Onlineplattform zum Buch Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis von Klaus Werner-Lobo. Die Welt wird von multinationalen Konzernen und Multimillionären als Ware betrachtet, mit der sie Profite machen. Demokratie, Menschenrechte, Umwelt und Wohlstand bleiben dabei auf der Strecke. Doch es ist unsere Welt, wir lassen uns nicht verkaufen! Und schon gar nicht lassen wir uns für dumm verkaufen! Weiterlesen...

Video: Charlotte Roche über "Uns gehört die Welt!"

Jetzt neu: “Uns gehört die Welt!” aktualisiert als Taschenbuch

udwneuSoeben ist “Uns gehört die Welt!” in aktualisierter Neuauflage als Taschenbuch bei dtv Reihe Hanser erschienen.

Die Globalisierung hat viele reich, doch die Mehrheit der Weltbevölkerung noch ärmer gemacht. Große Konzerne verfolgen vor allem ein Ziel: den maximalen Profit. Menschenwürdige Arbeitsbedingungen, ethische Grundsätze und Umweltschutz werden dem viel zu häufig geopfert.

Warum das so ist, ergründet dieses Buch. Es zeigt zugleich, dass keiner von uns machtlos ist. Klaus Werner-Lobo erklärt die Zusammenhänge zwischen der Weltwirtschaft und unserem persönlichen Leben, die Ursachen für Armut, Kinderarbeit und Umweltzerstörung und zeigt, wie jeder Einzelne dem etwas entgegensetzen kann.

Pressestimmen:

“Gut recherchiert, verständlich geschrieben, dazu kommen als Service viele Links und Aktionstipps.” (Greenpeace-Magazin)

“Das Thema ist ein schwer verdaulicher Brocken, doch die Mythen der globalisierten Welt werden leicht lesbar enttarnt. Spannend wie ein Krimi.” (Solidarität)

“Werner-Lobo schreibt einfach, verständlich und erklärt viel. Er hetzt nicht, sondern lässt Recherchiertes sprechen. Trotzdem kein Zweifel, auf welcher Seite er steht.” (Deutschlandradio)

“Erfrischend geradeaus und klar. Diese Offenheit ist entwaffnend. Keine der Firmen, die
er an den Pranger stellt, hat bislang gegen das Buch geklagt. An mangelndem Rechtsbeistand wird es nicht liegen.” (taz)

“‘Uns gehört die Welt!’ ist eine angenehm verständlich verfasste Abhandlung über den globalen Handel und die Macht der Konzerne sowie die Forderung an uns, an diesem Leben mehr Anteil zu nehmen.” (Süddeutsche Zeitung)

“Ein Buch, das nicht nur darstellt, weshalb die derzeitige Form der ‘Globalisierung’ für viele eher als Gefahr gesehen wird denn als Chance, sondern auch aufzeigt, was Einzelne gegen eine derartige Entwicklung unternehmen können.” (Die Presse)

“Das Buch ist sehr klug und nützlich!” (Jean Ziegler)

“Das Buch hat mein Leben völlig umgekrempelt, mich radikalisiert und wütend gemacht. Ich möchte, dass es so viele Leute wie möglich lesen: Mein Buch des Jahres.” (Charlotte Roche)

Klaus Werner-Lobo: Uns gehört die Welt!
Macht und Machenschaften der Multis

Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2010
288 Seiten, € 8,95
mit Firmenporträts und Abbildungen
ISBN: 978-3-423-62452-7

Bestellen bei dtv, Bookzilla oder bei Amazon



Uns gehört die Stadt!

Am 10. Oktober wählt Wien. Und weil ich will, dass meine Heimatstadt ökologischer, solidarischer, demokratischer und weltoffener wird, werde ich bei diesen Wahlen kandidieren. Mehr zu meinen Ideen dafür auf http://klauswerner.com und auf meiner Facebook-Seite.



