück haben, können sie das wertvolle Coltan selbst an Händler weiterverkaufen. Doch meist holen es sich die Rebellen, die damit ihren blutigen Kampf gegen die Regierung finanzieren. Wer nicht mehr arbeiten kann, weil ihn die Maloche in der schwülen Hitze ausgelaugt hat, wird einfach geköpft oder erschossen.

Patrick Forestier hat sich in das Gebiet der Minen und der Rebellen gewagt. Er hat mit ihrem Anführer, General Laurent Kunda gesprochen. Der hält sich für einen modernen Robin Hood, einen Gesandten Gottes. Kein Wort zu der Sklavenarbeit in den Minen, kein Wort darüber, dass seine Leute Frauen in diese Minen verschleppen und dort quälen und missbrauchen lassen. Patrick Forestier ist es gelungen, ganz nah zu den Opfern und auch zu den Sklaven in den Minen vorzudringen.

Er zeigt auch die illegalen Wege, auf denen das Coltan aus den Wäldern des Kongo heraus und nach Asien und Europa geschmuggelt wird. Mit versteckter Kamera folgt er der Spur des “Schwarzen Goldes”, wie die Afrikaner Coltan nennen, entlarvt die Händler. Keiner gibt zu, mit Coltan zu handeln, doch er entdeckte es in versteckten Lagern.

Firmen wie Sony, Samsung, Motorola und all die anderen Handy-Produzenten wissen, dass Coltan ein Metall ist, an dem Blut klebt, das täglich Menschenleben fordert. Doch sie unternehmen nichts, sie kaufen weiter das begehrte Metall von dubiosen Händlern, vor allem in Belgien - nur damit auf der Sonnenseite der Erde schon kleinste Kinder mobil telefonieren können.



Neue Schwarzbuch-Übersetzungen

Nach Holländisch, Spanisch, Ungarisch, Türkisch, Schwedisch, Japanisch, Bulgarisch, Russisch, Rumänisch und Koreanisch ist das Schwarzbuch Markenfirmen (von Klaus Werner & Hans Weiss) soeben auch auf Polnisch erschienen, und zwar im Verlag Wydawnictwo Hidari. Und das Schwarzbuch Öl (von Thomas Seifert und Klaus Werner) ist - nach Arabisch und Italienisch - nun auch auf Spanisch verfügbar (beim argentinischen Verlag Capital Intelecutal).



DVD Release: “China Blue”

Pünktlich zu den olympischen Spielen in Beijing veröffentlichen dieGesellschafter.de und INKOTA die DVD China Blue.

Wer stellt unsere Kleidung her? Wer trägt die Kosten für Discountkleidung zum kleinen Preis? Wie sieht eine Kleidungsfabrik von innen aus? Der Dokumentarfilm China Blue beantwortet all diese Fragen auf atemberaubende Weise.

Er porträtiert einen entscheidenden Lebensabschnitt der 17-jährigen Jasmin. Als sich Jasmins Eltern entscheiden, ihre Schwester auf ein Gymnasium zu schicken ist klar, dass Jasmin, die Protagonistin, fortan arbeiten muss. Es ist der Familie nicht möglich, beiden Kindern eine vollständige Schulbildung zu ermöglichen. Aufgrund dessen muss Jasmin von nun an ihre Familie finanziell unterstützen, um ihrer Schwester die Zukunft zu ermöglichen, von der sie selbst nur träumen darf. Die Jugendliche verlässt ihre Heimat, um in einem anderen Teil Chinas Arbeit zu finden. Schließlich findet sie Arbeit bei Lifeng, einer Jeansfabrik. Jasmin ist noch naiv und aufgeregt, als sie bei Lifeng anfängt. Mit der Zeit verliert sie jedoch aufgrund der miserablen Arbeitsverhältnisse all ihre Illusionen. Der Regisseur und Kameramann Micha X. Peled stellt sich selbst den Anspruch, der Welt das zu zeigen, was ihr von den großen Kleidungs- und Markenunternehmen vorenthalten wird. Dies sind die Arbeitsbedingungen derer, die unsere Kleidung produzieren.

Die DVD ist bei INKOTA für 7 Euro zzgl. Versandkosten erhältlich. Bestellen per Mail an cccprojekt@inkota.de oder telefonisch: +49 (30) 4289111