Lidl: Klage wegen Täuschung von Verbrauchern

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat am 6. April 2010 Klage gegen Lidl wegen unlauteren Wettbewerbs beim Landgericht Heilbronn eingereicht. Sie wird dabei von der Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) und dem European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) unterstützt. Das Bündnis wirft Lidl vor, sich nicht an das in der Werbung gegebene Versprechen fairer Arbeitsbedingungen bei Textilzulieferern in Bangladesh zu halten.

In einem Werbeprospekt vom Januar 2010 heißt es: „Lidl setzt sich weltweit für faire Arbeitsbedingungen ein. Wir bei Lidl vergeben deshalb unsere Non-Food-Aufträge nur an ausgewählte Lieferanten und Produzenten, die bereit sind und nachweisen können, soziale Verantwortung aktiv zu übernehmen.“ Zudem weist Lidl in der Öffentlichkeit immer wieder auf seine Mitgliedschaft bei der Business Social Compliance Initiative (BSCI) hin. Diese internationale Initiative des Einzelhandels setzt sich für Sozialstandards bei den Lieferanten ein. Der BSCI-Verhaltenskodex enthält Regelungen zur Arbeitszeit, zu Löhnen, zur Diskriminierung und zur Gewerkschaftsfreiheit gemäß den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Eine Verpflichtung der Mitglieder zur Gewährleistung der Sozialstandards enthält der Kodex allerdings nicht. Die Zahl der Mitgliedsunternehmen des BSCI steigt und liegt heute bei 475; im Jahre 2003 waren es nur 60 Firmen. Die Mitgliedschaft verleiht den Unternehmen den Anschein fairer Arbeitsbedingungen in ihren Zulieferbetrieben.

Bei Lidl allerdings ist der erweckte Eindruck falsch, wie sich aus einer vom ECCHR und der CCC in Auftrag gegebenen Untersuchung ergibt. Die Studie beschäftigt sich mit den Arbeitsverhältnissen in vier in Bangladesh gelegenen Zulieferbetrieben der Firma Lidl. Die befragten Näherinnen berichten von unmenschlichen Arbeitsbedingungen: Überlange Arbeitszeiten, Lohnabzüge als Strafmaßnahmen, mangelnde und intransparente Vergütung von Überstunden, Verhinderung von Gewerkschaftsarbeit und Diskriminierung von weiblichen Beschäftigten. Die beschriebenen Verhältnisse verstoßen gegen die ILO-Konventionen, den BSCI-Verhaltenskodex und gegen die Selbstverpflichtung Lidls.

„Es besteht ein krasser Widerspruch zwischen der öffentlichen Darstellung Lidls und den tatsächlichen Verhältnissen in den Produktionsstätten der Lieferanten“, empört sich Miriam Saage-Maaß vom ECCHR. „Lidl betreibt Schönfärberei. Mit dem BSCI-Kodex hängt sich der Discounter ein Sozialmäntelchen um, aber die Lage der Arbeiterinnen verbessert sich nicht“, so Gisela Burckhardt von der Kampagne für saubere Kleidung (CCC). „Lidl täuscht die Verbraucher. Auf unsere Abmahnung wollte Lidl die Werbung nicht zurückziehen. Daher haben wir jetzt Klage eingereicht“, sagt Günter Hörmann, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Hamburg.

Unterstützen Sie den Prozess gegen Lidl wegen unlauterer Werbung durch Ihre Spende! Die Klage hat einen Streitwert von 50.000 Euro und kann über mehrere Instanzen gehen. Helfen Sie uns durchzuhalten! Jeder Betrag kann dazu beitragen. Bitte überweisen Sie Ihre Spende auf das Konto 84 35 100 Bank für Sozialwirtschaft BLZ 251 205 10 Stichwort: Lidl.

Wo fair und sozial draufsteht, muss fair und sozial drin sein!

Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher wollen fair hergestellte und gehandelte Produkte. Doch wo findet man die? Helfen kann das FAIRTRADE-Siegel. Hier eine Liste von Textilfirmen mit Fairtrade-Siegel.

Worauf Sie beim Textileinkauf sonst noch achten sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber „Betrifft Textilien“.